Pandemie

Urlaub 2021?

landkarte

Es ist schon ein Kreuz mit dieser Drecks-Pandemie…

Noch bis vor 3 Jahren habe ich mir aus Urlaub eigentlich nie viel gemacht. Da war ich beruflich so oft unterwegs, dass ich überhaupt keinen Bock mehr hatte, noch mehr Zeit im Hotel zu verbringen. Allerdings hat sich die berufliche Situation dann geändert, Baden-Württemberg und Bayern gehören seitdem nicht mehr zu meinen beackerten Gebieten und somit fällt natürlich auch einiges an Hotelaufenthalten weg. Grob gerechnet so 18-20 Wochen, die ich im Süden verbracht habe.

Also war der erste Urlaub nach längerer Zeit vor 2 Jahren, da gings mit der Diva nach Kroatien. Im vergangenen Jahr wollten wir dann mit 4 Personen nach Kötschach in Kärnten, unweit der italienischen Grenze gefahren sein und von dort aus die Kärntner Seen, die Alpen, Italien und Slowenien etwas mit den Motorrädern beackern.

Dank Corona haben wir diesen Trip dann in Absprache mit dem Hotel auf dieses Jahr umgebucht und eigentlich soll es Ende Juli für 3 Wochen zu den Nachbarn nach Österreich gehen. Eigentlich… Denn im Moment sieht es ja nicht gerade so aus, als wäre ein Urlaub dort in Reichweite. Im Gegenteil, im Moment steht die Urlaubsampel eher auf Dunkelrot und es ist nicht absehbar, ob oder ob nicht.

Da ich persönlich auch keine große Lust verspüre, dort nur unter diversen Auflagen bzw. Bestimmungen Urlaub machen zu können, geht die Tendenz wohl zu Urlaub 2022. Wobei mir das schon mächtig stinkt, denn auf die Touren dort unten dürfen wir uns jetzt schon eineinhalb Jahre nur freuen. Nur solange sich die Lage mit diesem Virus nicht entscheidend bessert, wird unser Urlaub wohl auch in diesem Jahr ins Wasser fallen.

Naja, wir warten noch etwas ab und schauen uns die Entwicklung weiter an. Aber es ist schon ein Kreuz mit dieser Drecks-Pandemie…

Beschluss der „Bundesnotbremse“ – Änderung des Infektionsschutzgesetzes

nurmalso

Nachdem jedes Bundesland nun wochenlang die auf diversen Zusammenkünften der Länderchefs beschlossenen Regeln nach bestem Wissen und Gewissen zu eigenen Gunsten zurecht gequetscht hat, soll nun also eine bundesweite Regelung dafür sorgen, die Bundesländer an die Kandarre zu nehmen.

Sieht man einmal davon ab, dass eine bundesweite einheitliche Regelung schon lange überfällig ist, wurde die Änderung des Infektionsschutzgesetzes gestern zuerst einmal von der Bundesregierung beschlossen. Wenn der Bundestag diesen Änderungen zustimmen sollte ist es allerdings noch nicht sicher, dass das Vorhaben auch die mehrheitliche Zustimmung des Bundesrates findet. Denn da haben wieder die Länder das sagen…

Die meisten Beschlüsse sind ja im Grunde so schon einmal verabredet worden, nur hat sich bisher niemand wirklich daran gehalten. Auf einzelne Punkte bin ich in einem Beitrag vor ein paar Wochen schon mal näher eingegangen und ich gehöre auch zu denen, die das zwar nicht alles himmelhochjauchzend und glückselig finden, die beschlossenen Punkte jedoch im großen und ganzen richtig und vernünftig finden. Wobei mir allerdings immer noch nicht aufgeht weshalb gerade Blumenläden „systemrelevant“ sind. Aber das nur am Rande…

Die größte Kröte dürfte eine nächtliche Ausgangssperre sein, die ab einer Inzidenz von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen in Städten und Landkreisen greifen soll. Da regte sich gestern Abend zumindest im Social Network dann doch deutlicher Unmut. Mir ist es eigentlich egal, denn nach 21 Uhr bin ich im Moment eigentlich kaum draußen unterwegs und ich bezweifele, das es dem Großteil aller Bundesbürger – im Moment – anders geht. Ob dann allerdings eine nächtliche Ausgangssperre wirklich etwas bringt, wage ich dann auch zu bezweifeln.

Die Klientel die man eventuell mit dieser Regelung im Zaum halten möchte, nämlich die die sich immer noch zu irgendwelchen abendlichen „Events“ einfach so oder einem kleinen Gruppenbesäufnis ohne Einhaltung von Abstands- und Maskenregeln treffen, wird man damit allerdings nicht hindern. Die suchen sich einfach ein anders stilles Plätzchen oder treffen sich zukünftig in ihren Wohnungen. Es gibt immer Mittel und Wege sich nicht an Regeln zu halten.

Auch ich ertappe mich immer wieder das ich, wenn ich mit den neuesten Zahlen des RKI konfrontiert werde, denke: Naja, hochgerechnet auf 83 Millionen Einwohner stehen wir ja immer noch „ganz gut“ da und rechne mir die Prozentzahlen aus. Dieses „ganz gut“ ist allerdings trügerisch denn unser Krankenhauspersonal, das sich nun schon seit über einem Jahr mit den Auswirkungen dieser Pandemie beschäftigen muss und die langsam aber sicher auf dem Zahnfleisch gehen und nicht zuletzt die Belegung der Intensivstationen wird langsam aber sicher alarmierend.

Und niemand wird sich wünschen, das bei einer eventuellen Infizierung und entsprechendem Verlauf von einem Arzt entschieden werden muss, ob man jetzt versorgt werden kann oder jemand anderes bevorzugt wird. Um es nochmal klarzustellen: Auch mir geht das Thema Corona mittlerweile so auf den faltigen Hautfortsatz zwischen den Oberschenkeln, dass ich teilweise schon die Glotze ausschalte, weil ich es wirklich nicht mehr hören kann.

Und eigentlich wäre eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes überhaupt nicht notwendig, wenn sich jede(r) Ministerpräsident(in) an die Abmachungen halten würde. Mal ganz davon abgesehen glaube ich, das selbst diese Notbremse bei einer Inzidenz von 100 schon zu hoch angesetzt ist, um zeitnah wirklich eine Abschwächung zu erhalten. Und was macht man, wenn die neue Bundesnotbremse nicht durch den Bundesrat geht? Weiter alles verschleppen, wieder verhandeln und zögerlich handeln?

Deshalb müssen wir leider immer noch und wahrscheinlich sogar noch eine ganze Weile mit dieser Pandemie leben und hoffen, dass das mit den Impfungen jetzt endlich mal zügiger geht und vielleicht auch bundeseinheitliche Maßnahmen besser greifen als der noch vorherrschende Flickenteppich aus Verordnungen, der noch gilt. Und denjenigen die gerade haufenweise schreien dass sie in ihren Grundrechten eingeschränkt würden, empfehle ich mal ein Gespräch mit einem oder mehreren Bürgern der ehemaligen DDR. Die können euch dann etwas über wirkliche Einschränkungen erzählen…

Und nochmal Verlängerung…

Reisszwecken

Das bei ständig steigenden Werten keine weitreichenden Lockerungen nach der gestrigen Konferenz der Bundeskanzlerin und der Landeschefs zu erwarten waren, dürfte selbst dem größten Optimisten klar gewesen sein. Also gabs dementsprechend eine erneute Verlängerung des Lockdowns vorerst bis zum 18. April, einige Maßnahmen wurden weiter eingeschränkt und über Ostern auch verschärft. So weit, so „gut“…

Allerdings fragt sich der geneigte Bundesbürger langsam wirklich, ob unseren Berufspolitikern diese Krise langsam aber sicher entglitten ist. Zum einen wird einem seit Monaten vorgebetet, Kontakte weitestgehend einzuschränken, auf der anderen Seite schafft man es aber zum Beispiel nicht, Demonstrationen wie erst kürzlich in Kassel mit vielen tausend, zum großen Teil Maskenpflicht und Abstandsregeln ignorierender Teilnehmer, zu untersagen. Sicher gibt es ein Demonstrationsrecht, schließlich leben wir nicht in Takatuka. Aber wenn schon Millionen Bundesbürger tägliche Einschränkungen hinnehmen müssen muss es auch möglich sein, 20.000 Betonköpfe halbwegs in ihre Schranken zu weisen.

Wenn man alleine die typisch deutsche Bürokratie beobachtet, mit der dieses Impfszenario mehr schlecht als recht durchgezogen wird so prophezeie ich, dass wahrscheinlich die sogenannten Dritte-Welt-Länder eher durchgeimpft sind als das in Bürokratie und Unfähigkeit erstarrende Deutschland. Und ich bin wirklich einmal gespannt, ob sich die Geschwindigkeit wirklich erhöhen wird, wenn dann ab dem 2. Quartal die EU mit Vakzinen geflutet wird. Meine Prognose: Eher nein, wahrscheinlich machen sich da eher auch wieder ein paar Nimmersatte die eigenen Taschen voll und verscheuern die Brühe.

Diese Unfähigkeit der Bundesländer, von Anfang an einen gemeinsamen Kurs zu fahren und diesen auch durchzuziehen hätte meines Erachtens für mehr Akzeptanz in der Bevölkerung geführt. Selbst ich – und ich habe normalerweise eine Engelsgeduld – kann mittlerweile nur noch müde darüber lächeln, das die Damen und Herren Länderchefs scheinbar nur im Kopf haben, sich bei ihren potentiellen Wählern und Wählerinnen bloß nicht zu unbeliebt zu machen, um eine eventuelle Wiederwahl nicht zu gefährden. Und unser kleiner Aachener Napoleon mit Ambitionen für höhere Weihen dreht sich besonders gekonnt wie ein Fähnchen im Wind.

Ebenso sind einige getroffene Maßnahmen zumindest fragwürdig. Ich kann mich noch ans letzte Frühjahr erinnern, als vor jedem Discounter ein „Wachposten“ aufgestellt wurde, der den reglementierten Zugang überprüfte. Scheint heute niemanden mehr zu interessieren. Im Einzelhandel werden Zugangsbeschränkungen vorgeschrieben, so das nur ganz wenige zeitgleich im Laden sind. Das dürfte umsatzmäßig gesehen wohl für die meisten eher ein Minusgeschäft sein, während sich bei den deutschen Supermärkten in der Nachbarschaft alles knubbelt. Irgendwie wirkt das ein wenig unausgegoren… Und den Branchen die nun teilweise schon ein Jahr!! beschäftigungslos und dementsprechend ohne Einkünfte sind, werden versprochene finanzielle Hilfen viel zu spät ausgezahlt oder durch Bürokratie unnötig erschwert. Auch weil man unfähig ist, betrugssichere Anträge zu formulieren und auszuarbeiten.

Viele Leute haben einfach kein Vertrauen mehr in unsere Volksvertreter, jüngste Skandale und Skandälchen tragen weiter dazu bei, dass man wirklich langsam bezweifeln muss, ob wir diese Pandemie in angemessener Zeit zumindest einigermaßen in den Griff bekommen. Zudem wirkt unsere Bundeskanzlerette zumindest auf mich so, als ob ihr das Geschacher der Länderchefs- und chefinnen zunehmend am Allerwertesten vorbei geht. Sie hatte ja schon immer eine eigenen Art, wirkt aber seit längerem amtsmüde und scheint nur noch dem Ende dieser Legislaturperiode entgegen zu dämmern. Man würde sich wünschen, dass sie mal mit der Faust auf den Tisch hauen würde und die MP’s zusammenstaucht. Aber dann würden wieder einige Hohlköpfe von Diktatur faseln…

Ich möchte es ja nicht beschreien aber ich bin wirklich gespannt, wie der Denkzettel bei der diesjährigen Bundestagswahl aussehen wird. Wahrscheinlich habe ich dann einen Grund zum auswandern…