Champions League

Das negative Triple des FC Bayern München

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Da hat der FC Bayern München also das Triple geschafft.

Sicherlich hätte man auf dieses Triple, nämlich das dreimalige ausscheiden gegen eine spanische Mannschaft im Halbfinale der Champions League, gerne verzichtet. So bleibt nur, dass man gegen Atletico Madrid ein tolles und sehr unterhaltsames Spiel gezeigt hat, letztlich aber mit leeren Händen da steht.

Nun ja, so ganz mit leeren Händen steht man natürlich nicht da, denn immerhin kann man am Wochenende den vierten deutschen Meistertitel in Folge unter Dach und Fach bringen, das hat schließlich auch noch keine Mannschaft geschafft. Und das Finale im DFB-Pokal steht auch noch an, so das „zumindest“ noch ein Double herausspringen könnte. Ob das den Ansprüchen der Millionentruppe genügt darf allerdings bezweifelt werden.

Der FC Bayern ist bekannt dafür, dass er die Fußballfans der Republik spaltet. Zum einen natürlich die Anhänger der Mannschaft, zum anderen aber auch die Fußballfans der Republik, die der Mannschaft alles wünschen, nur keinen Erfolg. Dabei ist es unerheblich ob die Bayern eine deutsche Mannschaft sind oder nicht, man hält selbst Gegnern wie Atletico Madrid mit ihrem nicht immer sehr sportlich agierenden Coach Diego Simeone die Daumen.

Die Bayern polarisieren, wie gestern Abend auch in meinen Timelines bei Facebook und Twitter zu beobachten war. Wahrscheinlich ist diese Mißgunst dadurch bedingt, weil die Bayern eben – zumindest in der Bundesliga – so eine Übermacht darstellen. Sicherlich haben sie sich ihre Vormachtstellung über Jahrzehnte hart erarbeitet aber die teilweise auch deutlich zur Schau gestellte Überheblichkeit den anderen deutschen Mannschaften gegenüber ist zumindest mir schon lange ein Dorn im Auge.

Weshalb ich mir auch wünsche das der FC Bayern jetzt so demoralisiert ist, dass er in den letzten zwei Spielen noch die Meisterschaft vergeigt und im Pokalendspiel werde ich natürlich auch Borussia Dortmund die Daumen drücken.

Der FC Bayern München ist Deutscher Meister und keinen interessierts

fussballUnd das schon zum 25sten Mal…

Mit der Hilfe von Borussia Ostholland Mönchengladbach, die am Sonntag den VfL Wolfsburg besiegten und somit den Bajuwaren den 25sten Meistertitel schon 4 Spieltage vor Schluß sicherten. Natürlich gratuliere ich dem neuen Deutschen Meister ebenfalls, allerdings habe ich auch ein wenig Mitleid mit den Bayern. Denn niemand scheint sich – ein paar wenige Anhänger ausgenommen – noch dafür zu interessieren, ob die Bayern nun Meister werden oder ob in China ein Fahrrad umfällt.

Selbst feiern ist – zumindest noch – nicht, denn heute steht schließlich das DFB-Halbfinale gegen Borussia Dortmund auf dem Terminplan, ein wichtiger Meilenstein auf dem erneuten Weg zum Triple. Traue ich den Bayern den Gewinn des DFB-Pokals noch zu, habe ich da in der Champions League große Bedenken. Denn der FC Barcelona hat in diesem Jahr wieder einen Lauf und dürfte nur schwer auszuschalten sein. Doch wer weiss, an einem guten Tag schlägt man auch die Katalanen.

Und wenn nicht hat man ja dann immer noch einen oder zwei nationale Titel, wobei ich als Spieler allerdings schon gar keinen Bock mehr hätte, eine Meisterschaft mit vierwöchiger Verspätung zu feiern. Naja, dafür bekommen sie wenigstens eine relativ hohe Gehaltsentschädigung, das dürfte den meisten auch wichtiger sein als eine Feier… Und auch der Fußballfan der anderen deutschen Mannschaften die Treue hält registriert nur noch beiläufig den nationalen Erfolg des FC Bayern, zu groß ist deren Übermacht in der Liga.

Eher brandet da schon einmal Schadenfreude auf, wenn die Millionario-Truppe einmal unerwartet verlieren sollte oder wie in der jüngeren Vergangenheit geschehen, einmal ein oder mehrere quasi fest eingeplante Titel in andere Vitrinen wandern. Der Fußballfan respektiert die Leistung der Bayern, angesichts des zur Verfügung stehenden Kaders empfindet er sie aber auch als selbstverständlich. Nun, morgen wird die 25ste Meisterschaft des FC Bayern schon fast wieder in Vergessenheit geraten sein und wir können uns wieder wichtigeren Dingen zuwenden.