Osteuropa

Auswanderungswelle – Unterwegs auf deutschen Autobahnen

autosHier ist der Teufel los.

Und ich habe die Befürchtung, dass Osteuropa langsam aber sicher ausblutet. Denn zumindest während der Woche dürften nicht nur die Einwohner sämtlicher ehemaligen russischen Teilrepubliken, Slowaken, Tschechen, Polen und auch große Teile von Ex-Jugoslawien hier bei uns unterwegs sein. Neben den schon angestammten Auswanderern aus den BeNeLux-Staaten und Österreich, die ja schon seit Ur-Zeiten, speziell in den Schulferien die Straßen und Autobahnen bevölkern, haben sich die Damen und Herren aus Osteuropa hier ganz schön vermehrt.

Vorwiegend reisen die Herrschaften mit ihren schweren LKW, allerdings sieht man auch immer mehr Kleintransporter und auch PKW. Teilweise habe ich hier bei uns auf dem Kölner Autobahnring das Gefühl, dass speziell in Polen unter der Woche selbst Fußgänger die spärlichen Autobahnen des Landes gefahrlos nutzen können, weil es dort wochentags keine Autos mehr gibt. Alle bei uns, ob groß oder klein…

Ich überlege schon ernsthaft, mal einen Kurzurlaub in Danzig oder Warschau zu machen. So abseits von allem Verkehrslärm, keine verstopften Straßen, keine schädlichen Abgase. Gut, auch keinen Strand, zumindest nicht in Warschau. Aber dafür ist ja in Polen auch das Benzin billiger. Zumindest ein wenig…

Die osteuropäische Frühstücksfee

kaffeeAlso hier habe ich ja ein Hotel erwischt…

Hier wird man ja wirklich umsorgt wie bei Muttern. Zwar bin ich nur für 2 Übernachtungen hier eingebucht, aber landschaftlich liegt das Hotel sehr schön. Wenn auch am Arsch der Welt… Die Frühstücksfee wollte oder konnte heute morgen zum Beispiel nicht verstehen, dass ich morgens nichts esse. Aber halb sieben ist mir einfach zu früh, um mir etwas beißbares zwischen die Zähne zu schieben. Was dann nach Möglichkeit auch noch drin bleiben soll… Statt dessen genehmige ich mir 2-3 Tassen Kaffee, was um die Uhrzeit auch vollkommen genügt.

Aber das war der Frühstücksfee, die dem Dialekt nach eher im Osten der europäischen Region zu Hause ist, wohl ein Dorn im Auge. Und so hat sie mir heute morgen ein Beutelchen bepackt mit jeweils einem Wurst- und Käsebrötchen, einem Ei und einem Stück Käsekirschkuchen in die Hand gedrückt. Verbunden mit dem unmissverständlichen Befehl Auftrag, die Lebensmittel im Verlauf des Tages auch darmtechnisch zu verarbeiten.

Also so hat sie es jetzt nicht ausgedrückt, sie meinte eher „Fruhstuck muss Mann, Fruhstuck wichtich, Fruhstuck gesund.“ Da konnte ich natürlich nicht widersprechen… Habe ich auch nicht und eben alles bis auf den Kuchen verputzt. Den habe ich eben so einem kleinen Kacker in die Hand gedrückt, nachdem mir seine Mutter das OK dazu gab. Und der Kleine hat das Stück innerhalb von 2 Minuten vernichtet.