EU

Sowjetunion 2.0

nurmalso

Wenn man sich die gestrige Fernsehansprache des russischen Präsidenten Putin angesehen hat wird man den Eindruck leider nicht los, dass in allernächster Zukunft wieder ein militärischer Konflikt auf dem europäischen Kontinent droht. Denn der Herr Putin hat sich scheinbar in den Kopf gesetzt, quasi eine Sowjetunion 2.0 zu erschaffen und zu der gehört in seinen Augen die Ukraine dazu.

Natürlich wurden bei dieser Ansprache einige Fakten und Tatsachen und ich unterstelle – bewusst – falsch dargestellt und sogar verdreht. Denn auch als Außenstehender kann ich mir zum Beispiel nicht vorstellen, dass die Ukraine einen Atomangriff auf Russland plant oder geplant hat. Aber jede Wette dass die meisten Russen ihm das glauben, Propaganda gehört eben dazu.

Und ich bin gespannt, wie EU und Nato auf diese Fast-Kriegserklärung reagieren. Putin hat in meinen Augen gestern klar gemacht, dass er auf Verhandlungen keinen Wert mehr legt und der Ukraine quasi ihre Daseinsberechtigung aberkannt. Auch eventuelle Sanktionen seitens des Westens schrecken ihn nicht. Und sollte er Erfolg haben mit seiner Taktik, dann ist es nur eine Frage der Zeit wann er die Hände nach weiteren ehemaligen Ostblockstaaten ausstreckt.

Eine höchst beunruhigende Situation im Osten und ich bin auf die Entwicklung in den nächsten Tagen und Wochen wirklich sehr gespannt.

Warnhinweise für jeden Zweck

nurmalso

In Zukunft brauche ich mir meinen Hintern nicht mehr selber abwischen, denn das übernimmt sicher Europa für mich. Denn auf dem Bevormundungs-Trip, auf dem sich unsere Damen bei der Europäischen Union befinden, könnte ich mich dabei ja auch verletzen.

Ok, das ist vielleicht etwas übertrieben, aber erst werden Tabakwaren mit Warnhinweisen verziert und schon länger ist in Planung, auch alkoholische Getränke mit entsprechenden Hinweisen zu versehen.. Wie soll man denn da noch sorgenfrei saufen!? Wo soll das denn wieder hinführen? Denn passieren kann quasi überall etwas und wenn ich mich nur im Büro am Papier schneide und dabei die Halsschlagader erwische… elendig verbluten könnte ich…

Welche Stilblüten diese Warnhysterie treibt, habe ich vor ein paar Monaten schon berichtet. Wobei ich denke das selbst der größte Dorftrottel wissen sollte, dass man Batterien nicht verschlucken sollte. Zukünftig müsste man dann auch jeder Frau auf die Stirn schreiben: „Achtung, eine Heirat mit dieser Frau könnte sie ihr Haus und ihr Vermögen kosten.“ Auch jedes Wildtier wäre per Warnschild mit der Aufschrift „Wenn sie diesen Text lesen können, sollten sie bremsen/gebremst haben.“

Empfängnisverhütung, ganz wichtiges Thema. Bei Kondomen etwa: „Achtung, dieses Kondom verhindert das Spermatozoen in die Frau eindringen können, was wiederum dazu führt, dass die Eizelle nicht befruchtet und somit eine Schwangerschaft verhindert wird! Aber ohne Kinder ist ihre Rente in Gefahr!“

Aber gerade diese Gefahren machen das Leben doch lebenswert! Wobei rauchen und saufen mit Sicherheit keine kleine Gefahr darstellen. Aber wir Menschen sind ja nicht blöd, wir wissen ja auch dass es nicht intelligent ist, mit einem angeschlossenen Toaster in die Badewanne zu gehen, während dem tanken zu rauchen, sich im Trikot seiner Lieblingsmannschaft in die gegnerische Fankurve zu stellen oder seine Traumfrau anzusprechen, wenn man mit der eigenen Freundin oder Frau unterwegs ist…

Dabei stellt sich auch die Frage, warum auf sämtlichen Kinderspielzeug „Nicht geeignet für kinder unter X Jahren“ steht, während andererseits auf Handgranaten oder Atombomben gar nichts steht. Außer dem Haltbarkeitsdatum vielleicht… Sind diese Waffen denn nicht gesundheitsgefährdend und dementsprechend als Spielzeug für unsere Kleinen geeignet?

Die EU sollte das ganze mit Maß betrachten. Ich meine, was wäre gewesen, wenn Bill Gates damals einen Monitor mit der Aufschrift „Langes arbeiten vor dem Computer kann ihre Augen schädigen, ihre Beziehung zerstören und sorgt für Vereinsamung“ auf den Markt gebracht hätte? Dann hätten wir heute keine Windoofssoberfläche und müssten uns noch mit MS-DOS herum quälen!

Wieso schreibt man eigentlich nicht gleich auf einen Strick „Das Erhängen mit diesem Strick könnte ihr Leben beenden?“ Das hätte der Selbstmörder sicher nicht gewusst! Irgendwann müsste man dann allerdings auf den Warnschildern einen Zusatz drucken: „Vorsicht, das beachten dieser Warnung weckt nur Ängste, nimmt ihnen die Lebensfreude und treibt sie in den Wahnsinn!“

Bald kommen auf den Zigarettenschachteln statt der Warntexte kleine Bildchen von zerstörten Organen bzw. Gliedmaßen. Da fehlt dann nur noch ein Panini-Album für die Sammelbildchen und die jugendlichen Raucher haben auch wieder Ziele im Leben. Wenn wir Menschen ein so „gefährliches“ Leben nicht leben wollten dürften wir nie erwachsen werden, behalten den Strampelanzug von der Geburt an an, liegen den ganzen Tag im Gitterbett, kacken in die Windel und lassen uns von Papa Staat beschützen.

Und in naher Zukunft werden sicher wieder junge, bemitleidenswerte deutsche Soldaten in irgendein Kriegsgebiet beordert. Natürlich ohne den entsprechenden „Vorsicht, du könntest bald auf eine Mine treten“-Aufkleber oder zumindest einen Warnhinweis im Stahlhelm: „Vorsicht, irgendein fanatischer Idiot könnte dich über den Haufen schießen!“

Warum rege ich mich über so einen Mist bloß immer so auf?

Schwere Zeiten für Frau Merkel

nurmalso

Angela Merkel, unsere hochverehrte Bundeskanzlerette, oft auch liebevoll „das Merkel“ oder „Honeckers späte Rache“ genannt, ist ja nun schon seit einiger Zeit im Amt. Und gerade im Moment dürfte sich wohl eher einen Job in der Bundeswehr-Kantine wünschen, denn der Gegenwind bläst ihr doch zunehmend deutlicher ins Gesicht.

Wenn ich sie so durch die Nachrichtensendungen verfolge stellt sich bei mir immer das Gefühl ein, dass die Last der ganzen Welt an ihren Mundwinkeln hängt. Und die hängen gerade in der letzten Monaten immer tiefer, denn nicht nur die Welt hört nicht mehr auf die einstmalige „Chefin“, auch in der eigenen Partei regt sich immer wieder Unmut zu ihrem Kurs in Sachen Flüchtlingspolitik.

Doch in dieser Sache scheint man sich jetzt immerhin „geeinigt“ zu haben, wenn auch mit Bauchschmerzen. Denn bei dieser „Einigung“ der EU-Staaten mit der Türkei musste die EU unter Federführung der Merkelin doch – wie zu erwarten – ein paar Kröten schlucken. Doch was tut man nicht alles für ein Herzensprojekt der Kanzlerin…

Der Kernpunkt dieses Abkommens ist, dass in Griechenland ankommende Flüchtlinge bereits vom kommenden Sonntag an in die Türkei zurückgeschickt werden können. Im Gegenzug erklärt sich die EU unter anderem dazu bereit, syrische Flüchtlinge auf legalem Weg aus der Türkei einreisen zu lassen. Dadurch erhofft man sich erstens dass die Schlepperbanden quasi ihre Kundschaft verlieren, da jetzt eine gefahrlosere Einreise möglich ist.

Allerdings dürfte diese Einreise über die Türkei auch unter keinem günstigen Stern stehen, denn diese Menschen sollen dann unter den Mitgliedsstaaten aufgeteilt werden. Und gerade die osteuropäischen EU-Länder werden diese Abmachung auch weiterhin ignorieren und ich wage sogar zu behaupten, dass es gerade diesen Staaten schnurzpiepegal ist, wo die Flüchtlinge untergebracht werden. Hauptsache nicht bei ihnen…

Ebenso sagte die EU der Türkei bis zu sechs Milliarden Euro an Hilfsgeldern zu, um die bis zu 2,7 Millionen syrischen Flüchtlinge dort zu versorgen. Dieses Geld dürfte auch bitter nötig sein denn bei allem Gestöhne bei uns in Deutschland was Flüchtlinge betrifft, werden diese Menschen bei uns mit Sicherheit besser versorgt als in der Türkei, die allerdings auch den größten Menschenansturm zu verkraften hat.

Ich bin immer noch im Zweifel, ob man diesem Herrn Erdogan trauen und ob man wirklich mit ihm zusammen arbeiten sollte. Sicherlich scheint dies im Moment die einzig wirkliche Chance zu sein die man seitens der EU hat. Allerdings wird die Türkei auch ebenso mit Sicherheit darauf drängen, angesichts des momentanen Entgegenkommens doch Mitglied der EU zu werden.

Doch ob ich so ein Land, in dem beispielsweise Journalisten verhaftet wurden weil sie kritische Beiträge über die türkische Regierung veröffentlichten und denen nun sogar hohe Gefängnisstrafen drohen, wirklich in der EU haben möchte weiß ich wirklich nicht. Zumindest nicht solange der Herr Erdogan in der Türkei das sagen hat. Nun ja, die Merkelin wird erstmal froh sein über das Ergebnis dieser Verhandlungen, denn es nimmt auch sie hier in Deutschland und auch in ihrer Partei wieder etwas aus der Schußlinie.

Wobei die Unterbringung der Menschen die schon bei uns sind das nächste dringende Thema für die Kanzlerin sein dürfte. Denn schon mehren sich – nicht nur in Köln – Stimmen, die zum Beispiel nach der Benutzung von Turnhallen rufen. Denn viele dieser Hallen werden nach wie vor als Unterkünfte genutzt was zum einen mangels verfügbaren Wohnraums zwar erklärbar ist, auf Dauer allerdings auch keine Lösung sein kann. Weder für die vermeintlichen Nutzer einer Turnhalle noch für ihre jetzigen Bewohner.

Bleibt also noch einiges zu tun für die Merkelin. Und jetzt muss sie auch langsam mal in die Pötte kommen, um den durchaus vorhandenen Unmut – wie die vergangenen Landtagswahlen gezeigt haben – nicht noch größer werden zu lassen. Die „Refugees welcome-Zeit“ ist vorbei, willkommen in der Wirklichkeit. Damit die Mundwinkel auch in Zukunft wieder in der richtigen Höhe hängen…