Hotel

Ich hätte da mal ein paar Fragen…

nurmalso

Zur Abwechslung nach langer Zeit mal wieder etwas wirklich kniffliges. Wie die meisten die hier mitlesen ja sicher wissen, bin ich in Köln geboren und habe auch seither niemals woanders gewohnt. Und bisher dachte ich immer, dass ich mich nicht nur hier in NRW ganz gut auskenne. Aber kommen wir zum eigentlichen Thema…

Viele Städte haben ja eine lange Historie und sind schon sehr alt. Kaufingerstraße, Sendlinger Straße und Viktualienmarkt zum Beispiel bilden die Altstadt in München, bei uns in Köln ist es quasi rings um den Dom herum, in der ältesten deutschen Stadt Trier gilt das Areal von der Porta Nigra über Simeonstraße und Hauptmarkt als Altstadt und selbst unsere Nachbarn aus dem Dorf an der Düssel glauben, eine Altstadt zu haben. Naja, zumindest altes Bier haben sie…

Gestern auf dem Heimweg bin ich zwangsweise durch ein anderes Nachbardorf gefahren, Leverkusen. Und ich war doch sehr überrascht, als ich dort ein Gebäude mit der Aufschrift „Altstadt-Hotel“ entdeckte. Und das warf dann doch Fragen auf, bei denen ihr mir vielleicht behilflich sein könnt. Als erstes wäre da: Seit wann ist Leverkusen denn eine Stadt? Und es geht gleich weiter, denn: Haben auch Dörfer eine Altstadt? Oder handelt es sich gar um einen gemeinen Betrug und das Hotel müsste eigentlich Dorf-Hotel heißen?

Ich hoffe ihr könnt mit weiter helfen, ich bin immer noch extrem verwirrt…

Verpflegung gesichert…

Ich hatte ja in der vergangenen Woche schon berichtet, dass das mit der abendlichen Essensaufnahme im Moment ein kleines Problem darstellt. Zumindest wenn man beruflich unterwegs ist und im Hotel schläft. Denn die Restaurants hatten/haben geschlossen und in der letzten Woche musste dann eben auch mal die Dönerbude und der Pizzadienst herhalten. In dieser Woche musste ich nochmal bis gestern im nördlichen Schwarzwald wildern, heute bin ich im Nachbar-Bundesland Rheinland-Pfalz, bevor es dann morgen wieder nach Hause geht.

Da auch nicht alle Hotels aufhaben, musste ich mir zwangsläufig ein Ausweichquartier suchen. Gut, Auswahl gibt es immer noch aber auch die Herbergseltern bei denen ich bis heute früh beheimatet war haben wegen der momentanen Situation mit den Wellen zu kämpfen. Denn die Touristen sind nicht in Sicht und von den paar Leuten die so wie ich beruflich unterwegs sind, decken sich die Kosten auch nicht. Deshalb haben die beiden wie viele andere Gastronomen auch auf den Essensverkauf außer Haus umgesattelt. Und natürlich bestellt man dann als Hotelgast auch direkt vor Ort, ich zumindest. B-)

Die Speisekarte ist etwas übersichtlicher gehalten, was mir persönlich aber sehr entgegen kam. Denn ich hab es nicht gern wenn ich erstmal ein Buch durchblättern muss, bevor ich etwas passendes zu schnabulieren finde. Und so habe ich dann vorgestern und gestern Abend sogar mit „Vorzugsbehandlung“ gegessen, denn der Herr Herbergsvater ließ es sich nicht nehmen, mir zumindest den Frühstücksraum zum Essen anzubieten. Ein Fläschchen Bier dazu und geschmeckt hat es an beiden Tagen auch. Fand ich sehr nett, auch wenn der Außer-Haus-Verkauf jetzt nicht so ganz korrekt war.

Weshalb ich auch hier nicht den Namen des Hotels erwähne, was ich ansonsten gerne getan hätte. Aber wir wollen ja nicht, das die netten Herbergseltern nachher noch Ärger bekommen. Da ich im Herbst sicher nochmal für ein paar Tage hier in der Gegend bin, habe ich mir die Adresse schon mal in meinem Verzeichnis gebunkert und werde wenn ein Zimmer frei sein sollte in jedem Fall wiederkommen.

Wer braucht ein Telefon im Hotelzimmer?

Reisszwecken

Was vor einigen Jahren noch zur Grundausstattung von Hotels gehörte, könnte man jetzt eigentlich abschaffen. Heute dürfte ein Telefon im Hotelzimmer eigentlich nur noch dazu dienen, regelmäßig abgestaubt zu werden. Denn eigentlich hat doch fast jeder mittlerweile eine Handgurke mit dazugehöriger Flatrate in der Jackentasche und das, was früher schon fast Luxus im Hotelzimmer war, fristet heute ein unbenutztes Leben.

Ich übernachte ja – wie im Moment auch – sehr oft in Hotels und ich wundere mich immer wieder darüber, das diese schon leicht angestaubten Instrumente meist überteuerter Kommunikation immer noch in allen Hotels zum Standard gehören. Und ich kann mir beileibe nicht vorstellen, dass die Dinger überhaupt noch genutzt werden. Gut, Ausnahmen bestätigen wie fast immer die Regel aber die werden doch sicherlich äußerst selten sein. Naja, sei es drum, wahrscheinlich werden sie auch noch in einigen Jahren zur Standard-Ausstattung eines Hotelzimmers gehören…

Richtig angefixt bin ich allerdings, wenn ich in ein geräumiges Zimmer komme, dafür zumeist ab 80 Euro aufwärts blechen muss und dann steht oder hängt da so ein kleiner, krüppeliger 36-cm-Bildschirm verloren im Raum herum. Wo selbst meine Lesebrille mir nicht mehr hilft, überhaupt etwas erkennen zu können, weil das Bett 5 Meter entfernt steht. Aber natürlich steht ein Telefon auf dem Nachttisch, das muss ja sein… Liebe Hoteliers, werft doch diese Dinger raus, investiert 150-200 Euro für einen 60er Flachbildschirm – gerne auch größer – und macht eure Gäste glücklich.

Wobei das Beispiel natürlich eine Ausnahme ist, allerdings habe ich es schon so erlebt. Naja, WLAN gehört auch noch nicht überall zum Standard und manche Hotels lassen sich einen Hotspot stündlich bezahlen. Und das nicht zu knapp… Wobei dies doch eigentlich bei diesen Zimmerpreisen schon enthalten sein könnte. Aber vielleicht erlebe ich das ja auch noch…