Diva

Unentschlossen – Fahre ich jetzt oder bleibe ich daheim?

nurmalso

Wenn ich so aus dem Fenster schaue, dann sieht der Himmel jetzt nicht gerade vertrauenerweckend aus. Zwar lugt ab und an mal die Sonne heraus, allerdings immer nur für ein paar Minuten. Der Wetterbericht sagt voraus, das es vereinzelte starke Regenfälle geben könnte und bei meinem Glück erwische ich alle vereinzelten Regenfälle.

Gestern Abend habe ich noch ein schnelles 100-Kilometer-Ründchen mit der Diva gedreht doch es war so drückend, das ich nach meiner Rückkehr aus den Klamotten schwimmen konnte. Alles rings um Köln sieht jetzt von der Wettervorhersage auch nicht entscheidend anders aus und so werde ich mich wohl hier daheim beschäftigen, hier gibt es auch noch einiges zu tun.

Und mich dann wahrscheinlich heute Abend ärgern das ich nicht gefahren bin, weil kein einziger Tropfen Regen zu sehen war. Vielleicht fühle ich mich aber auch in meiner Entscheidung bestätigt, weil es im Laufe des Tages Shayce und kleine Hunde regnet. Naja, wir werden sehen… Alternativ werde ich mich dann heute am Nachmittag vor die Glotze klemmen und mir den letzten Auftritt des Lieblingsclubs in der Bundesliga ansehen. Und mich danach auch wieder ärgern…

Am besten lege ich mich einfach wieder ins Bett.

Oh du schöner Westerwald…

sonne

Samstag, ein kurzer Abstecher in den Westerwald stand auf dem Programm. Zwar war das Wetter jetzt nicht direkt einladend, doch die Diva war seit Dienstag nicht bewegt worden und wer rastet, der rostet.

Los gefahren bin ich bei fast blauem Himmel, garniert mit ein paar helleren und ein paar dunkleren Wolken. Temperaturen zwischen 14 und 15°, da kann Mann schon einmal auf den Gedanken kommen das Mittagessen unter freiem Himmel zu genießen. Vor allen Dingen, wenn die kleine Fläche mit Außengastronomie noch recht einladend aussieht und man sich so noch um diese leidige Maske drücken kann.

Also hinein spaziert und die Speisekarte studiert. Nach 2 Minuten steht der maskierte Kellner am Tisch, ich bestelle eine Cola und Schweinegeschnetzeltes mit Pfifferlingen und Rösti. Dann das Smartphone gezückt und die Zeit überbrückt, bis das Essen serviert wird. Überraschenderweise steht das Futter aber keine 10 Minuten später vor mir und ich lasse es mir schmecken. Ich hatte vielleicht drei- oder viermal die Gabel im Mund, als es innerhalb von Sekunden plötzlich dunkel wie im Bärenarsch über mir wird. Und noch während ich mir Gedanken mache ob es besser wäre drinnen weiter zu essen, fängt es an zu schütten wie die Seuche.

Wenn Mann sich dann allerdings nicht entscheiden kann, ob er zuerst das Smartphone oder das Mittagessen sichert, dann kann es unter sehr ungünstigen Umständen vorkommen, dass einem die Regentropfen so ins Geschnetzelte prasseln, dass Mann innerhalb von knappen 30 Sekunden eine getarnte Gulaschsuppe vor sich hat, während Mann zumindest das Smartphone in der Hosentasche in Sicherheit bringt.

Allerdings ist es dann schon äußerst kulant, wenn man drinnen im trockenen eine neue Portion serviert bekommt. Umsonst… Und einen feuchten Lappen, um die gröbsten Spritzwasser-Geschnetzeltes-Flecken zu entfernen. Ich habe mich natürlich mit einem entsprechenden Trinkgeld revanchiert. Der Regenschauer dauerte übrigens nur knappe 5 Minuten, offensichtlich hatte sich nur eine Wolke über mir verflogen. Danach war wieder Sonnenschein und dem Herrn Gott sei Dank konnte ich die Flecken aufm T-Shirt unter der Jacke verstecken.

Endzeitstimmung in der Eifel

yamaha

Heute habe ich ja nochmal eine kleine Eifelrunde gedreht, kreuz und quer so Richtung Nideggen, Monschau, Prüm und zurück, knapp über 300 Kilometer. Kollege D. hat mich mit seinem amerikanischen Eisenhaufen begleitet und was wahrscheinlich nicht nur uns auffiel: Etwas fehlt bei den Mopedtouren. Gut, wir dürfen wenigstens im Gegensatz zu den Biker-Kollegen in Bayern noch fahren aber ab und zu kriecht einem doch so ein beklemmendes Gefühl unter der Lederhaut hoch, wenn man durch die fast menschenleeren Eifel-Orte fährt.

Wenn man weiß was normalerweise im belgischen Grenzgebiet an einem Sonntag bei akzeptablem Wetter los ist, da kommt dann wirklich so etwas wie Endzeitstimmung auf. Das man nirgendwo einkehren kann um mal ein Käffchen zu trinken, etwas zu essen oder einfach nur „Benzingespräche“ mit anderen führen kann, daran hat man sich ja mittlerweile gewöhnt. Verpflegung wird eben mitgenommen und im Moment koppele ich meine Tourenkoffer deswegen überhaupt nicht mehr ab.

Aber das einem auf einer Strecke von gut 10 Kilometern genau ein Auto entgegen kommt, das ist schon sehr seltsam. Naja, an den Ausflug-Hotspots ist nach wie vor Betrieb, viele Wanderer und Mountainbiker. Aber zu normalen Zeiten ist nicht nur auf den Eifelstraßen, auch in den vielen kleinen Örtchen der Bär los. An diese Leere muss man sich wirklich gewöhnen. Einzig die blauen Funken haben in Regimentsstärke Stellung bezogen und sich an vielen Stellen postiert. Heute haben wir insgesamt 7 mobile Blitzer gezählt, immer schon gewinkt beim vorbeifahren und natürlich entgegen kommende Fahrzeuge „benachrichtigt“… Wie sich das gehört… B-)

Wollen wir hoffen, das nicht nur die Gastronomen in der Eifel diese erzwungene Auszeit alle überstehen, damit wir irgendwann einmal wieder „normal“ dort verkehren können.