Pilgerreise

Alljährliche Pilgerreise nach Willingen

nurmalso

Am Freitag ist es wieder soweit, morgens um halb acht geht es wieder auf Pilgerreise ins Sauerland. Zuerst einmal steht ein gutes Frühstück in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofs an, denn in diesem Jahr fahren wir erstmalig nicht mit dem Bus, sondern mit der Deutschen Bahn. Wir, das ist die in diesem Jahr 15-köpfige Pilgergruppe der AH Grengel und nicht nur ich hoffe inständig, das uns die Bahn auch dorthin bringt wo wir hin möchten. Und das eventuell sogar pünktlich, denn wir möchten ja nichts verpassen. Lassen wir uns also überraschen…

Es ist sehr wahrscheinlich, das wieder über alkoholhaltige Getränke diskutiert und auch sicher manches olle Anekdötchen erzählt wird. Genauso sicher ist es, dass einige schon am Sonntag auf der Rückfahrt das Wort Alkohol wieder verfluchen werden. Denn so eine Pilgerfahrt kann auch sehr anstrengend sein, erfahrene Pilger werden mir da zustimmen. Wenn nichts dazwischen kommt, werden wir also so 11 Uhr in Willingen ankommen. Die Marschverpflegung stellt allerdings in diesem Jahr ein Problem dar, denn die üblichen 10 Kisten Kölsch um das gröbste Hungergefühl bis mittags zu unterdrücken, fallen wegen mangelnder Träger weg.

Doch so ein richtiger Pilger weiß sich natürlich zu helfen und so erging die Anweisung, das jeder Pilger sich 2-3 Flaschen Kölsch ins Köfferchen packen sollte, da Kölsch allemal nahrhafter als etwa Sprudelwasser und zudem auch leichter ist. Außerdem hat uns ein sehr erfahrener Pilger geraten, fehlende Vitamine während der langen Zugfahrt doch mit Kräutern auszugleichen. Gar keine schlechte Idee, die wir natürlich sofort befolgt haben. Und so haben jetzt die 5 körperlich stärksten Pilger jeder noch eine Flasche Mühlenkräuter im Koffer verstaut. Zwar nur ein Kräuterersatz, aber immerhin… B-)

Der Wettergott scheint uns – wie die Vorhersage befürchtet – nicht so gut gesonnen zu sein, wobei sich das überwiegende Wochenende mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sowieso eher in dunklen Kneipen überdachten Räumen abspielen wird. Am Sonntagmorgen werden wir natürlich den Abschlußgottesdienst in der Ortskirche feiern, bevor wir uns am nachmittag mit allen anderen Pilgern wieder am Bahnhof treffen. Wenn der Zug denn kommt…

Mann wird ja nicht jünger

nurmalso

Und genau deshalb war ich gestern – gelinde ausgedrückt – ziemlich am Arsch.

Denn so eine dreitägige Pilgerreise ins Sauerland mit grob überschlagenen 5 Stunden Schlaf spült man als altes Männlein doch nicht mehr so locker aus der Wäsche wie ein Jungspund. Dennoch hat es wieder riesig Spaß gemacht, mit den Kumpels unserer Alt-Herren-Truppe auf Tour zu gehen und ich freue mich jetzt schon aufs nächste Jahr.

Da man nur auf einer Hochzeit tanzen kann, musste ich allerdings unser jährliches Oktoberfest der Schützen auf einen knapp einstündigen Kurzbesuch beschränken. Und da wäre ich schon beinahe an der Theke eingeschlafen… Gott sei Dank ging es nicht nur mir so, auch ein paar andere ältere Knaben hatten doch deutlich sichtbar mit Schlafdefizit zu kämpfen. Und deshalb wurde auch am gestrigen Feiertag bis auf einen kurzen Spaziergang nur die Flügel hochgelegt und ausgespannt.

Ein alter Mann ist schließlich kein D-Zug und jünger werden wir ja alle nicht…

Pilgerreise 2016 ins Sauerland

bier

Auf gehts…

Nachdem ich ja im vergangenen Jahr unsere alljährliche Pilgerreise der AH Grengel ins Sauerland leider wegen Terminüberschneidungen (DTM Nürburgring) absagen musste, darf ich nun in diesem Jahr wieder mitpilgern. Im Moment sitzen wir noch bei einem gemeinsamen Frühstück, für einige meiner hartgesottenen Mit-Pilger wohl die letzte feste Mahlzeit vor Sonntagabend. Denn pilgern kann auch sehr anstrengend sein…

Wenn nichts dazwischen kommt, werden wir also so zwischen 12 und halb 1 in Willingen im Sauerland ankommen. Die Marschverpflegung in Form von 10 Kasten Kölsch dürfte wohl reichen, damit das Hungergefühl unterdrückt werden kann. Denn wer nichts isst, der sollte wenigstens etwas trinken. Und da Kölsch allemal nahrhafter als etwa Sprudelwasser ist, hat uns ein sehr erfahrener Pilger zu dieser Form der Verpflegungsaufnahme geraten.

Bei mir heißt ja im Moment das Motto: Raus ausm Koffer, rein innen Koffer. Denn noch bis gestern nachmittag war ich im schwäbischen unterwegs und nach einer Nacht im heimischen Bett heißt es nun wieder übernachten im Hotel. Nun, wer pilgert muss eben auch Opfer bringen! Sicherlich werde ich das ein oder andere Bildchen zu Instagram hochladen, welches dann ja automatisch auch hier erscheint. Es werden aber mit Sicherheit nicht so viele wie in dieser Woche, schließlich sind wir zum pilgern da und nicht zum knipsen.

In diesem Sinne, ein schönes Wochenende für euch und haltet die Ohren steif…