Balkon

Vier Tauben und ein Zentner Taubenkacke

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Dienstag, 14 Uhr irgendwo im Bergischen Land. Nach einem bis dato viel zu warmen „Winter“ war es auch heute wieder traumhaft, Tagestemperaturen bis 24° Celsius. Aber ich will ja jetzt hier nicht den Wetterbericht von heute wiederholen, obwohl später noch Regen angekündigt ist.

Ich musste nochmal kurz in die Firma, weil mir noch ein paar Unterlagen fehlten die ich morgens vergessen hatte. Die Sonne schien immer noch als ich das Büro betrat. Während ich in einem Aktenordner wühlte, klingelte mein Handy. Ich unterbrach meine Suche und drückte auf Empfang. Ein Kunde mit Sonderwünschen, was auch sonst…

Während ich mit ihm sprach, wanderte ich im Zimmer auf und ab. Und als ich nach draußen blickte, sah ich die 4 auf der Brüstung des Balkons. Vier Tauben hatten sich diese Stelle offensichtlich für eine Pause ausgesucht. Den Kopf im Gefieder vergraben sah es aus, als wären alle locker eingenickt. Dann sah ich etwas tiefer, auf den Boden des Balkons. Und traute meinen Augen nicht…

Und ich schwöre, dass ich noch niemals im Leben so viel Taubenkacke auf einem Haufen gesehen habe! Wie zum Geier können vier Tauben nur so kacken? Und in welcher Zeitspanne hatten sie das geschafft? Ich vergaß fast meinen Kunden am Sprachrohr und machte auf die Schnelle noch einen Termin mit ihm aus. Dann öffnete ich die Balkontür, um mir den Mist mal genauer anzusehen. Worauf die Kack-Viecher erstmal Reißaus nahmen…

Auf einem Meter Breite hatten die vier offensichtlich Stakkato geschissen. Gigantisch! Naja, ich muss es ja nicht wegmachen… Wenn das bei mir zu Hause geschehen wäre, hätte ich die vier wahrscheinlich mit dem Luftgewehr durch die geschlossene Fensterscheibe erschossen. Aber so… Auf ein Beweisfoto habe ich jetzt mal verzichtet, ich will ja niemandem den Appetit aufs Abendessen verderben.

Aber ehrlich, soviel Shayce von nur vier Tatverdächtigen habt ihr sicher auch noch nicht gesehen. Die waren sicher hohl als sie wegflogen…

Am Busen der Natur

blumen Jedes Jahr um die gleiche Zeit entwickelt das Weibchen eine grüne Seele…

Nicht etwa dass sie der ehemaligen Öko-Partei besonders zugetan wäre, vielmehr geht es um das Grünzeug in der heimischen Kemenate. Da wird im Frühjahr gepflanzt wie der Teufel und das nahe gelegene Gartencenter hat mit Sicherheit 2 meiner Monatsgehälter auf der Habenseite registriert. In jeder Ecke wird irgendetwas blühendes platziert, was allerdings zumeist nur im Weg steht.

Deshalb sondere ich den Sommer über schon mal gelegentlich aus, indem ich unabsichtlich gegen einen besonders sperrigen Grünzeugbehälter stolpere. Und das macht sogar Spaß, denn diese großen Terrakotta-Kübel platzen immer sehr geräuschvoll. Natürlich stolpere ich nur wenn die bessere Hälfte nicht zu Hause ist, ansonsten wäre es wohl auch zu auffällig…

Und trotz meiner Selektion komme ich mir gerade auf dem Balkon der Kemenate noch vor wie im Botanischen Garten Köln. Ständig wedelt einem etwas vor der Nase herum, will man einen Stuhl umstellen zwickt einem ein Ast in die Rippen und das Bienenvolk, dass den Sommer über das Blühzeug zum Zwecke der Bestäubung begattet, nahm auch schon Kompaniestärke an. Am schlimmsten sind diese ständig im Weg stehenden und nach Katzenpisse stinkenden Buchsbäume, die dem Weibchen besonders am Herzen liegen.

Allerdings kann man das ganze Blüh- und Grünzeug auch anders verwenden. Da ich ja sehr praktisch veranlagt bin, drücke ich meine Zigarettenkippen immer dazwischen aus. Natürlich nur dann, wenn das Weibchen es nicht sieht. Deshalb freue ich mich schon wieder auf den Herbst, dann in wenigen Wochen wird es wieder leerer da draußen sein…