Holland

Hilfe, ich bin ein Holländer!

Ich esse ja gerne Käse aber das ist noch lange kein Grund, mit unseren westlichen Nachbarn auch verwandtschaftlich verbandelt zu sein. Aber wenn ich der Suchmaschine publicprofiler glauben darf, dann liegen meine Wurzeln eindeutig in den Untiefen der Niederlande. Ich bin jetzt also gebrandmarkt und kann mich in Köln nicht mehr auf der Straße blicken lassen, ohne dass man mich mit Johannes Heesters oder Rudi Carrell vergleicht.

Womöglich bin ich sogar der legitime Nachfolger von Joopie, werde 120 Jahre alt und nuschele demnächst im Rollstuhl sitzend alte Liedchen in ein Mikrofon, das mir ein Pfleger unter den holländischen Rüssel hält. Vielleicht nehme ich auch 30 Kilo ab, bekomme eine eigene Fernsehshow a la „Am laufenden Band“ und versuche, den deutschen Ureinwohnern endlich mal ihre Muttersprache richtig beizubringen. Und werde dafür von König Willem-Alexander zum Ritter des rollenden Käseordens geschlagen.

Unfassbar, aber der Name Linnartz ist nicht nur in Limburg zu finden, auch in Noord-Brabant, Gelderland, Utrecht und Overijssel gibt es Namensvettern und Namensnichten. Wobei ich nicht hoffen will, dass die auch alle mit mir verwandt sind. Wo liegen denn eure Wurzeln?

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Invasion aus Holland

nurmalsoUnd schon fahren sie wieder…

Eigentlich hatte ich ja angenommen, dass unsere holländischen Nachbarn – wenn überhaupt – schon am vergangenen Mittwoch unsere deutschen Autobahnen in Beschlag genommen hätten. Weshalb ich auch meine Planung dementsprechend eingerichtet und die Fahrt nach Limburg und Montabaur heute angetreten habe. Doch weit gefehlt…

Denn eben auf der A3 hatte ich wieder das Gefühl, mitten in Amsterdam unterwegs zu sein. Eigentlich hatte ich mich ja auf eine entspannte Fahrt am Brückentag eingerichtet, doch scheinbar sind unsere Nachbarn auch heute wieder kollektiv ausgewandertfahren und bevölkern nun zu Zehntausenden die Autobahn. Dabei zeichnen sie sich mitunter durch ein recht eigentümliches Verkehrsverhalten aus.

Blinker zum Beispiel sind an den meisten Gefährten mit ihren rollenden Wohnzimmern dahinter nur schmückendes Beiwerk. Wahrscheinlich wurde der entsprechende Hebel am Lenkrad sogar abgefeilt, damit man sich beim lenken nicht verletzt. Schließlich haben selbst deutsche Autos auch Bremsen, die sie allerdings bei einem plötzlichen Spurwechsel der holländischen Ausflugsfahrer auch dringend benötigen.

Dem Blödmannsgehilfen der eben urplötzlich von der mittleren auf die linke Spur wechselte, hätte ich um ein Haar seine Behausung auf Rädern auf links gedreht. Könnte man die geplante Mautgebühr nicht einfach für Holländer so teuer machen, dass sie sich kein Holländer mehr leisten kann? Ich glaube, ich muss einmal eine dementsprechende Petition verfassen…

Unsere Nachbarn, die Holländer

lupeKeine Witze über Holland…

Holland, das Land unserer westlichen Nachbarn, zeichnet sich ja durch einige Eigenheiten aus. Zuerst einmal wollen wir festhalten, dass Holland nicht besser als Deutschland ist. Und das ist nicht nur auf den Fußball bezogen. Der bekannteste Exportschlager dürfte wohl mit Abstand der dort fabrizierte Käse sein, gefolgt von Hanf und Holzschuhen. Wobei das mit den Holzschuhen ja auch immer mehr den Bach runtergeht, seit die natürlichen Urwälder des Landes für die Fabrikation der Klompen praktisch vernichtet wurden.

Seitdem versucht man krampfhaft, mit Hilfe von Hanf, Tomaten- und Tulpenfeldern den Boden zu regenerieren, um neue Waldflächen für den einst erfolgreichen Exportartikel aufforsten zu können. Aber auch die Holländer selbst wären froh, wieder das angestammte Schuhwerk kaufen zu können. Die jüngere Generation zum Beispiel kennt diese Holzschuhe nur noch aus Erzählungen der Alten. Und rennt weiterhin barfuß oder mit Sandalen umher.

Auch glauben die meisten Holländer, in keinem Land der Welt gäbe es mehr Windmühlen als bei ihnen. Das sind allerdings diejenigen, die mit ihrem Wohnwagen noch nicht bis Niedersachsen vorgedrungen sind. Apropos Wohnwagen… An dieser landestypischen Behausung, die man im Sommer oft auf den linken Spuren der deutschen Autobahnen sehen kann, sind die Einwohner des Landes unschwer zu erkennen.

Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist der Joint im Mund, den der richtige Holländer sogar einhändig in der Hosentasche drehen kann. Etwas eher nur unter Insidern bekanntes, dass den Holländer von allen anderen Nationalitäten unterscheidet, ist die Feinripp-Unterwäsche in der Farbe Orange. Allerdings gibt es hier gelegentlich Ausnahmen, den der gemeine kiffende Windmühlen-Besitzer trägt im Sommer auch mal gerne obenrum frei.

Wegen der gegrafisch etwas unglücklichen tiefen Lage direkt am Meer mussten die Holländer etwas werden, was nicht jedem im Blut liegt: Einfallsreich! Und so bauten sie riesige Barrieren in die stürmische See in der Hoffnung, dass diese das Wasser aufhalten würden. Allerdings laufen seither immer größere Mengen Wasser auf die naheliegenden Tomaten-Plantagen was zur Folge hat, dass holländische Tomaten nicht in Kilo, sondern in Litern abgewogen werden.

Übrigens wird bei unseren Nachbarn im allgemeinen holländisch gesprochen. Das erlernen dieser Sprache gestaltet sich allerdings schwierig, denn der Holländer kennt fast keine Vokale und auch das „ch“ und das „k“ werden sehr hart ausgesprochen. Darum klagen viele Lernwillige über Halsschmerzen und Atembeschwerden. Auch die Stimmbänder werden während des sprechens sehr beansprucht, weshalb vereinzelte Holländer schon aussiedeln, um eine leichtere Sprache zu erlernen. Das beste Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist Louis van Gaal, der sogar perfekt bayrisch spricht.

Aber trotz all dieser Eigenheiten sind sie eigentlich ganz nett, die Holländer. Nur LKW fahren sie wie die Sau!