Deutschland

Das wars dann für „Die Mannschaft“

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Ich kann mich nicht erinnern, jemals so emotionslos ein großes Fußballturnier wie die diesjährige Europameisterschaft verfolgt zu haben.

Wie ich schon in einigen vorherigen Beiträgen bemerkt habe, war ich auch angesichts der starken Vorrundengruppe nicht davon überzeugt, dass unsere Bundeskicker diese überhaupt überstehen werden. Nun, zumindest das wurde dann mit viel Dusel doch geschafft, doch im gestrigen Achtelfinale gegen England war dann doch vorzeitig Endstation im Turnier.

„Die Mannschaft“ hat mich wirklich in keinem einzigen ihrer vier Spiele wirklich überzeugt, selbst der Sieg gegen den noch amtierenden Europameister konnte vielleicht kurzzeitig blenden, das folgende Spiel gegen Ungarn zeigte dann doch wieder deutliche Schwächen unserer Nationalmannschaft.

Weshalb ich auch vom Ausscheiden unserer Elf nicht wirklich enttäuscht bin, vielmehr hatte ich unseren Kickern nicht viel mehr zugetraut. Und in einem solchen Turnier will der Fan ja auch mal schönen und begeisterungsfähigen Fußball sehen, den „Die Mannschaft“ allerdings – mit Ausnahme im Spiel gegen Portugal – nicht zeigen konnte. Daher hatte sie auch einen Sieg gegen England nicht verdient und ist ebenso verdient ausgeschieden.

Die Experten werden sich jetzt sicherlich noch eine ganze Zeit lang darüber streiten, wer welche Fehler gemacht hat, welche(r) Spieler enttäuscht und ob man Jogi Löw nicht schon früher hätte ablösen sollen. Im Endeffekt muss der Trainer es sowieso ausbaden und einzig und alleine ihm hätte ich einen versöhnlicheren Abschluss seiner Karriere wirklich gegönnt.

Naja, für Deutschland ist die Europameisterschaft vorbei und die Welt wird davon nicht untergehen.

Fußball-Europameisterschaft 2021 – Fehlstart gegen Frankreich

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Da war mein Pessimismus vor der Fußball-Europameisterschaft wohl doch nicht so unbegründet. Denn gegen den amtierenden Weltmeister Frankreich war gestern Abend kein Kraut gewachsen. Dazu waren wir gelinde gesagt zu harmlos, vielleicht mal abgesehen von einer kurzen „Druckphase“ zu Beginn der 2. Halbzeit. So unterlag man gegen einen – wenn nicht den – Turnierfavoriten letztendlich durch ein Eigentor von Mats Hummels und steht im nächsten Turnierspiel gegen Portugal schon heftig unter Druck, will man nicht erneut nach einer Vorrunde ausscheiden.

Sicherlich kann man gegen eine so toll besetzte und clever spielende Mannschaft wie Frankreich keine Torchancen im Minutentakt kreieren, allerdings fand ich unsere Nationalmannschaft offensiv doch um einiges zu harmlos. Und auch die Abteilung Verteidigung lief das ein oder andere Mal nur hinterher und hatte zudem Glück, dass zwei Tore von Mbappé und Benzema wegen Abseits nicht gegeben wurden. Mangelnden Kampfgeist kann man der Mannschafft nicht absprechen, doch nur mit Kampfgeist wird man im Turnier nicht weit kommen.

Auch unser Mittelfeld konnte mich nicht wirklich Überzeugen. Da kamen viel zu wenig Impulse nach vorne, Kroos und Kimmich teilweise ungewohnt unsicher, Gündogan oft nicht zu sehen. Der einzige Spieler der mir wirklich gefallen hat war Robin Gosens, kampfstark und sicher auf seiner Position. Alle anderen Akteure sollten noch steigerungsfähig sein, sonst ist die Europameisterschaft möglicherweise schnell zu Ende. Denn selbst bei einem Sieg gegen Portugal muss man dann auch noch gegen abwehrstarke Ungarn antreten und auch das wird kein Zuckerschlecken.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich nicht gerade ein gutes Gefühl habe wenn ich an die nächsten und vielleicht schon letzten Spiele denke.

Fußball-WM in Russland – Die Mannschaft ist draußen

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Schon vor Beginn der Fußball-WM in Russland war die WM-Stimmung bei mir eigentlich überhaupt nicht vorhanden.

Und nach den beiden Spielen gegen Mexiko und Schweden hat sich daran nicht entscheidend etwas geändert. Deshalb hält sich die Enttäuschung über das ausscheiden in der Vorrunde auch in Grenzen. Da ist mir der erneute Abstieg des Lieblingsclubs deutlich mehr an die Nieren gegangen.

Ohne jetzt hier den Schlaumeier herauskehren zu wollen, hatte ich mich ja schon vor zwei Wochen eher zurückhaltend bis pessimistisch zu den Chancen unserer deutschen Nationalmannschaft geäußert. Und nun ist es wirklich passiert, die vermeintlich machbare Gruppe geriet zum Stolperstein und Deutschland ist erstmals in der Vorrunde einer Fußball-Weltmeisterschaft ausgeschieden.

Das ist schade, allerdings kein Weltuntergang. Da gibt es schlimmeres was in der Welt passiert. Doch nach dem unerklärlichen Gegurke in den Partien gegen Mexiko, Schweden und Südkorea hoffe ich nun nur, das Bundes-Jogi – wenn er denn überhaupt weiter macht – ein paar selbstzufriedene Ex-Weltmeister entsorgt und frisches Blut in die Mannschaft bringt.

In zwei jahren steht das nächste große Turnier an und bei der Fußball-Europameisterschaft kann die Mannschaft sich dann rehabilitieren.