Diva

Urlaub in Porec (2)

Die ersten 5 Tage sind herum und die Zeit vergeht wie im Flug. Einige dieser teils wirklich wunderschönen Küstenstädtchen habe ich mir schon angesehen und auch die ein oder andere Landschaft in der näheren Umgebung. Da passierte es auch mehrmals, das die Diva mächtig ans hüpfen kam. Denn auf den Straßen hier könnte man wunderschön Kurven räubern, wenn man nicht immer auch im Hinterkopf behalten müsste, das entweder in oder nach einer Kurve ein Schlagloch lauert. Oder das die Baukolonne beim teeren hochgradig besoffen war, anders sind diese mistigen Wellen im Straßenbelag wohl nicht zu erklären. Und da kommt Freude auf, wenn die alte Diva auf einmal galoppiert wie ein junges Pony…

Was mir sehr gut gefällt ist die Tatsache, daß es hier – jahreszeitlich bedingt – touristisch nicht so überlaufen ist. Mal hier ein paar Schweizer, mal dort ein paar Italiener. Zu meinem abendlichen „Stammlokal“ muss ich nur knapp 150 Meter die Straße runter. Schönen Blick aufs Meer, Bierchen schmeckt, gequarzt werden darf auch und da das noch jüngere Personal im Moment nicht gerade in Arbeit ertrinkt, wurde gestern Abend um halb 10 zum Beispiel kurzerhand der Grill nochmal angefeuert. Dragan, dem Eigetümer, gelüstete es nach fleischigem und so saßen wir bis halb 1 noch dort in gemütlicher Runde und einem kroatisch-englisch-deutschen Sprachenmischmasch und haben gelabert, gefuttert und den ein oder anderen einheimischen Rachenputzer genossen. Hat mir sehr gefallen, dürfte in der Hauptsaison aber quasi unmöglich sein…

Aber genau das ist der Grund, weshalb ich so früh hier bin. Da haben die Leute auch mal Zeit für ein Schwätzchen. Die unmittelbare Nachbarschaft der Vermieterin zum Beispiel bewacht meine Diva wie ihren Augapfel und wenn ich nicht gerade wieder unterwegs bin, wird gleich nachgefragt ob alles im Lot ist. Alles sehr freundliche Leute, mit denen man zumeist sogar deutsch sprechen kann. Andreja, die Nachbarin von gegenüber, bringt mir morgens Brötchen vorbei und ist immer noch fassungslos, das ich die ganze Tour hier herunter nach Porec mit der Diva gefahren bin. Noch gestern früh erkundigte sie sich: „Popo gut, Hans?“

Die Temperaturen sind angenehm, mal ein paar Wolken am Himmel, abends benötigt man aber ein Jäckchen. Das Foto hier unten entstand heute früh um ca. halb 8. Braun werde ich hier sowieso nicht, denn tagsüber bin ich fast ausschließlich mit der Diva unterwegs und unter Helm und Lederjacke hat Sonne keine Chance. Aber ich bin noch nie in Urlaub gefahren damit ich nach 14 Tagen maximalpigmentiert bin, ich möchte hier etwas sehen. Und dafür ist jetzt im Mai der richtige Zeitpunkt, nirgendwo wegen Überfüllung geschlossen und möchte man mal ein Foto machen, hampeln einem keine 50 Leute vor der Nase herum. Sehr angenehm…

Porec am Morgen

Am Samstag geht’s ca. 100 Kilometer nach Rijeka, unter anderem auf die ehemalige Motorrad-GP-Strecke. Vormittags darf die Strecke 3 Stunden benutzt werden, nachmittags steht ein Oldtimerrennen an. Da freue ich mich schon drauf, mal etwas anderes als immer Nürburgring oder Spa/Franchorchamps. Den Grenzbereich werde ich der Diva aber nicht zumuten, schließlich möchte ich wieder nach Hause und nicht in irgendeinem kroatischen Brombeerbusch enden. Aber so ein bisschen schnell geht schon, sonst könnte ich ja auch gleich mit einem Autobus fahren … :whistle:

Am Montag ist dann nochmal Sitzfleisch gefragt, denn da gehts morgens um 5 Uhr nach Dubrovnik, Freunde besuchen steht aufm Plan. Auch wenn mich die Küstenstraßen reizen, ich werde die Autobahn nutzen. So zwischen 10 und 11 Uhr will ich da sein, knapp 600 Kilometer sind zu fahren. Mittwochmittag geht’s dann zurück nach Porec und nächsten Freitag schon wieder nach Hause. Allerdings nicht wie auf der Hinfahrt Nonstop, sondern nur 500 Kilometer nach Ruhpolding. Dort steht auch nochn Freundschaftsbesuch an. Geplant ist erstmal nur eine Übernachtung, wenns Wetter mitspielt vielleicht etwas länger. Ich hab ja noch Urlaub bis zum 2. Juni… B-)

Wo ich mich aktuell so herumtreibe, bekommen die meisten ja bei Facebook und Instagram mit. Herzlichen Dank auch für eure positiven Kommentare und Wünsche, auch wenn ich nicht alles einzeln beantworte, ich lese alles. So, das war es dann, jetzt hab ich wieder Urlaub!

Mit der Diva nach Kroatien

Kroatien

Heute ist erstmal der letzte Arbeitstag für die nächsten dreieinhalb Wochen. Denn das Wörtchen „Urlaub“ steht auf dem Terminkalender und morgen Abend gehts nach Kroatien, nach Porec um genau zu sein. Und es wird ein Männerurlaub werden, nix mit shoppen, stundenlang am Strand liegen oder sonstigen unnützen Tätigkeiten.

Ausgangspunkt wird diese kleine Behausung da oben links sein, die ich mir dafür angemietet habe, denn auf Hotel habe ich keinen Bock. Alles zum Überleben notwendige gibts in unmittelbarer fußläufiger Umgebung und sollte mich der Weg doch mal zum Strand führen, dann werde ich die knapp 200 Meter Fußweg sicher auch noch schaffen.

Die 1150 Kilometer werde ich morgen Abend mit der dicken Diva unter die Räder nehmen. Alles notwendige ist schon bereit gelegt und muss heute Abend nur noch gepackt werden. Da ich ja sowieso alle 300 Kilometer eine Tanke anfahren muss, wird die Zeit dann gleichzeitig für eine kleine Pause für Käffchen und Kippe genutzt. Ich habe mal ganz easy 12-13 Stunden Fahrzeit geplant, gehts schneller isses gut, gehts langsamer isses auch gut.

In Kroatien steht dann am übernächsten Wochenende ein zweitägiges Fahrertraining auf der ehemaligen GP-Strecke in Rijeka auf dem Programm. Außerdem ist noch der Besuch eines Oldtimerrennens geplant. In der zweiten Urlaubswoche gehts noch zu einem Besuch bei Freunden in Split und Dubrovnik. Und in der Zeit zwischen diesen Aktivitäten werde ich sicher nicht an Langeweile verenden…

Da ich ja nicht so der Sonnenanbeter bin, kann ich mit durchschnittlichen Temperaturen zwischen 22 und 25° in Porec gut leben, weshalb dieser Männerurlaub auch bewusst schon im Mai erfolgt. Auf dem Rückweg nach Hause werde ich noch in Ruhpolding Zwischenstation machen, um einen alten Freund zu besuchen. Geplant ist ein Tag, wenn das Wetter mitspielt bleibe ich vielleicht auch etwas länger, schaun mer mal.

Heute Abend wird die Diva dann nochmal vollgetankt und gepackt, morgen werde ich dann tagsüber noch etwas vorschlafen und morgen Abend so zwischen 19 und 20 Uhr gehts dann auf die Autobahn. Nachts werde ich hoffentlich meine Reisegeschwindigkeit zwischen 130 und 140 km/h – Baustellen mal ausgenommen – besser einhalten können wie tagsüber. Und ein paar LKW werden wahrscheinlich auch weniger auf der Bahn sein…

Zwischendurch gibts bestimmt ein paar Bildchen via Instagram und eventuell auch mal einen geschriebenen Blogpost. Laptop wird eingepackt aber mit Sicherheit nicht jeden Tag angefasst. Schließlich ist Urlaub angesagt, Männerurlaub um genau zu sein. B-)

Das Winterprojekt – Folierung Yamaha XJ900s

Motorrad

Man(n) muss ja etwas zu tun haben…

Nachdem ich noch am vergangenen Wochenende knappe 500 Kilometer mit der dicken Diva abgerissen habe, steht sie nun erstmal warm und trocken. Natürlich bleibt sie auch im Winter angemeldet, denn solange die Straßen trocken sind, ergibt sich sicher noch die ein oder andere Möglichkeit für eine Tour.

Doch jetzt im Winter steht erstmal ein kleines Projekt an, denn die Diva hat im Laufe der Jahre doch den ein oder anderen Kratzer abbekommen. Also habe ich mir gedacht, der Diva doch mal einen neuen Grundanstrich zu verpassen. Anstrich ist eigentlich der falsche Begriff, denn sie soll foliert werden. Und das auch nicht in der Werkstatt, denn selbst ist der Mann und der will auch im Winter beschäftigt werden.

Also habe ich mir erstmal bei YouTube diverse Tutorials angesehen, mich über die verschiedenen Folienarten informiert und mir vor allem ein paar Tricks und Kniffe bei einem befreundeten hauptberuflichen Folierer eingeholt. Und da ich ja nicht gerade zwei linke Hände habe, traue ich mir so eine General-Folierung schon zu. Zu folieren sind das Schutzblech vorne, die Verkleidung, Tank, Seitenteile und Heckbürzel.

Bestellt habe ich die Folie bei TipTopCarbon in der Farbe „Matte Dark Grey“ von 3M™, Kostenpunkt für vorerst 2 Quadratmeter knapp 70 Euro. Vor der Folierung sollte man sicherstellen, das gröbere tiefe Kratzer vorbehandelt sprich gespachtelt werden, denn jede kleinste Vertiefung sieht man nachher.

Ebenso sollten alle zu behandelnden Teile natürlich sauber und vor allem fettfrei sein. Hierzu habe ich mir eine Literflasche Surface Cleaner bestellt, der vom Folienhersteller empfohlen wird. Kostenpunkt 7 Euro. Gestern Abend habe ich mich dann mal an ein erstes Probestück gewagt, die obere Abdeckung des Heckbürzels. Die Fleißaufgabe dabei war, den Schriftzug „Yamaha“, der über dem Rücklicht angebracht ist, sauber heraus zu arbeiten.

Mit einem Fön oder in meinem Fall einer Heißluftpistole kann man die Folie immer wieder abziehen und in die entsprechende Richtung arbeiten. Für glatte Flächen empfiehlt sich dazu ein Rakel, bei kurvigen Gegenständen oder engen Ecken hilft nur Fingerfertigkeit. Es war schon teilweise ein mächtiges Gezerre und Geziehe und am Anfang dachte ich schon, das alles nicht mehr in Form zu bekommen. Doch immer schön warm machen, mit Gefühl glatt streichen und nach einer knappen Stunde war das Werk vollbracht.

Ich habe mal ein paar Bildchen gemacht, wie das ganze zwischen durch aussah und das fertige Endprodukt. Und ich denke, für einen ersten Versuch ist es sehr ansehnlich geworden. Als nächstes kommen dass die Seiten- und Heckteile dran, die dann etwas kurviger werden. Wenn die dann fertig sind, gibts wieder ein Beitragsupdate.