Küche

Gemeiner Angriff der Tupperdosen

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Zwischen Mann und Frau gibt es gelegentlich Meinungsverschiedenheiten…

Wenn es zum Beispiel um die Einhaltung der häuslichen Ordnung geht, dann verstehen die anderen Menschen zumeist überhaupt keinen Spaß. Mann sieht solche Dinge recht locker und stapelt derweil munter weiter. Sei es nun getragene Wäsche, Zeitungen oder sonstiges Stapelgut, stapeln hilft wenigstens Platz zu sparen. Schon von Natur aus waren wir Kronen der Schöpfung schon immer Jäger und Sammler, wobei der Hang zu letzterem bei einigen im Laufe der Jahrtausende besonders ausgeprägt wurde.

Aber nicht nur wir Kronen der Schöpfung stapeln, auch Weibchen entwickeln mitunter einen Drang zum stapeln. Wenn ein Haushaltsvorstand – zum Beispiel ich – an einem sonnigen Samstagmorgen einen Schrank der hauseigenen Küche öffnet und dabei von mindestens 150 Tupperdosen und sonstigem Krimskrams fast erschlagen wird, dann ist aber Matthäus (Nicht Loddar, der natürlich…) am Letzten!

Dann kann es nämlich passieren, dass der Haushaltsvorstand einen mittleren Blutsturz bekommt, das Plastikzeug in einen blauen Müllsack stapelt und diesen dann umgehend in die Tonne kloppt. Und nur darauf wartet, dass das Weibchen sich noch einmal über seine Motorradzeitungen beschwert, die angeblich nur Platz wegnehmen. How, ich habe gesprochen!

Männer weinen nicht!

zwiebel

„Männer weinen nicht“ pflegte mein Opa väterlicherseits immer zu sagen, wenn ich als Dreikäsehoch mal wieder einen Abflug mit dem Fahrrad gemacht hatte und Oma mir die blutigen Stellen sauber machte…

Eben musste ich wieder an diesen kurzen einprägsamen Satz denken. Als mir nämlich das Weibchen 6 Zwiebeln hinlegte, verbunden mit dem klar formulierten Auftrag diese zu schälen und zu schneiden. Nun ja, in meiner unendlichen Güte habe ich mich dazu hinreißen lassen, diesen eigentlich dem weiblichen Geschlecht zugedachten Part zu übernehmen. Wobei mir allerdings nicht klar war/ist, was man mit 6 Zwiebeln kochen will. Zwiebelsuppe scheidet hoffentlich aus, das würde mein Umfeld nicht verkraften…

Und wie immer wenn Mann sich verpflichtet fast freiwillig einen Frondienst im Haushalt zu übernehmen, hat Mann danach die Arschkarte. Denn 6 Zwiebeln erzeugen jede Menge brennende Augen und dadurch ist Mann fast gezwungen zu weinen. Auch wenn Männer eigentlich nicht weinen, wie Opa immer behauptete. Heute weiß ich natürlich, dass der Opa ein wenig übertrieben hat. Denn in Ausnahmefällen dürfen Männer auch mal kurz weinen. Außer beim Zwiebeln schneiden ist weinen noch in folgenden Ausnahmefällen erlaubt:

    Wenn ein heldenhafter Hund stirbt, um sein Herrchen zu retten.
    Wenn Barbara Schöneberger ihre Bluse aufknöpft.
    Wenn der Lieblingsfußballverein verloren hat oder abgestiegen ist.
    Wenn sie ihre Zähne benutzt.

Ansonsten zählt das was Opa immer gesagt hat…

Currywurst und Tütensuppen

essenIm Moment bin ich ja Strohwitwer.

Und wir Kronen der Schöpfung neigen jetzt nicht unbedingt dazu, in unserer Freizeit auch noch in der Küche herum zu wirbeln. Es mag Ausnahmen geben, aber irgendetwas müssen chronisch unterbeschäftigte ja auch zu tun haben. Vorwiegend Rentner fühlen sich deshalb oft dazu berufen, aus Mangel an Arbeit auch mal den Kochlöffel zu schwingen.

Kochen nennt man landläufig den Vorgang, wenn der Mann hungrig von der Arbeit kommt und fragt was es denn zu essen gibt. Natürlich hat Frau nicht immer alles sofort fertig, also muss Frau zwangsläufig kochen. Zumindest in den meisten Fällen spielt es sich so oder so ähnlich ab, es sei denn man ernährt sich nur von Dosenfutter, dann muss man das „Essen“ nur aufwärmen.

Kochen kann man eigentlich alles was man so in die Finger bekommt. Vorsichtig wäre ich allerdings bei Tütensuppen, denn dazu muss man Wasser erhitzen und dies dauert oft ziemlich lange. Die bessere Hälfte wendet dazu allerdings einen Trick an, sie erhitzt einfach vier Portionen Wasser auf 25°C und schüttet sie dann zusammen. Dann hat man die erforderlichen 100°C schneller und braucht nur noch das Suppengrün dazu zu geben. Aber Vorsicht: Bei dieser Methode muss man die Herdplatte zwingend eine Stufe niedriger stellen, da bei 100°C die Suppe sonst verdampft!

Gut, wir Kronen der Schöpfung müssen uns diesen Tipp nicht zwingend merken, denn das Kochen ist bekanntermaßen Aufgabe der Frau. Aber auch hier gibt es gelegentlich Unterschiede. Im Normalfall steht daheim die Frau am Herd und hält sich dort auch oft für einige Zeit auf. Der Vorteil für uns Männer ist, dass sie uns während des Kochens keine überflüssigen Fragen stellen oder gar mit anderen Haushaltsaufgaben bedenken können.

Doch wenn es um professionelles Kochen geht ist der Mann der eindeutige Chef. Deshalb sind auch die meisten Sterne-Köche Männer und auch in großen Hotels sieht man kaum eine Frau als Chef der Küche. Frauen sind mindestens eine Etage weiter oben beschäftigt, mit Betten machen und Zimmer aufräumen. Doch vergessen wir das professionelle Kochen und widmen uns wieder dem semi-professionellen Heim-Kochen.

Ein Mann sollte auf jeden Fall vermeiden dass 2 Frauen auf einmal seine Küche bevölkern, weil sie eventuell mal neue Rezepte ausprobieren möchten. Denn bei dieser Form des Kochens ist Gefahr im Verzug denn es bietet sich geradezu an, sich mit einer Geschlechtsgenossin zu unterhalten. Und ob danach wirklich noch weiter gekocht wird ist sehr umstritten. Ich empfehle dringend schon bei der Ankündigung dass eine Freundin mitkochen möchte, gleich umgehend das Haus zu verlassen und sich an der nächstgelegenen Currywurstbude durchzufuttern.

Gut, unsere Küche verwaist gerade etwas, denn das Weibchen ist noch bis einschließlich Donnerstag im Urlaub in der Türkei. Weshalb ich heute wohl mal wieder in der Stammkneipe mampfen werde. Und die restlichen paar Tage werde ich wohl auch noch überleben. Irgendwie…