1. Impfung AstraZeneca intus

Offiziell bin ich ja mit meinen 60 Jahren noch etwas zu jung, gehöre keiner Risikogruppe an (zumindest nicht nach der Definition des Gesetzgebers) und gravierende Vorerkrankungen kann ich auch nicht aufweisen. Mehr durch einen Zufall bin ich gestern früh doch an meine erste Impfung mit AstraZeneca geraten.

Am Dienstagabend rief mich ein Freund an und berichtete, dass bei uns in Köln wieder ein größeres Kontingent Impfstoff zur Verfügung stände, dass durch Absagen etc. „übrig“ sei. Also habe ich mich mal auf der Internetseite der Stadt Köln informiert, auf den dort stehenden Link geklickt und war innerhalb von knapp 10 Minuten für die Erstimpfung registriert. Den bürokratischen Kram, 17 DIN A4-Seiten im PDF-Format herunter geladen und ausgedruckt und damit durfte ich dann gestern morgen ins Impfzentrum in der Kölner Messe fahren.

Als Impfstoff stand AstraZeneca zur Verfügung, wobei mir eigentlich schnurzpiepegal ist, mit welcher Chemie man meinen Astralkörper quält. Ich habe da keine Vorurteile wie wohl einige andere, wobei ich generell kein Freund von Medikamenten bin. Aber da meine letzte Schmerztablette locker vor 20 Jahren eingeworfen werden musste, wird mich so ein Vakzin – egal von welchem Hersteller – auch nicht aus den Schuhen hauen. Stand jetzt hat es das auch nicht geschafft…

Im Impfzentrum ging es übrigens zu wie bei einem Drive Inn zu Stoßzeiten. Heerscharen von Menschen, die aber alle top organisiert und superpünktlich durch die Hallen gelotst wurden. Bei mir dauerte die ganze Prozedur vom Eintreffen auf dem Parkplatz bis zur Abfahrt knappe 40 Minuten, wobei da noch 15 Minuten empfohlene Wartezeit nach der Impfung eingerechnet sind. Wirklich super organisiert, da kann man nicht schimpfen!

Bis zu meiner 2. Spritze habe ich jetzt noch 12 Wochen Zeit, am 15. Juli darf ich mir die abholen. Ca. 14 Tage später soll dann der komplette Impfschutz gewährleistet sein. Und wenn mein Plan funktioniert und sich bei den österreichischen Nachbarn nichts außergewöhnliches mehr in Sachen Corona ereignen sollte, dann könnte das mit dem Urlaub ja doch noch funktionieren. Denn mein erster Urlaubstag ist der 29. Juli, passt wie Faust aufs Auge…

Das Leben ist kein Wunschkonzert – Gedanken zur Corona-Impfung

nurmalso

Der Impfstoff des schwedisch-britischen Pharmakonzerns AstraZeneca hat wohl hierzulande ein großes Akzeptanzproblem. Weil von der ständigen Impfkommission aufgrund fehlender Studien empfohlen wurde, das Präparat nur für Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren einzusetzen, sind die Zahlen der Erstimpfungen teilweise eingebrochen.

Da aber leider aktuell sowieso zu wenig Impfstoff zur Verfügung steht, ist es natürlich schon sehr ärgerlich wenn Impftermine vergeben wurden, diese dann nicht genutzt werden und das Präparat dann nicht verimpft werden kann. Da aktuell aber erstmal die besonders gefährdeten Gruppen in den „Genuss“ einer Impfung“ kommen, hat der vielleicht nächste Impfwillige aus einer nächsten Gruppe überhaupt keine Chance, eventuell statt dessen geimpft zu werden.

Weil es wohl bei den unter 65-Jährigen aus der ersten Prioritätsgruppe kaum noch Impfwillige gibt, sollte man dann den raren Impfstoff auch sofort bei den nächsten Berechtigten einsetzen können. Das Impfstoff sogar entsorgt werden muss, ist ein absolutes Unding! Und wer meint sich sein Präparat aussuchen zu können, der käme bei mir sowieso erst ganz zum Schluß dran. Das Leben ist schließlich kein Wunschkonzert…

Das es auch noch große Mängel bei der Terminvergabe gibt und auch allgemein beim Thema Impfen noch einiges verbesserungswürdig wäre ist unbestritten. Da darf die Weigerung Impfberechtigter nicht dazu führen, dass das ganze Impfprogramm auch noch ins Stocken gerät. Und ich glaube wir sind uns darüber einig, das mur eine Impfung uns bald wieder ein normales Leben garantieren kann.

Noch ein Nachsatz: Ich kenne einige Menschen die schon geimpft wurden und zwei von ihnen hatten auch mit heftigeren Nebenwirkungen wie hohem Fieber und/oder Schüttelfrost zu kämpfen. Das ist zwar bedauerlich, kann aber auch bei Einnahme anderer Medikamente passieren. Und es zeigt, dass das Immunsystem reagiert und arbeitet, wie ein befreundeter und schon geimpfter Arzt mir erklärt hat. Wer also hier in Köln seinen Impftermin nicht wahrnehmen möchte – einfach anschreiben. Adresse steht im Impressum…