Motorrad

Weiterer Zuwachs in der Garage? 🤔

Ich hatte ja vor einigen Monaten berichtet, dass ich in ein paar Jahren eine große Tour in die Mongolei machen möchte. Natürlich mit dem Motorrad, wobei sich für diese Tour weder meine Diva und erst recht die Schrankwand nicht wirklich eignen. Obwohl es bis zu meiner wohl verdienten Rente noch etwas Zeit ist, laufen zumindest die groben Planungen schon. Die grobe Routenplanung steht, was alles noch angeschafft und berücksichtigt werden muss wird quasi wöchentlich aktualisiert. Kontakte zu diversen Botschaften bezüglich Visa etc. wurden schon geknüpft und ebenso fanden schon oder finden noch einige persönliche Gespräche mit anderen Bikern statt, die solche Reisen schon gemacht haben und ihre Erfahrungen/Tipps auch gerne weitergeben.

Eines der vorrangigsten Themen ist natürlich ein passendes Motorrad. Ich habe mich in den letzten Monaten mit mehreren in Frage kommenden Modellen verschiedener Hersteller eingehend beschäftigt und als alter Kardanfahrer habe ich mich letztendlich für BMW entschieden. Meine persönliche Vorgabe bestand eigentlich nur darin, dass nichts neues angeschafft werden soll. Denn auf so einer Tour von grob 20000 Kilometern, die ganz grob gesehen aus mindestens 12000 Kilometern unbefestigten Straßen besteht, werden Kratzer, Beulen usw. fast unvermeidlich sein. Und das mit einem neuen Motorrad? Lieber nicht…

Tja, und gestern Abend habe ich zufällig etwas passendes entdeckt. Eine BMW R 1100 GS, 26 Jahre alt aber keine 60000 km gelaufen und wenn sie wirklich so aussieht wie auf dem Foto top in Schuss. Laut Verkäufer/ Erstbesitzer regelmäßig gewartet und für meine Zwecke genau das richtige. Natürlich müsste das gute Stück noch für eine lange Tour entsprechend aufgerüstet und bestückt werden, aber das ist ja alles machbar. Ich werde mir die Gummikuh am Samstag mal ansehen, der Verkäufer wohnt passenderweise quasi bei mir um die Ecke. Preislich sind mit einigem an Ersatzteilen/Zubehör 3300 VB aufgerufen, laut Foto durchaus fair.

Schaun wir mal, ob eventuell ab Samstag die Garage ausgebaut werden muss… 🙄

Die ersten Tage in Österreich – Urlaub 2021

landkarte

Es gefällt mir sehr gut hier in Kötschach-Mauthen.

Schon die Anfahrt in den Ort ist spektakulär. Von Deutschland aus kommend geht es über den Gailbergsattel, sehr kurvenreich und mit 15 ziemlich engen Serpentinen für manches Wohnmobil schon Schwerstarbeit. Unten im Tal liegt dann der Ort, die Doppel-Gemeinde wird durch den Fluss Gail quasi getrennt. Am Ortsausgang von Mauthen gehts gleich wieder den Berg hinauf auf den Plöckenpass. Und dort oben ist auch die Staatsgrenze zu Italien.

Unser Hotel Erlenhof, von dem wir alle höchst begeistert sind, liegt in Mauthen direkt am Fluss, verkehrstechnisch also perfekt. 200 Meter vom Hotel entfernt geht sofort eine Straße ins Lesachtal wunderschön kurvenreich auf knapp 2000 Meter hoch. In die entgegen gesetzte Richtung führt parallel zu den Bergen eine Straße unter anderem zum Weissensee, Millstätter See und Affritzer See.

Schon an den ersten drei Tagen hier haben wir mächtig Kilometer gemacht, gestern unter anderem mit einigen anderen Hotelgästen. Denn der Erlenhof gilt als Stützpunkt für Biker und Bergwanderer. Ein buntes Völkchen aus einigen Nationen, man hat schnell Kontakt und alles hier ist recht locker. Genau so wie ich es gerne habe… Die Wetteraussichten für die nächsten Tage sind auch recht vielversprechend, da locken noch einige Tagestouren.

Eine dieser Touren führte uns gestern durchs Lesachtal, nicht immer einfach zu fahren aber wunderschön kurvenreich und landschaftlich erste Sahne. Von der Hauptstrecke sind wir irgendwann mal abgebogen und die uns begleitende Enduro- Fraktion hat sich schon einen Fackelzug gegrinst, als Jochen – unterwegs mit einer sehr schönen Indian – und ich beschlossen, den anderen selbstverständlich zu folgen.

Gut, die teilweise unbefestigte und in den Serpentinen äußerst enge und steile Paßstraße war schon ziemlich heavy für unsere Tourendampfer. Aber wir haben es geschafft und als wir auf 1950 Metern mehr oder weniger angehoppelt kamen, ernteten wir manch ungläubigen Blick der versammelten BMW-GS- und KTM-Gemeinde. Und der Hüttenwirt Christian hat über alle vier Backen gegrinst und uns bestätigt, dass er 2 solche Schlachtschiffe auch noch nicht dort oben hatte.

Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass Jochen und ich heilfroh waren, als wir nach der Abfahrt alles ohne Schäden, Stürze oder sonstiges überstanden hatten. Das war teilweise so steil, dass ich die Schrankwand mit ihren gut 9 Zentnern Lebendgewicht kaum abgebremst bekam. Aber unsere Tourendampfer und wir haben es überstanden und heute morgen beim Frühstück waren wir im Hotel Gesprächsthema Nummer 1.😂

Naja, die nächsten Touren führen dann wieder über befestigte Straßen, allerdings zwangsläufig auch in die Höhe. Denn von Kötschach aus geht’s in 3 von 4 Richtungen nur ab in die Höhe. Was allerdings auch tierisch Spaß macht… 3 Alpenpässe haben wir bisher bewältigt und es werden sicher noch einige dazu kommen. Und natürlich die Tour über den Großglockner, auf die ich mich richtig freue.

Heute fahren wir mal nach Slowenien hinüber, unter anderem nach Maribor. Einfache Strecke knapp 160 Kilometer, wird also mit ein paar Abbiegungen bestimmt wieder etwas später, bis wir wieder im Erlenhof sind. So, das soll es erstmal als kurzer Zwischenbericht gewesen sein. Ich melde mich in ein paar Tagen nochmal.

Bastelarbeit

Wahrscheinlich würde sich jeder deutsche TÜV-Prüfer schon beim Anblick dieses Eisenschweins leise weinend in einen leeren Raum verkriechen. Nicht nur bei den Amerikanern ist man äußerst kreativ wenn es um außergewöhnliche Umbauten geht, auch auf unserem Kontinent gibt es ab und an etwas zu sehen, was nicht alltäglich ist. Wahrscheinlich wurden dort auch Bauteile verwendet, die man eher in einem Haushalt als an einem Motorrad vermuten würde. Und die robuste Bauform eignet sich wohl eher fürs cruisen durch die Taiga als zum flanieren an einem sonnigen Strand. Aber das Ding hat was…