Frühjahr

Am Busen der Natur

blumen Jedes Jahr um die gleiche Zeit entwickelt das Weibchen eine grüne Seele…

Nicht etwa dass sie der ehemaligen Öko-Partei besonders zugetan wäre, vielmehr geht es um das Grünzeug in der heimischen Kemenate. Da wird im Frühjahr gepflanzt wie der Teufel und das nahe gelegene Gartencenter hat mit Sicherheit 2 meiner Monatsgehälter auf der Habenseite registriert. In jeder Ecke wird irgendetwas blühendes platziert, was allerdings zumeist nur im Weg steht.

Deshalb sondere ich den Sommer über schon mal gelegentlich aus, indem ich unabsichtlich gegen einen besonders sperrigen Grünzeugbehälter stolpere. Und das macht sogar Spaß, denn diese großen Terrakotta-Kübel platzen immer sehr geräuschvoll. Natürlich stolpere ich nur wenn die bessere Hälfte nicht zu Hause ist, ansonsten wäre es wohl auch zu auffällig…

Und trotz meiner Selektion komme ich mir gerade auf dem Balkon der Kemenate noch vor wie im Botanischen Garten Köln. Ständig wedelt einem etwas vor der Nase herum, will man einen Stuhl umstellen zwickt einem ein Ast in die Rippen und das Bienenvolk, dass den Sommer über das Blühzeug zum Zwecke der Bestäubung begattet, nahm auch schon Kompaniestärke an. Am schlimmsten sind diese ständig im Weg stehenden und nach Katzenpisse stinkenden Buchsbäume, die dem Weibchen besonders am Herzen liegen.

Allerdings kann man das ganze Blüh- und Grünzeug auch anders verwenden. Da ich ja sehr praktisch veranlagt bin, drücke ich meine Zigarettenkippen immer dazwischen aus. Natürlich nur dann, wenn das Weibchen es nicht sieht. Deshalb freue ich mich schon wieder auf den Herbst, dann in wenigen Wochen wird es wieder leerer da draußen sein…

Diese verkackte Übergangszeit

nurmalsoApril, Mai…

Warum nennt man diese Jahreszeit eigentlich Übergangszeit? Zumindest bei älteren Mitbürgern höre ich diesen Ausdruck ziemlich häufig. Wahrscheinlich liegt das daran, dass man sich morgens beim rausgehen fast noch den Beutel abfriert, während man mittags in der Sonne verbrutzelt. Das ist aber auch ein Kreuz mit diesen Klamotten. Wirfst du dir morgens nur ein T-Shirt oder ein Hemd über den Astralkörper, dann kannst du sicher sein dass spätestens mittags die Eiszeit wieder ausbricht oder der nächste Regenguß dir die Dusche erspart.

Ziehst du dir eine Jacke über, wird es mittags mindestens 27° und dir läuft die Brühe zwischen den Arschbacken zusammen. Hast du keine Jacke – eventuell sogar mit Kapuze – dabei und noch nicht mal einen Regenschirm, dann läuft dir garantiert schon wieder das Wasser in den Arschbacken zusammen, nur dieses mal 10° kühler. Und da soll sich der Mensch morgens passend anziehen…

Gut, die Alternative wäre vielleicht, morgens mal auf den Wetterbericht zu achten. Aber welcher Blogger der morgens erstmal den Feedreader abarbeitet, hat dazu schon Zeit? Und wenn man dann morgens auch noch bei Twitter und Facebook eingeloggt ist, dann ist einem der Wetterbericht erst recht egal. Vielleicht wäre es auch ratsam, sich in dieser Jahreszeit eine Sklavin zu halten, die einen nach Bedarf mit den passenden Kleidungsstücken versorgt bzw. diese auch wieder abnimmt.

Was kostet eigentlich so eine Sklavin? Oder wie handhabt ihr das?