Genesis

Verpasste Chance – Genesis Tour 2020

Auf diesen Termin hatte ich mich ein dreiviertel Jahr richtig gefreut. Denn mein alter Kumpel Hirschi hatte tatsächlich noch Karten für ein Konzert von Genesis im Rahmen ihrer Tour 2020 in Glasgow ordern können. Flüge und Hotelzimmer fürs Wochenende waren gebucht und es wäre sicherlich ein feuchtfröhliches Wiedersehen mit Hirschi geworden. Doch Pustekuchen, dieser Schwein-Arschloch-Schwein-Virus vermasselt einem wirklich alles.

© Genesis

Der Termin wurde vorerst auf den 02. April 2021 verlegt, dann soll das Konzert im SSE Hydro in Glasgow nachgeholt werden. Die Planungen sind allerdings schwierig, denn wer weiß schon ob Corona dem ganzen nicht schon wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Um Unterkünfte kann Hirschi sich von der Insel aus kümmern, aber wie siehts mit Flügen aus? Darf man dann wieder reisen? Und vor allem muss ich erstmal meinen Terminkalender inspizieren…

Es ist zum kot***…

Genesis touren wieder

nurmalso

Das darf man wohl ohne Übertreibung als Überraschung bezeichnen, mit der zumindest ich niemals gerechnet hätte. Denn eine meiner absoluten Lieblingsbands, Genesis, wird noch in diesem Jahr 8 Konzerte geben. Zuerst allerdings nur auf der englischen Insel, Gerüchte sagen aber für 2021 eventuell weitere Konzerte unter anderem in Deutschland voraus. Das dürfte wohl aber auch davon abhängen, wie Phil Collins die diesjährigen Konzerte gesundheitlich verkraftet.

Neben Tony Banks und Mike Rutherford wird nämlich auch Collins dabei sein. Allerdings übernimmt er „nur“ den Gesangspart, die Drums wird sein Sohn Nicolas bearbeiten, der das aber trotz seiner erst 18 Jahre schon genauso gut beherrschen soll wie sein alter Herr. Traue ich ihm durchaus zu, schließlich soll der Knabe schon mit 3 Jahren seine ersten Drumsticks geschwungen haben.

Der Vorverkauf startet am Freitag, für November sind Auftritte in Liverpool, Newcastle und London geplant, im Dezember stehen Leeds, Birmingham, Manchester und Glasgow auf dem Tourplan. Für die letzte Tour von Genesis im Jahr 2007 war es schon sauschwer Karten zu erhaschen, doch für Genesis bin ich sogar freiwillig ins verbotene Dorf an der Düssel gedüst. Und jetzt dürfte es wohl nicht leichter werden an Tickets zu gelangen…

Gestern nach der Bekanntgabe habe ich gleich mal 2 Freunde in Birmingham und London per Facebook kontaktiert, um mal die Fühler auszustrecken und ihr Glück zu versuchen. Ab Freitag 9 Uhr Inselzeit dürfte der Run auf die Tickets wohl auch schnell wieder beendet und von hier aus quasi chancenlos sein. Aber man sollte die Flinte nicht frühzeitig ins Korn werfen, vielleicht…

Ansonsten habe ich ja noch die Hoffnung, daß wirklich noch eine Festlandtour geplant ist. Daumen drücken ist übrigens ausdrücklich erlaubt!

Update: Mein alter Kumpel Hirschi, seit fast 20 Jahren in Birmingham beheimatet hat zumindest schon mal vorbestellt. Und von der Insel aus geordert gab es sogar noch vergleichbar günstiges. Gut, Termin Freitags, 11.Dezember in Glasgow, da würde natürlich ein vorweihnachtliches Wochenende draus. Ein feucht-fröhliches wahrscheinlich… Jetzt warten wir nur noch, ob aus der Vorbestellung auch Tickets werden.

Mein Musikgeschmack

audioErstaunlich wie man sich verändert…

Damit meine ich jetzt nicht das äußere, eher den Musikgeschmack eines einzelnen. In meinem nun fast 55-jährigen Leben hatte ich schon einige Lieblings-Musikrichtungen, wobei ich mir eigentlich – außer Klassik – schon ziemlich vieles anhöre. Im jungen „Alter“, ich war etwa so 10, hörte ich noch voller Verzückung Heintje und seinem glockenhellen Stimmchen zu. Da konnte man eigentlich auch nicht wirklich von Musikgeschmack reden, viel mehr war man froh wenn ein Radio oder gar ein Plattenspieler daheim stand.

Im Alter von 10 bis 14 Jahren waren die Beatles und die Rolling Stones angesagt. Da ging es dann, zumindest bei den Stones, schon etwas härter zur Sache und ich erinnere mich noch gut daran, dass mein Vater mich öfter einmal daran erinnerte, dass „Gedudel“ doch bitte etwas leiser zu stellen. Erst recht, als ich dann noch auf Gruppen wie Slade, Sweet, T-Rex, Suzi Quatro, aber auch Jethro Tull oder Black Sabbath aufmerksam wurde.

Es folgte die Zeit so zwischen dem 15ten und 22ten Lebensjahr, da folgten Gruppen wie Queen, Supertramp und Genesis. Und eine Band namens BAP wurde in dieser Zeit gegründet, von denen ich heute noch einige Erstlingswerke im Schrank habe. Dann folgte eine Epoche, in der einige Künstler zwar nicht singen konnten, trotzdem in den Charts rauf und runter gespielt wurden.

Die Neue Deutsche Welle schwappte über das Land, man hörte deutsche Texte und Künstler wie Nena, Peter Schilling, Spliff, Hubert Kah, DÖF usw. bedudelten die Ohren. Teilweise sogar hörenswert, oft aber auch grottenschlecht. Sie bereiteten aber den Weg für andere deutsche Interpreten und ich wage zu behaupten, dass etwa Westernhagen und Grönemeyer ohne ihre Vorkämpfer nicht so erfolgreich geworden wären.

Und heute? Zwar fehlen mir dazwischen etwa 25-30 Jahre, aber mein Musikgeschmack ist weiter bunt gemischt. Ob nun Oldies aus den 60ern und 70ern, Discofetzer aus den 80ern und 90ern oder auch härtere und weichere Sachen von Metallica, Aerosmith, Marillion, Iron Maiden, AC/DC usw… Und natürlich höre ich mir auch aktuelles aus den Albumcharts an, ohne da aber eine besondere Lieblingsband oder einen Interpreten zu haben.

Und ihr so?