Corona

Beherbergungsverbot und Sperrstunde

nurmalso

So langsam wirds blöd.

Wer zum Geier hat sich denn dieses innerdeutsche Beherbergungsverbot ausgedacht? Ich habe ja durchaus Verständnis dafür das man unter allen Umständen hinbekommen möchte, eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern. Doch erkläre mir bitte mal jemand den Unterschied, das zwar Urlaubsfahrten in einigen Bundesländern nur mit vorherigem Test einher gehen, berufliche Reisen und entsprechende Übernachtungen aber ungetestet möglich sind. So ein Mumpitz…

Heißt auf deutsch: Ich bin jetzt gerade in dieser Woche beruflich in Hessen und Baden-Württemberg unterwegs und wenn ich den Virus hätte, könnte ich ihn munter hier verbreiten weil ja keine Testpflicht für mich besteht. Um gleich mal vorzubeugen, mein letzter Test wurde am 6. Oktober gemacht und am 10. Oktober gabs die Benachrichtigung: Zu alt für Virenbefall oder so in der Art. B-) Da dürfte ich bei den beruflich Reisenden allerdings zu den Ausnahmen gehören denn ich glaube nicht, das da jede(r) auch getestet ist. Und somit kann das Virus auch weiterhin munter verteilt werden…

Genauso schwachsinnig ist die Regelung, die in meiner Heimatstadt Köln nun beschlossen wurde. Sperrstunde für Gastronomie, sinnigerweise erst nachts um 1. Gut, ich bin kein Freund von Einschränkungen und erst recht nicht von Verboten. Aber ich kenne da so ein paar Experten, die geben auch vorher schon richtig Gas und wenn die dann den Kanal voll haben, dann besteht das Wort Abstand vielleicht noch im Kleinhirn, kann aber alkoholbedingt nicht mehr abgerufen werden. Da nützt dann auch die Sperrstunde um 1 nichts mehr, die verringert höchstens den vollständigen Verlust der Muttersprache.

Vor alle wäre es ratsam, mal wirklich länderübergreifend eine bundeseinheitliche Regelung zu beschließen. Sonst muss ich demnächst mit einem Notizbuch umher fahren um zu wissen, in welcher Straße und – kein Witz – auf welcher Straßenseite ich eine Maske aufsetzen muss, in welchem Bundesland ich mich im Restaurant maskieren muss oder wo eventuell noch Sperrstunden verfügt wurden oder noch geplant sind. So langsam blickt da nämlich kein Schwein mehr durch. Oder sind unsere Bürokraten etwa alle in Quarantäne?

Frau Merkel, übernehmen Sie! 

#Krisengebiet Köln

Das Robert-Koch-Institut gibt für Köln aktuell einen 7-Tagesinzidenzwert von 54,8 an, somit sind wir also auch offiziell Corona-Krisengebiet. Wir werden leider nicht die einzigsten bleiben, da werden in naher Zukunft noch einige folgen. Die Stadt Köln hat deshalb folgende Regeln veröffentlicht:

Schön wäre, wenn sich auch jede(r) daran hält, um so schneller geht der Spuk auch wieder vorbei. Hoffnung habe ich aber da nicht…

Endzeitstimmung in der Eifel

yamaha

Heute habe ich ja nochmal eine kleine Eifelrunde gedreht, kreuz und quer so Richtung Nideggen, Monschau, Prüm und zurück, knapp über 300 Kilometer. Kollege D. hat mich mit seinem amerikanischen Eisenhaufen begleitet und was wahrscheinlich nicht nur uns auffiel: Etwas fehlt bei den Mopedtouren. Gut, wir dürfen wenigstens im Gegensatz zu den Biker-Kollegen in Bayern noch fahren aber ab und zu kriecht einem doch so ein beklemmendes Gefühl unter der Lederhaut hoch, wenn man durch die fast menschenleeren Eifel-Orte fährt.

Wenn man weiß was normalerweise im belgischen Grenzgebiet an einem Sonntag bei akzeptablem Wetter los ist, da kommt dann wirklich so etwas wie Endzeitstimmung auf. Das man nirgendwo einkehren kann um mal ein Käffchen zu trinken, etwas zu essen oder einfach nur „Benzingespräche“ mit anderen führen kann, daran hat man sich ja mittlerweile gewöhnt. Verpflegung wird eben mitgenommen und im Moment koppele ich meine Tourenkoffer deswegen überhaupt nicht mehr ab.

Aber das einem auf einer Strecke von gut 10 Kilometern genau ein Auto entgegen kommt, das ist schon sehr seltsam. Naja, an den Ausflug-Hotspots ist nach wie vor Betrieb, viele Wanderer und Mountainbiker. Aber zu normalen Zeiten ist nicht nur auf den Eifelstraßen, auch in den vielen kleinen Örtchen der Bär los. An diese Leere muss man sich wirklich gewöhnen. Einzig die blauen Funken haben in Regimentsstärke Stellung bezogen und sich an vielen Stellen postiert. Heute haben wir insgesamt 7 mobile Blitzer gezählt, immer schon gewinkt beim vorbeifahren und natürlich entgegen kommende Fahrzeuge „benachrichtigt“… Wie sich das gehört… B-)

Wollen wir hoffen, das nicht nur die Gastronomen in der Eifel diese erzwungene Auszeit alle überstehen, damit wir irgendwann einmal wieder „normal“ dort verkehren können.