Eifel

Einfach mal wieder ab in die Eifel – Tagestour mit der Goldwing

Eigentlich sah das Wetter gestern früh nicht so prickelnd aus. Ziemlich bewölkt, aber es war trocken. Deswegen hab ich mir um 10 Uhr die Schrankwand geschnappt und bin einfach mal losgefahren. Das ganze Wochenende in der Bude hocken ist ja nicht so mein Ding, zumindest wenn nichts zu tun ist.

Dem Herrn Gott sei Dank haben wir ja hier rund um Köln einige schöne Landstriche, wo man auch kurzfristig ohne große Planung hinfahren kann. Mich zog es dann gestern wieder mal in die Eifel und obwohl ich über die Jahre nun schon die meisten Ecken dort kenne, fahre ich dort immer wieder gerne hin.

Eifelkarte

Es ist ja hinlänglich bekannt, dass das Wetter in der Eifel so seine Eigenheiten hat. Letzte Woche zum Beispiel gabs dort noch Schnee und wenn anderswo die Sonne scheint, muss die in der Eifel nicht zwangsläufig auch scheinen. Doch gestern hatte ich Glück, nur ein paar Wölkchen am Himmel und ansonsten Dauer-Sonnenschein. Da macht das fahren natürlich viel mehr Spaß…

In heutigen Zeiten muss/soll man sich ja nach Möglichkeit aus dem Weg gehen, dafür gibts in der Eifel reichlich Möglichkeiten. Mal ein einem ruhigen Örtchen ne Kippe rauchen oder einen Kaffee trinken, selbst an den geöffneten Verkaufsbuden für die Kaffee-Verpflegung ging es überall vorschriftsmäßig zu. Klar kommt man mal mit anderen Bikern ins fachsimpeln aber auch das geht prima mit Abstand.

Goldwing

Auch die Radfahrer, Wanderer und Stöckchengeher haben in der Eifel reichlich Platz um sich aus dem Weg zu gehen und haben das auch gestern reichlich genutzt. Und ab und zu braucht man das ja auch mal, einfach mal raus und die Rübe freipusten, dafür ist das Terrain in der Eifel wie geschaffen. Schöner isses natürlich wenn man in den zahlreichen Dörfchen auch mal irgendwo einkehren kann aber auch das kommt sicher bald wieder.

Mal schauen wie das Wetter am kommenden Wochenende wird, ich hätte zumindest wieder etwas vor…

#Divatours durch die Eifel, durchs Bergische Land, Rhein-Sieg-Kreis und am Rhein entlang

An den letzten beiden Wochenenden war zwar das Wetter deutlich wärmer, allerdings musste ich da unvorhergesehen arbeiten. Deshalb musste ich da die Kollegen von den Schmitzebud Outlaws mit einem Tränchen im Auge alleine fahren lassen. Zudem hatte ich der Diva unter der Woche noch ein neues Kugellager in der Hinterradschwinge spendieren müssen. Und am Samstag musste dann einfach getestet werden, ob die alte Dame wieder voll einsatzbereit ist.

Eins vorweg: Ist sie! Es war zwar morgens um halb neun noch etwas frisch mit gerade mal einem Grad Celsius, aber schließlich gibts ja dafür richtige Kleidung. Die Sonne schien, das war doch Wetter genug. Also hab ich mich mit der Diva in bekanntes Terrain Richtung Eifel gemacht. Auf den Straßen war erfreulich wenig los, da konnte man also auch mal unbedenklich am Gashahn drehen. Und so hab ich die dicke Diva mal nach Herzenslust über die Eifelstraßen gejagt.

yamaha

Genau das war auch der Grund, warum ich den Mopedkollegen nicht Bescheid gegeben habe, denn alleine braucht man natürlich kein vorgegebenes Tempo zu beachten, sondern kann fahren wie man es möchte. Das ist nicht böse gemeint, einfach nur Tatsache. Und am Samstag hatte ich so richtig Bock, die Diva fliegen zu lassen. Kaum Verkehr, weit und breit kein Sheriff zu sehen, einfach göttlich. Die Tour führte über diverse Eifelstädtchen wie Nideggen und Simmerath, dann den Rursee weiträumig und kurvenreich umfahren, anschließen bis kurz vor Aachen und über Düren, Euskirchen und Bonn wieder in Richtung Heimat.

Nach knapp 7 Stunden, ein paar Zigaretten und einer Thermoskanne Kaffee waren dann gut 240 Kilometer mehr aufm Tacho. Und da es so einen Spaß gemacht hat, hab ich gestern gleich noch eine Tour nachgeschoben. Diesmal ging es für knappe 280 Kilometer durchs Bergische Land, Westerwald, den Rhein-Sieg-Kreis durchs Wiedtal nach Linz am Rhein, weiter über Neuwied zum Nürburgring und dann durchs Ahrtal über Bonn zurück nach Köln. In etwas ruhigerer Gangart, aber mit genauso viel Lust am Fahren, ähnlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein.

Die ersten Touren im Jahr sind also absolviert, ein paar ausgiebigere werden aber 2021 sicher noch folgen. Es hat wieder mächtig viel Spaß gemacht und auf dem Moped kann ich einfach am besten entspannen und abschalten. Und die dicke Diva läuft wieder wie eh und je und ich kann manchmal nicht glauben, das sie schon so eine ansehnliche Zahl an Kilometern auf der Uhr hat. Da darf sich nach weit über 300.000 Kilometern auch mal ein Kugellager verabschieden. Ein bisschen Verlust ist schließlich immer…

Noch eine Tour durch Westerwald und Eifel

yamaha

Gestern habe ich das schöne Wetter ausgenutzt um der Diva nochmal die Gegend zu zeigen.

Vorsichtshalber hatte ich mir in Hose und Jacke das Winterfutter mal eingeknüpft, denn erfahrungsgemäß ist es in der Eifel immer etwas frischer um diese Jahreszeit. Erfreulicherweise gabs wenig Laub auf den Straßen und noch erfreulicherweise waren die Bubis mit ihren Radaumöhren wohl alle noch im Bett oder haben ihre Böcke schon abgemeldet. Also waren Westerwald und Eifel mit Ausnahme rund um den Nürburgring (Formel 1-Rennen) quasi frei. Beste Voraussetzungen also, um das Restprofil des Hinterreifens auf den Straßen zu verteilen.

Wobei meine Bridgestone-Gummis im Gegensatz zu den früher gefahrenen Dunlop-Pneus wirklich viel länger halten. Der Vorderreifen hat jetzt seit April knapp 15000 Kilometer gefressen, hat aber noch 3 Millimeter. Den Hinterreifen hatte ich im Mai neu aufgezogen, der ist jetzt nach 12000 Kilometer aber fertig. Die früheren Dunlops waren vorne nach 11000 und hinten schon nach 8000 km durch. Wobei sich die Gummis im Preis nicht sehr unterschieden. Naja, die neuen Reifen stehen schon fertig aufgezogen auf den Reservefelgen in der Garage und kommen dann demnächst zum Einsatz.

Die Diva hat jetzt knapp 335000 Kilometer auf der Uhr und sich die nächste Inspektion redlich verdient. Sie läuft nach wie vor wie eine 1 und ist in Punkto Zuverlässigkeit wirklich nicht zu übertreffen. Im Winter wird sie mit Sicherheit auch noch das ein oder andere Mal bewegt, zumindest wenn kein Schnee liegt. In den wärmeren Monaten darf sie dann auch mal ausruhen, denn die neue Schrankwand Goldwing will ja auch mal ausgeführt werden. Wobei der Fahrstil mit dem Dickschiff dann allerdings etwas gemächlicher ist, denn 400 Kilo Eisen müssen auch erstmal um die Ecken gewuchtet werden.

Die gestrige Tour von knapp über 300 Kilometern wird wohl für dieses Jahr die letzte oder eine der letzten längeren Touren gewesen sein. Außer die Klimaerwärmung schreitet schneller als gedacht voran…