Gisdol

Warum denn nicht der „Lotte“?

nurmalso

Es kam ja schon ziemlich überraschend, das Dirk Lottner gestern vom 1. FC Saarbrücken die Kündigung bekam. Schließlich sind die Saarländer mit 2 Punkten Vorsprung Tabellenführer in der Regionalliga Südwest und ist sowohl im DFB- als auch im Saarlandpokal noch im Geschäft. Erinnert mich an Zeiten als man 1990 Christoph Daum entließ, der gerade mit dem #effzeh Vizemeister geworden war (Das waren noch Zeiten…).

Und der „Lotte“ kennt den #effzeh, schließlich hat er in der 1. und 2. Liga 6 Jahre für den Lieblingsclub gespielt, war sogar zeitweise Kapitän. Ich würde (wenn ich etwas zu sagen hätte) dem Herrn Gisdol ein paar Euronen Entschädigung aufs Konto überweisen, mich freundlich bedanken und den „Lotte“ als Trainer verpflichten. Zwar hat er mit höherklassigen Clubs keine Erfahrung, aber er weiß wie hier in Köln der Hase läuft.

Und viel falsch machen kann er mit dem vorhandenen Personal eigentlich auch nicht. Von ein paar Ausnahmen abgesehen, sind da einige – zumindest seit ein paar Wochen – höchstens drittliga-tauglich. Und ob der „Lotte“ jetzt mit Viert- oder Drittligaspielern arbeitet dürfte dann auch keinen großen Unterschied machen. Noch schlimmer als die bisher überwiegend gezeigten Leistungen in dieser Saison kann es eigentlich nicht werden.

Also liebe Verantwortlichen des 1. FC Köln: Gebt „Lotte“ eine Chance, schließlich hat jeder mal klein angefangen! Falls jemand die Handynummer von Horst Heldt hat, dann immer her damit. Ich mache das dem schon schmackhaft… B-)

Ein neuer Sportchef und ein neuer Trainer

1.FC Köln

Ganz ehrlich: Ich hatte vorübergehend die Befürchtung, das die Besetzung dieser Posten beim Lieblingsclub wieder einmal zu einer unendlichen, wenn nicht sogar blamablen Geschichte werden würde. Denn der #effzeh und vor allem die Verantwortlichen in der Chefetage scheinen ja seit je her ein Faible dafür zu haben, das nicht immer alles ganz glatt läuft.

Gut, Horst Heldt als neuer Sportdirektor als Nachfolger von Armin Veh war schon früh in der Verlosung. Und wie ich finde, ist er nicht die schlechteste Lösung. Er kennt den Verein, hat selbst hier gespielt, ist im Kölner Umland geboren und hat vor allem in Stuttgart und bei Schalke 04 nicht den schlechtesten Job gemacht. So jedenfalls meine Einschätzung… Er verfügt über gute Kontakte und zudem wachsen kompetente Leute auch nicht gerade auf jedem Baum.

Markus Gisdol als neuen Trainer der Herren Berufsfußballspieler hatte ich jetzt ehrlicherweise nicht so auf dem Schirm. Den lange hoch gehandelten Pal Dardai hätte ich ja lieber als neuen Trainer gesehen, allerdings wollte er sich das Abenteuer 1. FC Köln wohl nicht antun. Kann man in gewisser Weise sogar verstehen, zumindest im Moment. So wurde es also Gisdol, der zumindest im Abstiegskampf – und um nichts anderes geht es in dieser Saison – schon hinreichend Erfahrung gesammelt hat. Denn sowohl Hoffenheim als auch dem HSV hat er als Trainer den Klassenerhalt gesichert.

Noch ist die Karre 1. FC Köln ja nicht komplett festgefahren, allerdings darf man schon gewisse Zweifel äußern, ob die Klasse wirklich gehalten werden kann. Ich zumindest habe da Zweifel, große Zweifel sogar. Man kann sowohl Horst Heldt als auch Markus Gisdol nur ein wirklich glückliches Händchen wünschen. Die nächsten Spieltage werden zeigen, ob der Weg wirklich noch nach weiter oben in der Tabelle führt. Ich drücke – auch im eigenen Interesse – mal ganz fest die Däumchen.

Im übrigen hat auch Ex-Trainer Achim Beierlorzer seit gestern einen neuen Job. Er darf sich nun neuer Übungsleiter des FSV Mainz 05 nennen. So ist die Arbeitslosenstatistik wieder um drei Personen erleichtert worden und Beierlorzer, Gisdol und Heldt dürften sich jetzt wieder eine warme Mahlzeit am Tag leisten können.