Freundschaftsdienst

Freundschaftsdienst…

nurmalso…oder lieber Kohle kassieren?

Leider scheint das Wort Freundschaftsdienst immer mehr in Vergessenheit zu geraten. Wenn ich mich da so an früher erinnere, da war es eigentlich gang und gäbe. Wenn jemand aus dem Freundeskreis Hilfe benötigte, egal in welcher Hinsicht, dann bekam er sie auch. Ich praktiziere das heute noch so, obwohl die bessere Hälfte in dieser Beziehung anderer Ansicht ist. Sie sieht eher die verlorene Zeit, die dann eben vergütet werden sollte.

Aber muss/kann man einem Freund, dem man zum Beispiel beim tapezieren der Wohnung behilflich ist, Kohle dafür abnehmen? Ich finde nicht, denn mein persönlicher Ehrenkodex ist so ausgelegt, dass eine Hand die andere wäscht. Wobei man da die geleisteten Arbeitsstunden nicht immer gegeneinander aufrechnen muss/kann. Man(n) hilft sich eben gegenseitig, wobei man da den finanziellen Aspekt mal links liegen lassen sollte.

Natürlich gibt es immer wieder Leute, die einen persönlich mehr beanspruchen als sie einem nutzen könnten. Aber Mann denkt da eben anders, denn Kumpels sind Kumpels und die helfen sich. Und das natürlich unentgeltlich… Und trotzdem scheint diese Devise in Vergessenheit zu geraten, denn mittlerweile habe ich es schon öfter erlebt, dass man für geleistete Hilfe auch harte Währung sehen möchte. Allerdings nicht im engeren Freudeskreis, da hilft man sich nach wie vor unentgeltlich.

Wenn jemand die Hand aufhält bin ich allerdings schon irritiert, aber nicht wegen der Kohle. Eher wegen der Einstellung, denn das Wort Freundschaftsdienst scheint heute immer weniger zu gelten. Mich würde mal interessieren, wie ihr das handhabt. Nehmen wir einmal an, jemand aus eurem Freundeskreis würde eure handwerkliche Hilfe benötigen, würdet ihr ihm dafür Geld abknöpfen?

Wohlgemerkt, wir reden hier über Hilfe im zeitlich erträglichen Bereich und nicht etwa über die Erstellung eines Neubaus…