Helene Fischer

Erst Weihnachten und dann auch noch Silvester

nurmalso

Eigentlich habe ich ja – wie immer – gar keine Lust…

Aber nach unserer gestrigen abendlichen Diskussion konnte man doch diesen nachhaltigen Befehlston des Weibchens heraushören, der keine weiteren Einwände zulässt. Und so werde ich mich wohl auch in diesem Jahr wieder zur Silvesterfete quälen müssen, Befehl ist schließlich Befehl!

Wobei ich mich beim Tanzen – wie immer – vornehm zurückhalten und statt dessen die örtlichen alkoholhaltigen Kaltgetränke ausgiebig testen werde. Vielleicht werde ich nach deren Genuß auch später am Abend einmal tanzen, wobei ich jetzt schon ein ziehen im Oberschenkel bemerke. Bestimmt eine Zerrung, kann ja mal vorkommen… Sicher langwierig…

Komisch das Dämlichkeiten bei solchen Festivitäten immer den unnachgiebigen Drang verspüren, ihre jeweiligen Kronen der Schöpfung unter allen Umständen, koste es was es wolle, zu Klängen schlagerlastiger Pop-Sternchen wie etwas Chelenne Fischerrr aus Moskau in Bewegung zu sehen. Wenn wenigstens noch vernünftige Mucke gespielt würde, dann könnte man sich diesem weiblichen Drang ja gerne mal hingeben.

Es ist ja nicht so dass ich nicht tanzen könnte, aber schon Namen wie etwa Andrea Berg nebst weiblichen und männlichen Konsorten erzeugt bei mir ein leichtes kräuseln der Fußnägel. Eventuell sollte ich selbst mal dort Mucke machen, wobei ich allerdings die Befürchtung hege, dass bei meinem Musikgeschmack höchstens abgetanzt wird, und das ziemlich zügig…

Und wie immer werde ich mir am Tag danach bestimmt wieder anhören, dass andere Männer immer mit ihren Dämlichkeiten tanzen, nur ich würde das nicht. Na gut, mittlerweile kenne ich den Spruch schon ein paar Jahre… Und außerdem bin ich nicht andere Männer, ich traue mich nämlich noch nein zu sagen. Und eigentlich dürfte es Belohnung genug sein, dass ich überhaupt mitgehe.

Naja, Weibchen eben, kriegen nie den Hals voll…

Helene Fischer im Duell gegen AC/DC

ohrZugegeben, ein etwas irritierender Titel…

Aber ich erzähle euch ja jetzt auch die Geschichte die dahinter steckt. Es gibt ja Menschen, die immer wenn sie im Auto sitzen scheinbar schwerhörig sind. Ob dies darin begründet ist, dass die Musikanlage des Autos auf einer Lautstärke betrieben wird, die gleich die nähere Umgebung im Umkreis von 200 Metern mit beschallt, kann ich nicht sagen. Allerdings liegt die Vermutung nahe…

Eventuell möchte der betreffende Musik-Fetischist auch nur seine Umwelt wissen lassen, welchen Musikgeschmack er bevorzugt. Oder aber einfach nur zeigen, welche Power seine Lautsprecher haben. Naja, ich höre auch schon mal etwas lauter Musik im Auto, allerdings nicht gleich so laut, dass der Amboss Hurra schreit. Und wenn dann auch nur auf der Autobahn, da hört es auch niemand.

Der Jungmann gestern, der da an der Ampel in Lünen neben mir stand, war sichtlich stolz auf sein Cabrio. Und als er mit noch vertretbarer Lautstärke neben mir zum stehen kam, da dudelte irgendetwas deutsches in der Klimperkiste. Tja, und dann folgte das, was in mir die Lust auf Kontra erweckte. Denn gerade als Helene Fischer die ersten Takte ihres Trällerliedchens piepte, da drehte dieser Lautstärke-Voyeur auf einmal am Rädchen.

Und ich dachte ehrlich, das Helenchen säße plötzlich neben mir und piepte mir in die Löffel. Zufällig sprang dann der Laser meines CD-Spielers auf meine bevorzugte Musik. Und so habe ich zuerst einmal die Seitenscheibe herunter gelassen, dann den Taster für die Lautstärkewahl gedrückt gehalten und den entsetzten Blick des Jünglings, als ihm auf einmal 6 x 100 Watt Hells Bells entgegen pusteten, hätte ich gerne noch fotografiert.

Gut nur dass die Ampel dann auf grün sprang und ich während des Anfahrens wieder leiser stellen konnte, sonst wäre ich wahrscheinlich innerhalb von 10 Sekunden stocktaub gewesen. Naja, gute Musik kann man auch leiser hören, weshalb ich AC/DC gleich mal in die Endlosschleife getippt habe. Tztz, aber mal ehrlich, Helene Fischer ist doch etwas für Muschis, nicht für Männer…