Niederlande

Respekt vor den Niederlanden aber…

nurmalso

…genau das spielt wahrscheinlich Nachwuchs-Diktator Erdogan voll in die Karten.

Passiert ist das, wozu unsere Bundesregierung nicht den Arsch in der Hose hatte, nämlich erst dem türkischen Außenminister Cavusoglu die Landeerlaubnis zu verweigern und anschließend die eilends aus Deutschland angereiste türkische Familienministerin Kaya wieder auszuweisen, weil sie die Propagandaveranstaltungen die sich türkischer Wahlkampf in den Niederlanden nicht dulden.

Zu soviel Courage gebührt der holländischen Regierung mein größter Respekt, allerdings befürchte ich das es dem Großwesir vom Bospurus eher hilft als schadet. Denn nun kann sich dieser Mann, der alles was ihm nicht in den Kram passt gerne als Faschisten und/oder Nazis abqualifiziert so darstellen, wie er sich wahrscheinlich am liebsten sieht: Als furchtloser Führer eines Staates, der sich von anderen Staaten nichts sagen lässt.

Denn man kann nun davon ausgehen, das es Erdogan genau auf diesen Streit mit Europa angelegt hat, um eventuell noch unentschlossene hier lebende türkische Wähler so zu beeinflussen, das sie ihm die fehlenden Prozentpunkte die er für sein Präsidialsystem noch benötigt, noch zukommen lassen werden. Gut, im Normalfall sind es die Türken selbst schuld, wenn sie sich auf diese Art und Weise einen Diktator wählen.

Allerdings sollte sich auch die Europäische Gemeinschaft einmal dringend Gedanken machen. Will man wirklich einen Staat in die EU aufnehmen, dessen Noch-Präsident und Minister andere Mitgliedsstaaten als faschistisch, nationalsozialistisch und anti-islamistisch beschimpfen, nur weil sie nicht nach türkischer Pfeife tanzen? Will man wirklich noch weiterhin Geld an die Türkei bezahlen, „nur“ weil Erdogan die dort noch lebenden Flüchtlinge als Faustpfand gegen Europa benutzt?

Ich finde, das in dieser Beziehung schnellstens ein Umdenken innerhalb der EU stattfinden muss. Diese Proleten vom Bospurus will doch allen ernstes niemand in der europäischen Gemeinschaft haben. Man sollte sämtliche Beziehungen zur Türkei abbrechen und auch den europäischen Handel mit der Türkei einstellen. Und wer jetzt noch in die Türkei in Urlaub fährt und diesen Staat so noch unterstützt, dem ist wahrscheinlich sowieso alles egal.

Lasst die Türken ihr eigenes Süppchen kochen und wir kochen weiterhin unseres. Ich jedenfalls kann sehr gut damit leben, das die EU nicht noch größer wird.

Alle Holländer sind in Deutschland

autosHerbstferien in NRW.

Die Autobahnen könnten deutlich leerer sein, der Verkehr könnte viel flüssiger laufen. Wenn… Ja wenn nicht unsere Nachbarn aus dem Käseland zu jeder Zeit auch deutsche Autobahnen bevölkern würden. Zwar haben unsere holländischen Nachbarn erst ab dem 17. Oktober Herbstferien, doch schon jetzt ist mindestens jede dritte Nummernschild gelb. Doch Holland – oder politisch korrekt die Niederlande – was ist das überhaupt?

Ein unbekannter Legionär der römischen Truppen hat sich auf dem Heimweg von einer Schlacht einmal verirrt und kam dann während seines langen Fußmarschs auf die wahnwitzige Idee, auf dem uninteressantesten Landstrich der gesamten Erde einen eigenen Staat zu gründen. So entstand Holland, dessen erste Bewohner von der Nordsee in den Schlick gespült wurden und die immer leicht an dem Joint im Mundwinkel und den nach Möglichkeit selbst geschnitzten Holzschuhen zu erkennen sind.

Wenn ein Holländer einmal nicht zu Fuß unterwegs ist, dann fährt er mit dem Fahrrad oder mit seinem fahrenden Wohnklo spazieren. Dies allerdings nicht zu Hause in Holland, sondern mit Vorliebe auf deutschen Autobahnen. Denn der Holländer ist gerissen und denkt sich: „Warum soll ich meine schönen Straßen benutzen wenn ich sowieso nach Bayern fahre?“ Früher tarnte sich der Holländer mit einem gelben Nummernschild, deutliches Kennzeichen dafür, dass man mindestens dreimal durch die Führerscheinprüfung gerasselt ist.

Aber gerissen wie der Holländer ist schraubt er sich jetzt auch schon ein weißes Nummernschild ans Auto, nur um bei uns in Deutschland nicht aufzufallen. Und hätte er nicht sein Wohnklo hinten am Haken hängen würden wir wahrscheinlich wirklich denken, Deutschland hätte nicht 80, sondern mindestens 110 Millionen Einwohner! Aber es gibt da einen Trick, der Holländer flucht nämlich gerne. Und durch dieses „Chotverdomme“, das eher an eine schlimme Halskrankheit als an eine Sprache erinnert, verrät er sich quasi selbst.

Der Holländer verbringt aber nicht nur seine Freizeit, sondern auch gerne seinen Urlaub bei uns in Deutschland, vorzugsweise mit Kind und Kegel. Ganze Großsippen nehmen im Sommer Reißaus und strömen in Richtung Süddeutschland. In einer Langzeitstudie wurde festgestellt, warum der Holländer das macht: Er hat nämlich Angst vor einer Sturmflut. Deshalb macht der Holländer auch keinen Urlaub in Norddeutschland, denn erstens gibts da auch zu viel Wasser und zweitens kommen dem Holländer die Backsteinhäuser die es dort gibt nur allzu bekannt vor.

Aus diesem Grund fährt der Holländer am liebsten nach Bayern – insbesondere dann, wenn in München gerade Oktoberfest ist. Aber auch vor und nach dem Oktoberfest ist der Holländer gerne im Süden. Zum einen, weil die Bayern eine sehr liberale Drogenpolitik betreiben und man dort zwar keine Zigaretten, dafür aber Joints rauchen darf. Zum anderen, weil der Bayer den Holländer, der Holländer aber auch den Bayern nicht versteht.

Wobei Holländisch und Bayrisch eines gemeinsam haben, denn beide gelten eigentlich nicht als Sprache, sondern zählen zur Gattung der niederen Grunzlaute. Bei diesen Grenzvölkern – Holland grenzt ans Wasser und Bayern grenzt ans Ende der Welt – reichen diese Grunzlaute allerdings aus, um Joints gegen Bier zu tauschen. Schließlich muss jeder irgendwie über die Runden kommen…

Im Moment ist – wie schon weiter oben erwähnt – wieder ein extremer Reiseverkehr in Richtung Süden zu beobachten. An Rastplätzen werden Oranje-Partys gefeiert, auf der Autobahn knüppelt der Holländer mit seinem Wohnklo mit 150 Sachen über die Bahn und zu allem Überfluss ist auch noch mindestens jeder zweite LKW mit einem holländischen Kennzeichen getarnt. Und ich bin froh, wenn sie auch alle wieder in die andere Richtung fahren…

Hilfe, ich bin ein Holländer!

Ich esse ja gerne Käse aber das ist noch lange kein Grund, mit unseren westlichen Nachbarn auch verwandtschaftlich verbandelt zu sein. Aber wenn ich der Suchmaschine publicprofiler glauben darf, dann liegen meine Wurzeln eindeutig in den Untiefen der Niederlande. Ich bin jetzt also gebrandmarkt und kann mich in Köln nicht mehr auf der Straße blicken lassen, ohne dass man mich mit Johannes Heesters oder Rudi Carrell vergleicht.

Womöglich bin ich sogar der legitime Nachfolger von Joopie, werde 120 Jahre alt und nuschele demnächst im Rollstuhl sitzend alte Liedchen in ein Mikrofon, das mir ein Pfleger unter den holländischen Rüssel hält. Vielleicht nehme ich auch 30 Kilo ab, bekomme eine eigene Fernsehshow a la „Am laufenden Band“ und versuche, den deutschen Ureinwohnern endlich mal ihre Muttersprache richtig beizubringen. Und werde dafür von König Willem-Alexander zum Ritter des rollenden Käseordens geschlagen.

Unfassbar, aber der Name Linnartz ist nicht nur in Limburg zu finden, auch in Noord-Brabant, Gelderland, Utrecht und Overijssel gibt es Namensvettern und Namensnichten. Wobei ich nicht hoffen will, dass die auch alle mit mir verwandt sind. Wo liegen denn eure Wurzeln?

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