Pflanzen

Die Entstehung des Gartens

garten

Der Garten, für gewöhnlich zumeist grüner Fortsatz eines Hauses, kann aber auch ein wenig weiter weg in einer eigenen Siedlung liegen, die man Schrebergarten nennt.

Früher als die Menschen noch umherzogen um unschuldigen Tieren und fiesen Nachbarn die Schädel einzuschlagen, gab es keine Häuser. Die Menschen betrachteten alles um sie herum als Garten, außer vielleicht die Höhlen die sie bewohnten. Irgendwann begannen sie dann seßhaft zu werden das heißt, sie saßen solange herum bis ihnen furchtbar kalt wurde. Was aber auch kein Wunder war denn – die Eiszeit nahte…

Da bauten sie kurzerhand Häuser. Das Grünzeug drum herum ließen sie stehen und so entstand der Garten in seiner grob gesehen noch heute bekannten Form. Da die Eiszeit etwas länger dauerte hatten sie allerdings viel Zeit. Kein Tier zu sehen, alle Nachbarn in ihren Häusern, also niemand zum Erschlagen da. Da erfand ein findiger Vorfahr kurzerhand den Zaun um rahmte seinen Garten damit ein.

Wenig später endete dann die Eiszeit und die ersten merkten, dass in ihren Gärten auch essbare Pflanzen wuchsen. Das war natürlich sehr praktisch, konnte man auch mal einen Obst- oder Gemüsetag einlegen, ohne wandernden Mammuts tagelang hinterher jagen zu müssen. Zwischen den essbaren Beeren, Pflanzen und Kräutern wuchs allerdings auch jede Menge Unkraut. Dieses Zeug hörte überhaupt nicht auf zu wachsen, war allerdings für nichts zu gebrauchen.

Nur immer abschneiden und auf den Misthaufen werfen, das machte die Vorfahren rasend. Deshalb nannten sie das Unkraut Rasen und jetzt war der Garten fast perfekt. Aber es fehlte noch etwas, etwas für die Optik. Da kam einigen der Vorfahren der Zufall zur Hilfe. Denn an einem trüben Tag erhellte sich plötzlich der Himmel und die Vorfahren bekamen richtig Angst.

Sie flüchteten in ihre Häuser und gerade als sie die Türen geschlossen hatten gab es ein paar fürchterliche Einschläge. Die Erde bebte, die Häuser wackelten und die Menschen trauten sich ein paar Tage nicht vor die Tür. Zudem regnete es nach dem Ereignis wie aus Kübeln und so wartete man eben ab. Es würde schon besser werden…

Und es wurde besser. Eines Tages öffnete ein mutiger Vorfahr die Tür einen Spalt weit und sah das die Sonne wieder schien. Er ging vorsichtig in den Garten und ließ plötzlich einen markerschütternden Schrei los. Die anderen rannten zu ihm und erstarrten, denn da war plötzlich das was ihrem Garten noch gefehlt hatte. Denn die Einschläge die sie gehört hatten stammten von Meteoriten und durch den tagelangen Regen hatten sie nun ihren ersten Gartenteich.

Tja, und so entstand der Garten. Wusstet ihr aber sicher selbst, oder? Demnächst erzähle ich euch noch mehr über die verschiedenen Gärten, die sich seit dem entwickelt haben. Übrigens war wahrscheinlich gestern der letzte Tag, um den eigenen Garten winterfest zu machen. Denn ab jetzt folgt die lange überfällige Eiszeit…

Am Busen der Natur

blumen Jedes Jahr um die gleiche Zeit entwickelt das Weibchen eine grüne Seele…

Nicht etwa dass sie der ehemaligen Öko-Partei besonders zugetan wäre, vielmehr geht es um das Grünzeug in der heimischen Kemenate. Da wird im Frühjahr gepflanzt wie der Teufel und das nahe gelegene Gartencenter hat mit Sicherheit 2 meiner Monatsgehälter auf der Habenseite registriert. In jeder Ecke wird irgendetwas blühendes platziert, was allerdings zumeist nur im Weg steht.

Deshalb sondere ich den Sommer über schon mal gelegentlich aus, indem ich unabsichtlich gegen einen besonders sperrigen Grünzeugbehälter stolpere. Und das macht sogar Spaß, denn diese großen Terrakotta-Kübel platzen immer sehr geräuschvoll. Natürlich stolpere ich nur wenn die bessere Hälfte nicht zu Hause ist, ansonsten wäre es wohl auch zu auffällig…

Und trotz meiner Selektion komme ich mir gerade auf dem Balkon der Kemenate noch vor wie im Botanischen Garten Köln. Ständig wedelt einem etwas vor der Nase herum, will man einen Stuhl umstellen zwickt einem ein Ast in die Rippen und das Bienenvolk, dass den Sommer über das Blühzeug zum Zwecke der Bestäubung begattet, nahm auch schon Kompaniestärke an. Am schlimmsten sind diese ständig im Weg stehenden und nach Katzenpisse stinkenden Buchsbäume, die dem Weibchen besonders am Herzen liegen.

Allerdings kann man das ganze Blüh- und Grünzeug auch anders verwenden. Da ich ja sehr praktisch veranlagt bin, drücke ich meine Zigarettenkippen immer dazwischen aus. Natürlich nur dann, wenn das Weibchen es nicht sieht. Deshalb freue ich mich schon wieder auf den Herbst, dann in wenigen Wochen wird es wieder leerer da draußen sein…