DFB-Pokal

1.FC Köln – Wochen der Wahrheit

effzeh

19 Spieltage sind absolviert und erfreuliche 32 Punkte sind auf der Haben-Seite zu verbuchen.

Der nächste erfreuliche Aspekt ist Tabellenplatz 7 und man ist punktemäßig nur 3 Zähler vom dritten Tabellenplatz entfernt. Noch dazu hat man die drittbeste Abwehrreihe der Liga, zusammen mit den beiden Torhütern Horn und Kessler sicherlich auch ein Garant für die bisher sehr gute Saison, die der 1.FC Köln spielt.

Sicherlich wäre es schön auch am Ende der Saison in diesen Tabellenregionen zu stehen, doch bis dahin ist es noch ein ziemlich weiter Weg. Und die nächsten Wochen werden sicherlich den Weg weisen, wohin die Reise für den Lieblingsclub geht. Gut, mit dem Thema Abstieg wird man sich sicherlich nicht mehr beschäftigen müssen. Was der Planung für die kommende Saison natürlich leichter macht.

Am Dienstag steht das Achtelfinale im DFB-Pokal an, hier ist der Hamburger SV der Gegner. Bestimmt kein Selbstläufer, auch wenn der HSV im Moment nicht gerade durch Hurra-Fußball glänzt. Doch gerade vermeintlich schwächere Mannschaften haben dem #effzeh in der Vergangenheit schon öfter ein Bein gestellt und das Weiterkommen ins Viertelfinale dürfte nicht so einfach werden, wie mancher das gerne hätte.

Am nächsten Sonntag folgt dann das Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn SC Freiburg und mit einem Sieg könnte man den Abstand auf die Breisgauer auf 9 Punkte ausbauen, einen Vorsprung den man für die darauf folgenden Begegnungen noch benötigen wird. Denn erscheint Schalke 04 noch schlagbar, dürften Punkte bei den nächsten Gegnern RB Leipzig und Bayern München wohl nicht unbedingt eingeplant werden.

In drei Wochen wird sich dann zeigen, ob man sich im oberen Tabellendrittel halten kann oder ob man die europäischen Fleischtöpfe schon vorzeitig sausen lassen kann. Ich bin gespannt…

Noch 3 Wochen…

fussballBald geht es wieder los…

Die Sommerpause einer Saison ist einem richtigen Fußballfan eigentlich nicht zuzumuten. Man(n) vergeudet samstags ab halb vier soviel Zeit für absolut sinnlose Dinge, nur um die Langeweile zu überbrücken. Ich habe mich zum Beispiel dabei ertappt, dass ich mir Springreiten im Fernsehen angeschaut habe. Dabei ist doch jedem bekannt, dass dies eigentlich keine Sportart ist.

Wie gut dass Eiskunstlaufen nur im Winter übertragen wird. Ich glaube, selbst das würde ich mir während der Sommerpause aus Verzweiflung noch ansehen. Zu allem Überfluss wurde gestern noch das Hüpfen vom Einmeterbrett im Fernsehen gezeigt. Na toll, da springen doch selbst Kinder schon runter. Und das bisschen Drehen bekäme jeder halbwegs gelenkige wohl auch noch hin. Also auch kein richtiger Sport.

Gewichtheben… Auch so etwas was man eigentlich als Fernsehübertragung verbieten müsste. Erst recht Gewichtheben der Frauen. Wer sich so etwas freiwillig anschaut, darf mit Fug und Recht als Fetischist bezeichnet werden. Nur mit Sport hat das relativ wenig zu tun. Wenn Frauen unbedingt Gewichte heben möchte, dann sollen sie einkaufen und ihre Tüten selbst schleppen. Das ist wenigstens produktiv…

Fußball ist da doch schon von einem etwas anderen Kaliber. Wenn die Herren Berufsfußballspieler sich so herzhaft in die Gräten fliegen, dass der Aufprall das Surround-Sound-System aufjauchzen lässt, lässt das doch einem richtigen Fan das Herz aufgehen. Das ist noch richtiger Sport, bei dem man selbst fast beim zusehen schon mal blaue Flecken bekommt. Denn der richtige Fan leidet natürlich mit seiner Mannschaft und erträgt auch mal Hohn und Spott der Kollegen und Freunde, wenn es bei seiner Mannschaft mal nicht so läuft. Nach Ergebnissen vom Springreiten, Gewichtheben oder vom ins-Wasser-hüpfen fragt komischerweise niemand.

Aber das ist ja, wie schon erwähnt, auch kein Sport. Sport ist Fußball und wir müssen noch knapp drei Wochen warten, bis es endlich wieder los geht. Dann startet die erste Runde des DFB-Pokals und eine Woche später geht es auch in der 1. Fußball-Bundesliga wieder zur Sache.

Am kommenden Freitag tritt man auch in der 2. Bundesliga wieder gegen Ball und Gegner und obwohl ich dort keinen bevorzugten Lieblingsverein habe, werde ich mir das Gekicke wahrscheinlich trotzdem ansehen. Damit der bisherige sommerliche Entzug sich nicht auf die Gesundheit auswirkt und man sich langsam wieder an richtigen Sport gewöhnen kann.

Mein erstes Mal #effzeh

effzehEs ist fast 48 Jahre her…

Ein Bericht bei der Kölschen Ziege hat mich zu diesem Beitrag motiviert. Mit meinem Vater und meinem Onkel ging ich zum ersten Mal zu einem Spiel der Fußball-Bundesliga, die es damals gerade einmal 4 Jahre gab. Man schrieb den 9. September 1967, soweit ich mich erinnern kann angenehme Temperaturen um die 20° und ich war noch keine 7 Jahre alt. Ich war stolz wie Bolle und freute mich schon seit Wochen auf dieses Ereignis.

Der 1.FC Köln spielte im alten Müngersdorfer Stadion und angesichts der Ausmaße dieser Arena wurde mir schon ein wenig mulmig. Damals gab es so etwas wie Fanschals, Kappen oder Fahnen noch nicht, so weit waren die Vereine in Punkto Vermarktung noch nicht. Die Stimmung war mit der heutigen „Show“ nicht vergleichbar aber natürlich wurde die Mannschaft auch angefeuert.

Zu dieser Zeit spielte beim #effzeh unter anderem Hemmersbach, Pott, Weber, Simmet, Overath, Hornig, Löhr, Thielen und ein ganz junger Heinz Flohe, der damals noch offiziell als Stürmer geführt wurde und später mein Lieblingsspieler werden sollte. Drei Wochen zuvor war der 1.FC Köln nicht gut in die fünfte Bundesligasaison gestartet, denn in Hannover hatte man eine 3:0 Packung bezogen.

Eine Woche später, im ersten Heimspiel der Saison, besiegte man 1860 München knapp mit 1:0 und am dritten Spieltag besiegte man eine Mannschaft namens Bayern München auswärts mit 3:0. Und dann kam der vierte Spieltag, mein Spieltag. Ich würde ein Spiel des 1.FC Köln nicht nur am Radio verfolgen sondern live dabei zusehen können. Und der Gegner war nicht von schlechten Eltern: Schalke 04.

Und es sollte eine Gala werden, denn die Königsblauen wurden mit 7:0 aus dem Stadion geschossen. 6 der 7 Tore fielen erst in der zweiten Hälfte und ich kann mich noch daran erinnern, das die Nas – wie man Hannes Löhr in Köln nannte, drei der sieben Treffer erzielte. Übrigens gegen einen gewissen Norbert Nigbur im Schalker Tor, der mit tollen Paraden noch verhinderte, dass das Ergebnis nicht zweistellig ausfiel. Ich war hin und weg und von da an auch noch mehrmals im Stadion.

Der 1.FC Köln beendete die Saison 1967/68 auf einem guten vierten Platz und holte ganz nebenbei auch den DFB-Pokal durch ein 4:1 gegen den VfL Bochum. Später habe ich lange Jahre eine Dauerkarte geordert, seit etlichen Jahren fahre ich nur noch zu einigen Spielen, da ich ja oft beruflich unterwegs bin. Doch die Spiele des 1.FC Köln verfolge ich nach wie vor auch im Internet, per Fernseher oder auch mal per App.

In den 70er und 80er Jahren spielte der #effzeh ja sehr oft auch in einem internationalen Wettbewerb. Da wurde dann mal kurzfristig zwei Tage Urlaub beantragt und man flog nach England, nach Italien oder fuhr mit dem Auto nach Holland, Belgien oder Frankreich. Vielleicht ergibt sich nochmal die Chance, den 1.FC Köln auch international zu sehen. Denn auch im fortgeschritteneren Alter darf man ja noch träumen…