effzeh

1. FC Köln – Will man so die Klasse halten?

1.FC Köln

Eigentlich hatte ich mir – obwohl der VfB Stuttgart bisher eine wirklich gute Saison spielt – schon etwas ausgerechnet was das Punktekonto erhöht hätte. Gerade mit dem unerwarteten Derbysieg gegen Mönchengladbach im Rücken sollte doch da etwas drin sein. Aber Pustekuchen, der Lieblingsclub „glänzte“ mal wieder mit Sicherheitsfußball und man hatte den Eindruck, dass die Mannschaft nicht wirklich gewinnen oder eventuell nur nicht höher verlieren wollte.

Zwar wurden kaum Chancen des Gegners zugelassen und auch aus kämpferischer und läuferischer Sicht war die Leistung im großen und ganzen in Ordnung. Um so ärgerlicher, wenn man dann dank scheinbar nicht vorhandener Angriffskräfte keinerlei Anstalten macht, auch ein oder gar mehrere Tore zu erzielen. Die Mannschaft beginnt grundsätzlich erst selbst aktiv zu werden, wenn man bereits mit einem oder zwei Gegentoren in Rückstand ist. Das ist allerdings für die 1. Bundesliga zu wenig.

Der 1. FC Köln kann sich im Moment äußerst glücklich schätzen, das Mannschaften wie Mainz, Bielefeld und Berlin im Moment auch nicht immer ihren besten Fußball spielen, sonst wäre man wahrscheinlich schon genauso weit abgeschlagen wie Schalke 04. Nur darf und kann man sich eben nicht darauf verlassen, dass diese Mannschaften genauso regelmäßig verlieren wie man selbst. Bestes Beispiel Mainz 05, die am Samstag bei den Ponys aus Gladbach die Punkte entführten.

Sicherlich kann Trainer Gisdol mit dem vorhandenen Kader keine Wunderdinge vollbringen, nur gelegentliche Überraschungen sind drin und das ist eben zu wenig. Aber man muss sich auch die Frage stellen, ob die Truppe wirklich auch auf Sieg eingestellt ist oder ob man bestenfalls mit einem Unentschieden schon zufrieden ist. Ich bin weit davon entfernt hier nach Trainerwechsel zu schreien, denn auch ein neuer Trainer wird mit diesem Kader arbeiten müssen, der aus meiner Sicht zu mindestens einem Drittel nicht bundesligatauglich ist.

Wenn man sehr optimistisch ist, dann darf man eventuell sogar hoffen dass der #effzeh am kommenden Wochenende in München punktet. Denn die scheinen nach einem glücklichen Unentschieden gegen Bielefeld und einer Niederlage gegen Frankfurt auch nicht gerade in Bestform. Sieht man es eher pessimistisch, dann könnte es allerdings gegen gefrustete Bayern auch ein Schlachtfest geben. Die Spieler sind gefragt und gefordert, sich dagegen zu wehren und vielleicht eine erneute Überraschung zu schaffen.

Vielleicht schafft es Gisdol ja, seinen Mannen mal etwas Mut zu einzuimpfen und auch gegen Bayern endlich mal offensiv spielen zu lassen. Denn als Fan gehe ich lieber mutig unter, bevor ich mir diesen Angsthasen-Fußball weiter ansehen muss. Dazu muss die Mannschaft allerdings auch mal 90 Minuten konzentriert bleiben und eigene Fehler auf ein Minimum reduzieren. Wunder gibts zwar nicht immer wieder, aber vielleicht manchmal… :whistle:

Derbysieger

Vielleicht habe ich nur das Gefühl, dass der Lieblingsclub seit ziemlich genau einem Jahr ziemlich grottig spielt. Da verlor man nämlich das Derby gegen Borussia Mönchengladbach im ersten Geisterspiel der Corona-Zeit. Deshalb tut es natürlich besonders gut, wenn man gegen den ewigen Rivalen vom Niederrhein mal wieder gewinnen und wichtige Punkte im Abstiegskampf einfahren kann.

Zugegeben, es war jetzt nicht gerade ein spielerischer Hochgenuss im gestrigen Derby, aber die Herren Berufsfußballspieler haben zumindest mal wieder ihre begrenzten Möglichkeiten ausgeschöpft und gezeigt, dass man mit Leistungsbereitschaft auch ein Spiel gewinnen kann, das viele Fans schon vorher als verloren abgeschrieben haben.

Aber wie immer beim #effzeh gibt es nicht nur Gutes zu vermelden. Da ist noch dieses Video im Umlauf, als die Mannschaft per Bus bei der Abfahrt an den Niederrhein durch ein Pyro-Spalier der Ultras fuhr und unter anderem der Satz „Was für Spacken.“ fiel. Meine persönliche Meinung dazu: Ich bin kein Freund von Pyrotechnik aber wer die eigenen Fans als Spacken bezeichnet, sollte tunlichst schnell aus dem Kader entfernt werden!

Auf die – wahrscheinlich von der Vereinsführung gedrängte – schriftliche Entschuldigung des Spielers gebe ich nichts. Weg mit Herrn Drexler, vielleicht sollte er ab und zu mal seinen Verstand einschalten, bevor er solche Äußerungen macht. Doch gerade nach so einem wichtigen und unerwarteten Derbysieg haben die Fans schon die passende Antwort…

Willkommen im Abstiegskampf – #effzeh

effzeh

So wirklich Spaß vermittelt der Lieblingsclub ja schon länger nicht mehr.

Ich kann mich schon gar nicht mehr erinnern, wann man zuletzt gewonnen hat. Scheinbar hat man seit Beginn der Corona-Krise und damit verbundenen Geisterspielen keinen Bock mehr aufs gewinnen. Seit nunmehr 7 Monaten hat die Mannschaft keinen Dreier mehr verbucht. Vor jedem Spieltag propagiert Trainer Gisdol zwar gebetsmühlenartig das die Mannschaft motiviert sei, doch in den Spielen ist von Motivation wenig bis überhaupt nichts zu erkennen.

Und es ist auch nicht absehbar, das in nächster Zeit nochmal Punkte eingefahren werden können. Denn nach der Länderspielpause empfängt man Eintracht Frankfurt, muss dann zu einem durchaus starken Aufsteiger nach Stuttgart und in der Woche darauf muss man beten, gegen Bayern München nicht zweistellig zu verlieren. Heißt auf deutsch: Willkommen im Abstiegskampf.

Im Moment ist auch nicht ersichtlich, das die Mannschaft sich verbessert und man als Fan das Gefühl entwickeln könnte, einmal positiv dem nächsten Spieltag entgegen zu sehen. Stattdessen ist Woche für Woche Kopfschütteln und ärgern angesagt. Mit dieser Einstellung hat die Mannschaft nichts in der 1. Bundesliga zu suchen, da ist man in Liga 2 wohl besser aufgehoben. Und kann dort vielleicht sogar mal wieder gewinnen…

Angefangen mit Torhüter Timo Horn, der in allen bisherigen Saisonspielen nicht immer sicher aussah, einer Abwehr die sich immer wieder übertölpeln lässt bis zu einer Sturmreihe, die den Namen im Moment nicht verdient hat, ist die Mannschaft so nicht bundesligatauglich. Von vielen Fans wird schon ein Trainerwechsel gefordert, wobei das Beispiel Schalke 04 aktuell zeigt, das du aus einem alten Gaul nicht mal eben ein Rennpferd zaubern kannst. Und der Trainer muss eben mit dem vorhandenen Spielermaterial arbeiten und kann sich keine Wunschspieler aus den Rippen schneiden.

Denn die Truppe ist zumindest im Moment so schlecht, das selbst ein halbwegs mittelmäßiger Bundesligaspieler es vermeiden wird, beim 1. FC Köln anzuheuern. „Dank“ Covid 19 kann die Mannschaft wenigstens froh sein, nicht von den eigenen Fans ausgepfiffen zu werden. Warten wir ab, ob sich in nächster Zeit etwas zum positiven verändern wird. Die Hoffnung stirbt zuletzt…