Köln

#Krisengebiet Köln

Das Robert-Koch-Institut gibt für Köln aktuell einen 7-Tagesinzidenzwert von 54,8 an, somit sind wir also auch offiziell Corona-Krisengebiet. Wir werden leider nicht die einzigsten bleiben, da werden in naher Zukunft noch einige folgen. Die Stadt Köln hat deshalb folgende Regeln veröffentlicht:

Schön wäre, wenn sich auch jede(r) daran hält, um so schneller geht der Spuk auch wieder vorbei. Hoffnung habe ich aber da nicht…

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – 80 km/h im Kalker Tunnel

80

Der Mensch ist scheinbar wirklich ein Gewohnheitstier.

Sieben Jahre hat es gedauert, den maroden Kalker Tunnel zu sanieren. Dieser Tunnel ist quasi die rechtsrheinische Zufahrt zur Stadt, wenn man von der Autobahn A3 und A4 über den Rhein ins linksrheinische Köln will. Sieben Jahre staute sich dort relativ regelmäßig der Verkehr, weil wegen der Baustelle die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h begrenzt wurde. Und „natürlich“ wurden dort in beiden Fahrtrichtungen auch stationäre Blitzer installiert, schließlich hielt sich nicht jeder an diese Geschwindigkeitsbegrenzung.

Seit knapp über einem Monat nun ist der Kalker Tunnel, dessen Sanierung eigentlich nur 2 anstatt 7 Jahre dauern sollte, wieder wie eh und je mit 80 km/h befahrbar. Doch einige scheinen dies noch nicht mitbekommen haben, ignorieren es oder haben die siebenjährige 50km/h-Begrenzung inzwischen so verinnerlicht, das sie im Tunnel überhaupt nicht mehr schneller fahren möchten.

Weshalb gerade zu den Stoßzeiten im Berufsverkehr jetzt auch weiterhin das große einbremsen beginnt. Obwohl an mehreren Stellen deutlich sichtbare Schilder mit einer großen „80“ aufgestellt wurden, werden gerade vor den stationären Blitzern mitunter abenteuerliche Vollbremsungen hingelegt. Ich selbst hatte in dieser Woche gleich zweimal Mühe einen Auffahrunfall zu vermeiden, weil der jeweilige Vordermann extrem heftig den Anker warf.

Ich denke mal, das noch viel Wasser den Rhein hinunter fließen wird, bis auch der letzte mitbekommen hat, das die 50 km/h nun wieder Geschichte sind und die Stadtautobahn wieder schneller befahrbar ist. Der Mensch ist scheinbar wirklich ein Gewohnheitstier… Aber das erwähnte ich ja schon.

Karnevalszüge ja oder nein – meine Meinung

karneval

Am Wochenende wurde der erste Kölner Karnevalszug in Zollstock abgesagt.

Für die Verantwortlichen und auch die Teilnehmer sicher ein bitterer, wenn auch nachvollziehbarer Schritt. Denn eine Planung seitens der Organisation ist leider angesichts der noch vorherrschenden Lage nahezu unmöglich. Und auch die Teilnehmer brauchen eine gewisse Vorlaufzeit, denn so eine Teilnahme wird ja nicht von heute auf morgen geplant und realisiert.

Ich bin selbst noch in diesem Jahr auf einem Wagen im Porzer Karnevalszug mitgefahren und kann die Enttäuschung über diese Entscheidung nachvollziehen aber ich denke, das die Zollstocker alles richtig gemacht haben. Auch wenn ich in den sozialen Medien Kommentare gelesen habe, die ihr Unverständnis über diese Entscheidung deutlich machten, vor allem weil diese Absage für einige viel zu früh kam. Doch eine spätere Absage, wenn die Vereine und Gesellschaften schon weit mit ihren Vorbereitungen gewesen wären, könnte man da in meinen Augen schon eher als Fehler bezeichnen.

Ich persönlich bin davon überzeugt, das im Jahr 2021 kein einziger Karnevalszug stattfinden wird und auch nicht stattfinden sollte. Wer will angesichts der Menschenansammlungen für diese Veranstaltungen die Verantwortung übernehmen? Vor allem wenn man bedenkt, das alleine der Kölner Rosenmontagszug teilweise über eine Million Zuschauer anzieht. Da dürfte wohl oder übel kein Sicherheitskonzept greifen und wer einmal Karneval in Köln erlebt hat dürfte sich nur sehr schwer vorstellen können, das nach den Umzügen korrekt mit Abstand und Mund-Nasen-Schutz in den Veedelskneipen weiter gefeiert wird.

Für die allermeisten der vermeintlichen Teilnehmer der Umzüge dürfte es bestimmt nicht der letzte Karnevalszug sein. 2022 wird hoffentlich wieder alles in normalen Bahnen verlaufen, da werden auch sicherlich die organisierten „Hardcore-Karnevalisten“ wenn auch schweren Herzens mal ein Jahr ohne den gewohnten Karnevalstrubel verschmerzen können. Große Sitzungen dürfte es in der kommenden Session wahrscheinlich ebenso wenig geben, was natürlich für Musikgruppen, Redner und Tanzcorps fatal ist. Denn kein Auftritt, kein Geld!

Aber wie man hört sind hier schon einige Veranstaltungen in kleinerem Rahmen geplant, so das die finanziellen Ausfälle für die Künstler nicht zu gravierend werden. Karneval 2020/21 wird und muss anders werden, auch wenn das gerade für kleinere Vereine und Familiengesellschaften, die mit einer oder zwei Veranstaltungen ihr Fortbestehen mitfinanzieren, sicherlich sehr schwer wird. Aber generell wird man Rest-Deutschland nicht vermitteln können, weshalb in den Karnevalshochburgen wie hier in Köln der Bär los ist, während im Rest der Republik zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich immer noch Abstand und Maskenschutz gepredigt wird.

Meine Meinung.