Österreich

Der Urlaub neigt sich dem Ende zu… Österreich ade.

So langsam nähert sich unser Urlaub seinem Ende zu…

Wir haben alle mächtig Spaß gehabt und es hat einfach alles gepasst. Vorab das wichtigste: Sowohl Fahrer/in als auch Motorräder sind alle heil geblieben. Zwar steht heute noch eine Tour an und auch noch knappe 1000 km Heimweg, aber auch das werden wir sicher noch unfallfrei über die Bühne bringen. Es gab eigentlich nur eine brenzlige Situation, da scherte in Italien eine Ape auf eine Bundesstraße ein wo wir gerade mit 90 km/h angecruist kamen. Wäre da nicht noch zufällig eine Bushaltestelle zum ausweichen gewesen, dann hätte ich die Ape wohl überrollt.

Die Rückfahrt mitgerechnet werden bei jedem knapp über 6000 km mehr auf der Uhr stehen, denn wir waren wirklich jeden Tag unterwegs. Touren zu und um die Kärntner Seen, dutzende Paßstraßen in Österreich und Italien, die Fahrt über die Großglockner Höhenstraße, die Nockalm Straße, die wir heute sozusagen als Abschluss noch einmal fahren werden, Fahrten in und um die Dolomiten und nicht zu vergessen durch das wunderschöne Lesachtal. Auch die Tour gestern durchs Maltatal hoch zur Kölnbreinsperre, Österreichs höchstem Stausee auf 1933 Meter Höhe – einfach Zucker!

Auch unser Hotel, der Erlenhof in Kötschach-Mauthen, ist wirklich sehr zu empfehlen. Gebucht hatten wir nur die Übernachtungen mit Frühstück, haben aber bis auf 2 Ausnahmen auch jeden Abend dort vorzüglich gegessen. Das Hotel wird von der Familie geführt und wir haben uns wirklich alle sehr wohl und umsorgt gefühlt. Prima Service, tolle gut ausgestattete und geräumige Zimmer mit Balkon und alles zu bezahlbaren Preisen. Wer also mal hier in der Region Urlaub machen möchte, den Erlenhof kann ich persönlich sehr empfehlen.

Bevor es jetzt zu ausführlich wird, machen wir an dieser Stelle mal ein Break. Schließlich wollen wir gleich wieder fahren… Wenn ich wieder daheim bin werde ich mal alle Fotos sichten und noch ein paar Bilder einstellen. Bis dahin müsst ihr euch aber noch etwas gedulden.

Die ersten Tage in Österreich – Urlaub 2021

landkarte

Es gefällt mir sehr gut hier in Kötschach-Mauthen.

Schon die Anfahrt in den Ort ist spektakulär. Von Deutschland aus kommend geht es über den Gailbergsattel, sehr kurvenreich und mit 15 ziemlich engen Serpentinen für manches Wohnmobil schon Schwerstarbeit. Unten im Tal liegt dann der Ort, die Doppel-Gemeinde wird durch den Fluss Gail quasi getrennt. Am Ortsausgang von Mauthen gehts gleich wieder den Berg hinauf auf den Plöckenpass. Und dort oben ist auch die Staatsgrenze zu Italien.

Unser Hotel Erlenhof, von dem wir alle höchst begeistert sind, liegt in Mauthen direkt am Fluss, verkehrstechnisch also perfekt. 200 Meter vom Hotel entfernt geht sofort eine Straße ins Lesachtal wunderschön kurvenreich auf knapp 2000 Meter hoch. In die entgegen gesetzte Richtung führt parallel zu den Bergen eine Straße unter anderem zum Weissensee, Millstätter See und Affritzer See.

Schon an den ersten drei Tagen hier haben wir mächtig Kilometer gemacht, gestern unter anderem mit einigen anderen Hotelgästen. Denn der Erlenhof gilt als Stützpunkt für Biker und Bergwanderer. Ein buntes Völkchen aus einigen Nationen, man hat schnell Kontakt und alles hier ist recht locker. Genau so wie ich es gerne habe… Die Wetteraussichten für die nächsten Tage sind auch recht vielversprechend, da locken noch einige Tagestouren.

Eine dieser Touren führte uns gestern durchs Lesachtal, nicht immer einfach zu fahren aber wunderschön kurvenreich und landschaftlich erste Sahne. Von der Hauptstrecke sind wir irgendwann mal abgebogen und die uns begleitende Enduro- Fraktion hat sich schon einen Fackelzug gegrinst, als Jochen – unterwegs mit einer sehr schönen Indian – und ich beschlossen, den anderen selbstverständlich zu folgen.

Gut, die teilweise unbefestigte und in den Serpentinen äußerst enge und steile Paßstraße war schon ziemlich heavy für unsere Tourendampfer. Aber wir haben es geschafft und als wir auf 1950 Metern mehr oder weniger angehoppelt kamen, ernteten wir manch ungläubigen Blick der versammelten BMW-GS- und KTM-Gemeinde. Und der Hüttenwirt Christian hat über alle vier Backen gegrinst und uns bestätigt, dass er 2 solche Schlachtschiffe auch noch nicht dort oben hatte.

Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass Jochen und ich heilfroh waren, als wir nach der Abfahrt alles ohne Schäden, Stürze oder sonstiges überstanden hatten. Das war teilweise so steil, dass ich die Schrankwand mit ihren gut 9 Zentnern Lebendgewicht kaum abgebremst bekam. Aber unsere Tourendampfer und wir haben es überstanden und heute morgen beim Frühstück waren wir im Hotel Gesprächsthema Nummer 1.😂

Naja, die nächsten Touren führen dann wieder über befestigte Straßen, allerdings zwangsläufig auch in die Höhe. Denn von Kötschach aus geht’s in 3 von 4 Richtungen nur ab in die Höhe. Was allerdings auch tierisch Spaß macht… 3 Alpenpässe haben wir bisher bewältigt und es werden sicher noch einige dazu kommen. Und natürlich die Tour über den Großglockner, auf die ich mich richtig freue.

Heute fahren wir mal nach Slowenien hinüber, unter anderem nach Maribor. Einfache Strecke knapp 160 Kilometer, wird also mit ein paar Abbiegungen bestimmt wieder etwas später, bis wir wieder im Erlenhof sind. So, das soll es erstmal als kurzer Zwischenbericht gewesen sein. Ich melde mich in ein paar Tagen nochmal.

Urlaub 2021 – Mit der Schrankwand in die Berge

landkarte

Wie ich schon bei Facebook geschrieben habe, ist unsere Fahrt am Samstag ohne besondere Zwischenfälle verlaufen. Für die knapp 680 Kilometer bis nach Inzell haben wir 7 Stunden benötigt. Inklusive zweier Tank- und Kaffeepausen und obwohl man auf der Autobahn den Eindruck gewinnen konnte, man wäre in Holland unterwegs. Und manchmal habe ich wirklich geglaubt das einige vergessen hatten, dass sie einen Hänger hinter sich her ziehen. Denn da wurde auch mal locker 130-140 km/h Dampf gegeben daß es eine Freude war. Naja, Holländer eben… 🙄

Natürlich wurde am Sonntagabend mit unserem Kumpel Beppi auch noch unsere Ankunft gebührend begossen. Allerdings machte sich gegen 22 Uhr dann doch etwas die Müdigkeit breit und so konnten wir uns einige selbst gebrannte Schnäpse ersparen. Die allerdings schon gestern früh nach dem Frühstück nachgeholt wurden. Denn da ging hier in Bayern buchstäblich die Welt unter. Hagelschauer vom feinsten wechselte sich mit Regen ab, da blieb einem nichts anderes übrig als Beppis Alkoholvorräte zu reduzieren.

Bis einschließlich Mittwoch werden wir hier in Inzell bleiben und ich bete inständig, dass das Wetter heute und morgen trocken bleibt. Sonst kommen wieder selbst gebrannte auf den Tisch des Hauses, die ich im allgemeinen als Rattengift bezeichne. Allerdings sagt der Blick auf den Wetterbericht jetzt nicht gerade, dass uns das erspart bleibt. Naja, warten wir mal ab… Ich freue mich auf jeden Fall schon auf unseren Aufenthalt in Kärnten, wo wir dann noch 14 Tage bleiben werden und hoffentlich die ein oder andere schöne Tour fahren werden. Mein persönliches Highlight ist natürlich die Fahrt über die Großglockner-Hochalpenstraße bis 2500 Meter Höhe. Aber auch Touren um einige Seen in Kärnten sind geplant und ebenso ohne konkrete Ziele einfach durch die Alpen cruisen.

Ich werde berichten…