Einkaufswagen

Einkaufen vor Feiertagen

reisszwecken

Vor den Wochenenden und meist auch einige Tage vor Feiertagen wie beispielsweise Ostern, Pfingsten oder Weihnachten herrscht bei den Discountern der Republik wieder der erbitterter Kampf um die offensichtlich letzten Lebensmittel. Der erbitterte Kampf um das frischeste Brot, die größte Salatgurke und alle sonstigen Lebensmittel hat wieder einmal begonnen.

Ganze Sippen strömen in die Einkaufstempel und kämpfen um die begehrtesten Waren, um anschließend sichtbar überfüllte Einkaufswagen, für die man beinahe schon einen LKW-Führerschein braucht, wieder in Richtung Kasse zu bugsieren und das möglichst ohne sich anzustellen. Und obwohl das zulässige Gesamtgewicht des Einkaufswagens oft schon zigfach überschritten wurde, findet sich auf dem Weg zur Kasse immer noch etwas, was noch oben drauf passt.

Wenn man eigentlich nur noch schnell ein paar Eier erwerben wollte und dann an der Kasse drei solcher Gefährte vor sich hat, dann ist es nicht ausgeschlossen dass man erst zur Kassiererin vorkommt, wenn das Haltbarkeitsdatum der Eier abgelaufen ist. Da ist nicht nur Geduld gefragt, auch das mitführen einer Thermoskanne Kaffee ist in diesem Fall empfehlenswert. Kaffee beruhigt die Nerven und dämpft die aufkommenden Aggressionen…

Und wenn man sich dann den Inhalt der Einkaufswagen mal näher anschaut, dann muss man sich wirklich fragen wie viele Menschen scheinbar der Überzeugung sind, dass nach dem Wochenende oder den Feiertagen die Erde von einem Astroiden verwüstet wird. Also noch schnell den Bauch vollstopfen, denn jede Mahlzeit könnte ja die letzte sein.

Bio-Futter und Süßigkeiten

Lange nix mehr geschrieben hier, immer nur diese Fotos…

Aber es kommen auch wieder bessere Zeiten. Im Moment halte ich mich ja wieder gaaaaaanz im Süden der Republik auf und da fehlt nicht nur die Zeit zum schreiben, sondern auch die Lust. Aber diese kleine Geschichte wollte ich euch nicht vorenthalten…

Immer mehr Menschen bevorzugen ja Bio-Lebensmittel. Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden wobei… mein Ding isses nicht. Wenn ich Wurst essen möchte, dann möchte ich auch richtige Wurst, nix nachgemachtes. Wer weiß denn heute schon, ob wirklich alle Nutztiere artgerecht gehalten werden? Erzählen kann man uns viel aber stimmt das auch alles? Wissen selbst die Bio-„Fetischisten“, ob ihr Fleisch einen „einwandfreien Lebenslauf“ hatte? Ich denke nicht…

Zu Obst und Gemüse mit dem Bio-Attribut habe ich auch ein eher gespaltenes Verhältnis. Denn was nützt mir ein biologisch einwandfreier Anbau, wenn auf dem Nachbarfeld noch gedüngt wird auf Teufel komm raus. Aber das ist nur meine persönliche Meinung, ihr werdet euch sicher längst eure eigene Meinung dazu gebildet haben. Ich will dieses „Bio“ auch überhaupt nicht schlecht machen, jedem Tierchen sein Plaisierchen.

Gestern habe ich unterwegs an einem REWE-Markt gestoppt, um mich kurzfristig mit Flüssignahrung für unterwegs einzudecken. An der Kasse vor mir stand eine Dämlichkeit Frau so um die 30, vorne im Einkaufswagen eine große Stofftasche mit der gut lesbaren Aufschrift eines Bio-Marktes, aus der noch allerlei Grünfutter heraus ragte. Ich gehe mal davon aus, das der Rest in der Tasche ebenfalls aus besagtem Bio-Markt stammte.

Und hinter der schon erwähnten Tasche türmte sich im Einkaufswagen nur Chemie auf. Süßigkeiten, lauter Süßigkeiten. Das Laufband war auf etwa 1,5 Meter Länge sehr gut gefüllt, als sie den ganzen Süßkram darauf gepackt hatte. Mit schnellem Blick registrierte ich, das da wirklich kein anderer Artikel lag außer Süßigkeiten.

63 Euro und 30 Centurien!! musste sie für den ganzen Kram löhnen und in meinem Kopf begannen sich Fragen anzusammeln. Warum geht man in einem Bio-Markt einkaufen, wenn man sich dann bei REWE noch chemische Süßigkeiten bunkern muss? War das ganze Zeug eventuell gar nicht für sie? Hatte sie möglicherweise 5 oder mehr Kinder zu Hause, die sie damit durchfüttern möchte/muss?

Oder eventuell nur ein Kind, das dann allerdings extrem verfressen sein musste? Oder war sie vielleicht von Beruf Erzieherin und hat die Wochenration für ihren Kindergarten eingekauft? Ich habe sie nicht gefragt, allerdings hätte ich doch gerne gewusst, wie die etwas ungewöhnliche Kombination aus Bio und Chemie sich denn erklärt.

Oder hat vielleicht jemand von euch darauf eine Antwort?

Laaaaaaangsam

einkaufswagen

Einkaufen ist ja nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung.

Aber gestern nachmittag ließ es sich leider nicht vermeiden und so machte ich mich mal auf den Weg zum nahe gelegenen Discounter. Eigentlich war es nicht viel was ich noch besorgen musste. Genau genommen waren es eigentlich nur sechs Teile, welche ich auch in nullkommanix in der Einkaufskarre gebunkert hatte. Also schnell Richtung Kasse und nichts wie raus aus dem Lebensmitteltempel.

Doch aus dem „schnell“ wurde dann leider nichts, denn erstens war nur eine Kasse geöffnet und zweitens hatte vor mir ein Pärchen wohl gerade für den zu erwartenden dritten Weltkrieg eingekauft. Denn die beiden hatten sage und schreibe drei!! Einkaufswagen bis unter die Hutschnur vollgepackt und unglücklicherweise vor mir eingecheckt.

Zuerst räumte das Männchen den Inhalt des ersten Wagens auf das Laufband, um sich dann am Ende wieder zu postieren und die Waren, nachdem sie über den Scanner gezogen worden waren, wieder im Einkaufswagen zu deponieren. Während dessen fing das Weibchen an, den Inhalt des zweiten Wagens ebenfalls auf das Laufband zu räumen. Wie sie das allerdings machte, dass erschien mir dann doch reichlich umständlich.

Denn während sie mit der linken Hand ihre handtasche umklammerte, hielt sie in der rechten einen Schlüsselbund fest. Und fingerte mit dieser Hand Teil für Teil für Teil heraus und das in einem wahren Schneckentempo und in aller Seelenruhe. Nachdem sie für den halben Wagen schon etwa fünf Minuten benötigt hatte und zwischen jedem Teil auf dem bewegenden Laufband eine recht beachtliche Lücke klaffte, forderte sie die Kassiererin auf, doch die Tasche und den Schlüsselbund aus den Händen zu legen, damit es schneller gehen konnte.

Doch das Weibchen beachtete diese Aufforderung überhaupt nicht und auch das Männchen vorne am „Empfang“, der sich zwischenzeitlich noch einen weiteren Einkaufswagen besorgt hatte, um den ganzen Krempel wieder einräumen zu können machte keine Anstalten, ihr vielleicht mal Beine zu machen zu helfen. Und sie räumte ohne eine Regung weiter und weiter und weiter und weiter… Wahrscheinlich hatte sie einfach nur Angst, durch zu schnelle Bewegungen ihre künstlichen Fingernägel abzubrechen, schneller wurde sie jedenfalls nicht.

Nachdem sie dann knappe 10 Minuten!! gebraucht hatte um den Wagen leer zu räumen und die Schlange hinter mir auch schon angewachsen war, habe ich dann die Initiative ergriffen. Ich hab mir den dritten Wagen geschnappt und in geschätzten 60 Sekunden den Inhalt des Wagens aufs Laufband geschaufelt. Sie stand neben mir und nestelte an ihrer Handtasche herum und auch den Schlüsselbund hielt sie noch immer fest umklammert. Dann hauchte sie ein kaum hörbares „Danke“ in meine Richtung, um dann ein paar Schritte weiter zur Kassiererin zu stelzen.

Die Rechnung der beiden betrug 326 Euro und ein paar Cent!! und ich hoffte inständig, dass sie während sie ihre Scheckkarte zückte und in den Schlitz des Lesegerätes steckte, ihre Geheimzahl nicht vergessen hatte. Das Männlein schob Einkaufswagen Nummer eins vor sich und zog Einkaufswagen Nummer zwei hinter sich her und machte sich schon mal vom Acker. Während das Weibchen den etwa eineinhalb Meter langen Kassenbon zusammenfaltete, zog die Kassiererin meine sechs Teile über den Scanner, ich packte alles in den Wagen und bezahlte.

Dann hab ich das immer noch den Kassenbon faltende Weibchen vorsichtshalber noch gewarnt, dass sie beim einräumen ins Auto besser Handtasche und Schlüsselbund aus den Händen legen sollte. Denn sonst könnte es passieren, dass sie noch vom Wintereinbruch überrascht würde…