Duschkabine

Pflegeartikel – Frau mag es im Dutzend

pinselEs ist schon nicht einfach.

Dabei könnte das Leben so einfach sein, wenn es die anderen Menschen nicht gäbe. Denn nicht jeder kann sich den Luxus erlauben ein zweites Badezimmer in die Kemenate zu sprengen. So muss Mann zwangsläufig in den sauren Apfel beißen und sich den Raum zur Körperreinigung mit dem Weibchen teilen. Was an sich überhaupt nicht schlimm ist, wären da nicht diese Tonnen an Kosmetik- und Pflegeartikeln, die Frau scheinbar zum täglichen Überleben benötigt.

Wenn Mann zur Notwasserung schreitet, dann genügen im Regelfall zwei Töpfchen. Eines mit einem schaumigen Duschextrakt, vorzugsweise in der GeschmacksGeruchsrichtung Honig oder Vanille, und ein zweites um den Grauschleier aus den Haaren zu spülen. Wobei es auch Männer gibt, die für Haut und Haar nur ein Töpfchen benutzen, was vielleicht aber auch nur an beengten Platzverhältnissen innerhalb der Duschkabine liegt. Übersichtlicher ist es allemal…

Allerdings muss Mann auch das Glück oder einen ausgezeichneten Orientierungssinn besitzen, um seine bevorzugten Töpfchen erst einmal zu finden. Denn wenn das Weibchen seine Körperreinigungs-Exzesse startet, dann kommt Frau mit einem Töpfchen nicht mehr hin. Das extra in einer Ecke der Dusche befestigte mehrstufige Körbchen quillt über mit allem, was der Markt an Pflegeartikeln so hergibt. Shampoos in mindestens 5 verschiedenen Geruchsrichtungen, dazu noch colorierte und uncolorierte Spülungen von so ziemlich allen Herstellern des Weltmarkts. Und natürlich viele, sehr viele, bunte, kleine und große Plastikflaschen mit den entsprechenden Duschpflegemitteln in mindestens 14 verschiedenen GeschmacksGeruchsrichtungen. Schließlich muss der weibliche Körper nicht zwingend immer gleich riechen.

Nicht immer gelingt es Mann, in diesem Wust an Dusch-Utensilien seine bevorzugten Töpfchen ausfindig zu machen. Was insbesondere dadurch erschwert wird, dass das tragen einer Lesebrille unter weit verstreuenden Wasserstrahlen hinderlich, wenn nicht sogar unmöglich ist, jedenfalls wenn es um Sinn und Zweck der Augengläser geht. So ist Mann des öfteren auf seinen Tastsinn, Ähnlichkeit von Behältnissen oder auch auf seinen Geruchssinn angewiesen, um die richtigen Fläschchen heraus zu finden. Dabei kann es allerdings auch passieren, dass Mann sich aus Versehen mit einer Color-Spülung den Astralkörper reinigt und dabei noch Glück hat, nicht als dunkelhäutiger Mensch das Bad wieder zu verlassen.

Sollte Mann diese Fallen, die in meinen Augen bewusst gelegt wurden, trotzdem unverletzt überstehen, folgt allerdings gleich die nächste Prüfung. Die einfache Suche nach der bevorzugten Rasiercreme nebst dazugehörigem Pinsel und Naßrasierer gerät zum Dschungelabenteuer, wenn Mann den extra für Utensilien dieser Art im Bad aufgestellten Schrank öffnet. In diesen Schrank, etwa 2 Meter hoch und fast einen Meter breit, dazu etwa 30 cm tief, geht eine Menge hinein. Denkt Mann… Doch scheinbar schafft es Frau immer wieder, neue Pflegeartikel ausfindig zu machen und käuflich zu erwerben, die noch nicht in ihrer Sammlung enthalten sind.

Der Warenwert dieser Produkte geht locker in den dreivierstelligen Bereich und Mann möchte lieber gar nicht wissen, wozu Frau diesen Plunder eigentlich braucht, geschweige denn wirklich benötigt. Ihn interessiert eigentlich nur, wie er frei von Verletzungen und ohne allzu großen Aufwand an sein Rasierzeug gelangt, ohne einen versicherungstechnisch relevanten Schaden anzurichten. Denn auf unerklärliche Art und Weise steht/liegt das Benötigte immer hinten im Schrank, zumeist hinter den nicht billigen Parfüm-Flacons diverser namhafter Hersteller. Und nicht nur die Bruchgefahr ist dabei sehr hoch, auch die Gefahr von der dabei freigelegten Duftwolke eventuell ohnmächtig zu werden ist nicht von der Hand zu weisen.

Aber dank seiner nicht zu unterschätzenden Fingerfertigkeit schafft Mann es fast immer, im Kampf Parfüm gegen Rasierzeug erster Sieger zu bleiben. Und selbst beim Rasieren keine größeren Ecken aus den markanten Gesichtszügen zu schnitzen.

Wechselduschen soll gesund sein

nurmalsoIch habe es überlebt…

Diese Einhebelmischbatterien sind ja eigentlich als Wasserspender eine durchaus praktische Erfindung. Man braucht nicht mehr mit zwei Händen kaltes und heißes Wasser zu regulieren, sondern kann das ganz bequem mit dem Hebelchen erledigen. Schwierig wird es allerdings, wenn solche Dinger in relativ engen Duschkabinen und dann noch relativ tief – beispielsweise in Hotels – eingebaut sind.

Dann kann es nämlich beim duschen passieren, dass Mann plötzlich ohne Wasser da steht, weil Mann den Hebel mit mit dem Rücken oder dessen Verlängerung auf Aus gestellt hat. Im Extremfall kann Mann sich auch, wenn Mann) den Hebel unbeabsichtigt dreht, ganz gewaltig den Hintern verbrennen. Oder abkühlen, je nach Drehrichtung… Und genau deshalb habe ich Einhebelmischbatterien in Hotel-Duschen eigentlich weniger gern. Zumindest in den engen…

Heute morgen habe ich dann wenigstens 3 Wechselduschen genommen, nur weil ich meine Füße nicht ungewaschen lassen wollte. Soll ja gesund sein. Wechselduschen meine ich, nicht Füße waschen. Und wie schon erwähnt, ich habe beides überlebt.

Jeder Mann hat mindestens ein Ritual

reisszweckenMann hat eben gewisse Rituale…

Dazu gehört zum Beispiel das morgendliche Abspülen der körpereigenen Gerüche. Mann setzt sich nach dem Klingeln des Weckers also erstmal schlaftrunken auf die Bettkante, um sich danach eventueller Nachtkleidungsstücke zu entledigen. Diese wirft Mann im Regelfall auf einen Haufen, damit die bessere Hälfte sie zwecks Wiederverwendung auch besser findet. Wo dieser Haufen aufgetürmt wird ist allerdings vollkommen irrelevant.

Dann geht Mann splitterfasernackt ins nahegelegene Badezimmer. Falls einem auf diesem Weg zufällig unterwegs das schon aus dem gemeinsamen Bettchen entflohene entfleuchte Weibchen begegnen sollte empfiehlt es sich, aufreizend mit dem Becken zu rotieren und damit dem Weibchen zu signalisieren, dass Mann sich so gefällt wie er erschaffen wurde. Wir Kronen der Schöpfung sind ja auch etwas einmaliges und das darf man auch mal zeigen.

Von einer genauen Betrachtung der männlichen Silhouette im übergroßen Badezimmerspiegel rate ich dringendst ab! Es sei denn, man kann noch einen Hauch von Muskulatur bei eingezogenem Bauch erkennen. Erlaubt ist allerdings vor dem Einnässen des Astralkörpers ein herzhaftes Kratzen an den körpereigenen Genitalien. Wasserscheuen empfehle ich ein letztes Riechen unter den Armen und der uns eigene männliche Duft wird auch zaghafte Männer unters Wasser treiben.

Übrigens benötigen Männer keinen Waschlappen! Waschlappen sind etwas für Mädchen. Statt dessen empfiehlt es sich, während dem Einseifens mit einem handelsüblichen Duschgel oder auch ganz normaler Seife herzhaft zu furzen. Das schallt in der Duschkabine nicht nur besonders schön, sondern kann bei perfekter Ausführung auch hübsche Seifenblasen von der hinteren Körperregion nach oben werfen. Mann ist eben ein Spielkind…

Noch ein kleiner Tipp von mir: Mann sollte beim Gebrauch von Seife eventuell darauf Rücksicht nehmen, dass dieses Geruchsstückchen auch noch von anderen Familienmitgliedern benötigt werden könnte. Deshalb empfiehlt es sich, eventuelle Körperhaare nach dem Gebrauch mit dem Fingernagel zu entfernen. Noch dazu ergibt dies ein schönes Muster auf dem Seifenstück… Ganz Harte der Gattung Mann urinieren übrigens während des Einseifens in der Duschkabine. Ich rate hiervon allerdings dringend ab, da ich mir dabei grundsätzlich auf die Füße strullere da die Gefahr, sich die Füße zweimal waschen zu müssen, nicht von der Hand zu weisen ist.

Nachdem Mann sich dann den Seifenschaum vom Astralkörper gespült hat, steigt Mann aus der Dusche. Auch hier ein Tipp: Nicht auf die vor der Duschkabine liegende Matte treten! Denn wenn diese naß wird, schimpft die bessere Hälfte garantiert. Lieber auf den blanken Fliesen abtrocknen, die kann das Weibchen danach ja wieder trocken putzen.

Auch das Ausspülen der Duschwanne ist nicht zwingend notwendig, da der Mann im Haus immer als erster duscht. Saubermachen können die, die danach duschen. Auch das Löschen des Lichts kann ruhig einmal vergessen werden. Nie vergessen sollte man allerdings das herabdrehen des Heizungsthermostats im Winter. Schließlich wissen wir alle, das man Energie nicht verschwenden sollte.

Wenn man keinen entsprechenden Platz für das durchnässte Handtuch findet, kann man dieses auch ruhig aufs Bett werfen. Schließlich muss das Bett sowieso noch gemacht werden und das ist dann für das Weibchen ein Aufwasch. Allerdings sollte man als Mann schon darauf achten, dass man nach dem Duschen mindestens zweimal dreimal die Woche frische Unterwäsche, Socken etc. anzieht.

Schließlich haben Weibchen auch Rituale und dazu gehört unter anderem auch die Bedienung der Waschmaschine…