Hotel

Verpflegung gesichert…

Ich hatte ja in der vergangenen Woche schon berichtet, dass das mit der abendlichen Essensaufnahme im Moment ein kleines Problem darstellt. Zumindest wenn man beruflich unterwegs ist und im Hotel schläft. Denn die Restaurants hatten/haben geschlossen und in der letzten Woche musste dann eben auch mal die Dönerbude und der Pizzadienst herhalten. In dieser Woche musste ich nochmal bis gestern im nördlichen Schwarzwald wildern, heute bin ich im Nachbar-Bundesland Rheinland-Pfalz, bevor es dann morgen wieder nach Hause geht.

Da auch nicht alle Hotels aufhaben, musste ich mir zwangsläufig ein Ausweichquartier suchen. Gut, Auswahl gibt es immer noch aber auch die Herbergseltern bei denen ich bis heute früh beheimatet war haben wegen der momentanen Situation mit den Wellen zu kämpfen. Denn die Touristen sind nicht in Sicht und von den paar Leuten die so wie ich beruflich unterwegs sind, decken sich die Kosten auch nicht. Deshalb haben die beiden wie viele andere Gastronomen auch auf den Essensverkauf außer Haus umgesattelt. Und natürlich bestellt man dann als Hotelgast auch direkt vor Ort, ich zumindest. B-)

Die Speisekarte ist etwas übersichtlicher gehalten, was mir persönlich aber sehr entgegen kam. Denn ich hab es nicht gern wenn ich erstmal ein Buch durchblättern muss, bevor ich etwas passendes zu schnabulieren finde. Und so habe ich dann vorgestern und gestern Abend sogar mit „Vorzugsbehandlung“ gegessen, denn der Herr Herbergsvater ließ es sich nicht nehmen, mir zumindest den Frühstücksraum zum Essen anzubieten. Ein Fläschchen Bier dazu und geschmeckt hat es an beiden Tagen auch. Fand ich sehr nett, auch wenn der Außer-Haus-Verkauf jetzt nicht so ganz korrekt war.

Weshalb ich auch hier nicht den Namen des Hotels erwähne, was ich ansonsten gerne getan hätte. Aber wir wollen ja nicht, das die netten Herbergseltern nachher noch Ärger bekommen. Da ich im Herbst sicher nochmal für ein paar Tage hier in der Gegend bin, habe ich mir die Adresse schon mal in meinem Verzeichnis gebunkert und werde wenn ein Zimmer frei sein sollte in jedem Fall wiederkommen.

Wer braucht ein Telefon im Hotelzimmer?

Reisszwecken

Was vor einigen Jahren noch zur Grundausstattung von Hotels gehörte, könnte man jetzt eigentlich abschaffen. Heute dürfte ein Telefon im Hotelzimmer eigentlich nur noch dazu dienen, regelmäßig abgestaubt zu werden. Denn eigentlich hat doch fast jeder mittlerweile eine Handgurke mit dazugehöriger Flatrate in der Jackentasche und das, was früher schon fast Luxus im Hotelzimmer war, fristet heute ein unbenutztes Leben.

Ich übernachte ja – wie im Moment auch – sehr oft in Hotels und ich wundere mich immer wieder darüber, das diese schon leicht angestaubten Instrumente meist überteuerter Kommunikation immer noch in allen Hotels zum Standard gehören. Und ich kann mir beileibe nicht vorstellen, dass die Dinger überhaupt noch genutzt werden. Gut, Ausnahmen bestätigen wie fast immer die Regel aber die werden doch sicherlich äußerst selten sein. Naja, sei es drum, wahrscheinlich werden sie auch noch in einigen Jahren zur Standard-Ausstattung eines Hotelzimmers gehören…

Richtig angefixt bin ich allerdings, wenn ich in ein geräumiges Zimmer komme, dafür zumeist ab 80 Euro aufwärts blechen muss und dann steht oder hängt da so ein kleiner, krüppeliger 36-cm-Bildschirm verloren im Raum herum. Wo selbst meine Lesebrille mir nicht mehr hilft, überhaupt etwas erkennen zu können, weil das Bett 5 Meter entfernt steht. Aber natürlich steht ein Telefon auf dem Nachttisch, das muss ja sein… Liebe Hoteliers, werft doch diese Dinger raus, investiert 150-200 Euro für einen 60er Flachbildschirm – gerne auch größer – und macht eure Gäste glücklich.

Wobei das Beispiel natürlich eine Ausnahme ist, allerdings habe ich es schon so erlebt. Naja, WLAN gehört auch noch nicht überall zum Standard und manche Hotels lassen sich einen Hotspot stündlich bezahlen. Und das nicht zu knapp… Wobei dies doch eigentlich bei diesen Zimmerpreisen schon enthalten sein könnte. Aber vielleicht erlebe ich das ja auch noch…

Landgasthaus oder Sternehotel?

Lupe

Bedingt durch meinen Beruf verbringe ich meist mehr als die Hälfte des Jahres in verschiedenen Hotels.

Zumeist habe ich „Stamm-Hotels“, also Häuser wo man öfter übernachtet. Allerdings gibt es da zu Ferien- oder Messezeiten oft auch mal Probleme. Nämlich dann, wenn das entsprechende Hotel ausgebucht ist. Ich glaube ich bin nicht zu anspruchsvoll, allerdings erwarte ich natürlich auch gewisse Standards. Schließlich ist das Hotel ja für mich eine Art zwischenzeitliches Zuhause.

Aber es gibt auch Ausnahmen. Es gibt Hotels, in denen ich gerne wieder übernachte, obwohl objektiv gesehen das entsprechende Haus nicht unbedingt in meinen Kriterienkatalog einer Übernachtungsstätte fällt. Manchmal ist es ein wenig chaotisch, manchmal die Zimmer nicht unbedingt leise und an einigen anderen Dingen hapert es manchmal auch noch. Trotzdem kehre ich oft nochmal dort ein…

Der Grund dafür ist oft das Hotelpersonal. In den oft kleineren Häusern wird man sehr oft nicht nur sehr herzlich empfangen, man gehört schon fast zur Familie. Hat man einen Wunsch, so wird dies mit einem Lächeln erfüllt und die Freundlichkeit wirkt nie künstlich aufgesetzt. Ganz im Gegensatz zu den weltweit überall gleichen und sterilen Hotels großer Ketten. Und komischerweise machen mir in einem solchen kleinen Hotel dann eine klemmende Schranktür, ein quietschendes Bett oder andere Kleinigkeiten nichts aus.

Übrigens gebe ich recht wenig um Portale mit Hotelbewertungen, denn da ist oft Beschiss garantiert. Ich lasse mir lieber Häuser empfehlen und manchmal fahre ich auch an einem abgelegenen klitzekleinen Landgasthaus vorbei und schaue mir dort mal die Zimmer und das Haus an. Und dann merke ich schon beim Empfang, ob ich mich dort wohlfühlen könnte oder nicht.

Ich habe wirklich schon in Hotels fast aller Kategorien von 3 bis 5 Sternen übernachtet. Aber am liebsten sind mir diese kleinen Häuser ohne Sterne-Bewertung, die schon die Eingangstür mit Bewertungen diverser Portale zugepflastert haben. Und dort bin ich eigentlich noch nie enttäuscht worden und einen angenehmen Nebeneffekt haben diese kleinen Hotels auch noch. Denn dort kann man oft für relativ kleines Geld prima übernachten.

Solch ein Haus ist zum Beispiel das Hotel Alpenrose in Mittenwald, bei dem man je nach Saison zwischen 40 und 50 Euro für die Übernachtung zahlt. Wenn ich da an die Zimmerpreise bekannterer Hotels denke…