Polizei

Ali Baba, Herr Rossi, Jupp, Odin und Theo

USBStick

Nein, das sind nicht etwa meine Lieblingsnamen. Obwohl ich nun hier niemanden verunglimpfen möchte… Aber auf diese Namen hören Hunde, Spürhunde um genau zu sein. Gut, auch über diese Namensgebung kann man geteilter Meinung sein aber ich denke, das sich die Vierbeiner da weniger Gedanken machen und es so nehmen wie es eben ist. Dafür können die fünf etwas, das bisher in Nordrhein-Westfalen fast niemand konnte.

Denn Ali Baba, Herr Rossi, Jupp, Odin und Theo sind die ersten Datenspeicher-Spürhunde der Polizei in NRW. Sie können Smartphones, SIM-Karten, Festplatten, USB-Sticks und CDs erschnüffeln, ein Job den bisher ihr Kollege Yam von der Justizbehörde übernehmen musste und wenn der mal nicht konnte, dann mussten Schnüffler aus anderen Bundesländern angefordert werden. Aber gestern wurden die fünf frisch ausgebildeten Spürnasen in den Polizeidienst übernommen und jetzt braucht unsere Polizei in NRW niemanden mehr auszuleihen.

Und als ich diese Meldung gestern gelesen habe da fiel mir wieder siedend heiß ein, das ich seit einigen Wochen einen USB-Stick mit Fotos suche. Ich habe wirklich schon jeden verfügbaren und in Frage kommenden Schrank, Hemden- Hosen- und Jackentaschen durchsucht – nichts! Ich weiß nicht mehr, wo dieser kleine, verflixte USB-Stick sein könnte. Deshalb würde ich der Polizei zu Trainingszwecken gerne mal die heimische Kemenate zur Verfügung stellen und ich bin davon überzeugt, das die neuen Kollegen diesen Stick sicher schnell finden würden.

Ich hoffe nur, das die neuen Schnüffelnasen auch stubenrein sind. Und mal rein aus Interesse: Sind die 5 Vierbeiner jetzt auch Beamte?

Kundenbeleg der Polizei NRW oder Der nette Motorrad-Sheriff

daumen

Zumeist bin ich ja nicht gerade begeistert, wenn ich hier im Blog über unsere uniformierten Freunde schreibe…

Aber gestern der Herr Motorrad-Sheriff, den muss ich mal lobend erwähnen. Ich hatte es mal wieder eilig, weil ich einen Termin am Kölner Hauptbahnhof hatte. Jeder der dort schon einmal versucht hat einen Parkplatz zu ergattern weiß, dass dies ein nahezu unmögliches Unterfangen ist. Ich hatte gestern morgen Glück, da wurde gerade als ich an der Bahnhofsrückseite angeknattert kam, auf der anderen Straßenseite einer frei. Also nichts wie rein in die Lücke…

Und als ich ausstieg, stand er auch schon hinter mir, der Herr Motorrad-Sheriff. Mir war zwar noch nicht klar was er von mir wollte, aber ich händigte ihm die verlangten Fahrzeugpapiere und meinen Führerschein aus. Er blickte kurz hinein und dann folgte die Aufklärung. „Herr Linnartz“ sagte er, „sie kennen sicher diese Linie“ und zeigte mit dem ausgestreckten Arm Richtung Fahrbahnmitte.

Da war mir dann klar was er von mir wollte, Kohle! Denn ich hatte überhaupt nicht darauf geachtet dass dort eine durchgezogene Linie war, da hab ich wohl nicht aufgepasst. Ich gab meine Schuld zu und fragte wieviel Geld er mir abknöpfen müsste. „Im Normalfall 30 Euro“ antwortete er, „in Anbetracht der angespannten Parkplatzsituation, der Vorfreude auf den zu erwartenden Parkplatz und der Tatsache, dass sie ihre Schuld zugeben, gebe ich ihnen einen Rabatt und bin mit 10 Euro zufrieden.“

Das entspannte meine Gesichtsmuskulatur natürlich merklich. Ich hielt ihm einen 10-Euro-Schein entgegen, allerdings bestand er auf Zahlung per EC-Karte. Die Polizei in NRW darf wohl kein Bargeld mehr entgegen nehmen, jedenfalls behauptete er das. Wird schon stimmen… Naja, EC-Karte gezückt, Geheimzahl eingetippelt, bestätigt und dann bekam ich sogar noch einen Kundenbeleg. Netter Name für ein profanes Knöllchen…

Was läuft da eigentlich beim G20-Gipfel in Hamburg?

nurmalso

Gut, es ist nicht alles Gold was glänzt und in der Welt und auch im eigenen Staat läuft es nicht immer so, wie man das gerne hätte. So viele Krisenherde, da machen sich manche Menschen schon mal Sorgen um die Zukunft dieser Welt. Staatschefs die mitunter ein wenig am Rad drehen und meinen, durch Säbelrasseln könnte man Probleme lösen. Das hat aber noch nie wirklich funktioniert…

Wir in Deutschland können doch eigentlich ziemlich froh sein in einem Land zu leben, in dem es im großen und ganzen doch ziemlich zivilisiert zugeht und in dem man eigentlich auch gut leben kann. Sicherlich gibt es auch hier eine ganze Menge Leute, denen es im Moment vielleicht nicht so gut geht, allerdings kann sich ein Staat nun leider nicht für jeden einzelnen einsetzen, da bleiben immer ein paar Leute vermeintlich auf der Strecke. Traurig, aber auch nicht zu vermeiden.

Wenn ich jetzt allerdings in den Nachrichten verfolgen muss, das der G20-Gipfel in Hamburg quasi zum Kriegsschauplatz ausartet, dann scheint die Unzufriedenheit einiger doch eher in blinde Zerstörungswut auszuarten. Ich kann die Demonstranten verstehen, die ihren Protest gegen die Vorgehensweise gewisser Staaten friedlich zum Ausdruck bringen wollen. Auch wenn ich sicher bin, das dieser Protest bei den Verantwortlichen überhaupt nicht ankommt.

Das allerdings das Eigentum anderer Leute mutwillig zerstört und teilweise auch in Brand gesetzt wird, das hat wenig mit Protest zu tun. Das ist das Werk einiger absolut geistig verwirrter, deren Lebensinhalt scheinbar darin besteht, bei Demonstrationen wogegen auch immer möglichst viel Unheil anzurichten, die Gesundheit Unbeteiligter zu gefährden und sich nach Beendigung der begangenen Untaten darüber zu beschweren, das die Ordnungsbehörden – sprich die Polizei – unangemessen hart reagiert hat.

Mal ganz davon abgesehen das ich jedem dieser gewalttätigen Schwachmaten einen Strahl eines Wasserwerfers so lange in den Schritt halten würde bis ihm die Eier abfallen, kann ich auch nicht verstehen das man ein solch bedeutendes Treffen in einer Stadt wie Hamburg stattfinden lässt. Warum nicht Helgoland, Island oder ähnlich abgelegene Orte, wo man wahrscheinlich schon – rein geografisch gesehen – weniger Widerstand zu erwarten hätte?

Von den Kosten für den Steuerzahler einmal ganz abgesehen, denn über 20.000 Polizisten und diverse andere Sicherheitskräfte kosten nicht nur eine Menge Geld, die Einsatzkräfte der Polizei hätten sicherlich auch nichts dagegen, ein friedliches Wochenende mit Familie und Freunden zu verbringen, anstatt Gipfel-Teilnehmer und nicht zuletzt sich selbst gegen schwachsinnige, zerstörungswütige Bekloppte verteidigen zu müssen.

Mancher mag meine Ansichten ja extrem finden, doch manchmal wünsche ich mir wirklich das man alles was vermummt zu einer Demonstration erscheint, gleich mal für 10-20 Jahre irgendwo einbunkert. Zeit zum nachdenken sozusagen. Nachdenken darüber, ob es für gewalttätigen Protest wirklich keine Alternative gibt. Wenn nicht, dann lebenslänglich…