Ein Stück Torte – Luxusartikel aus der Konditorei

kuchen

Wir alle kennen ja das Problem mit stetig steigenden Preisen.

In allen Bereichen des täglichen Lebens ist in schöner Regelmäßigkeit eine Teuerungsrate zu verzeichnen. Das fängt bei den Frühstücksbrötchen an und endet noch lange nicht beim Benzinpreis, der ja auch langsam aber stetig wieder steigt. Naja, da müssen wir halt mit klar kommen, schließlich will ja jeder leben. Allerdings gibt es auch Dinge, darüber rege sogar ich mich auf…

Wie zum Beispiel wird der Preis für ein Stück Kuchen kalkuliert? Vermutlich nach Arbeitsaufwand und Zutaten. Wobei die Zutaten noch das billigere sein dürften. Aber mal ehrlich, ist 3 Euro 10 für ein Stück Kuchen nicht etwas übertrieben? Rechnet man 12 Stücke aus einer Torte, dann müssen über 37 Euro auf den Tisch der Bäckerei/Konditorei geblättert werden. Das sind ganz grob gerechnet über 70 DM unserer guten, alten Währung und da bekam man vor 15 Jahren schon fast einen Gebrauchtwagen für! Da wird Mann aber feucht im Schritt…

Das ist ja der pure Luxus und die etwas ältere Dämlichkeit die ich gestern dabei beobachtete, wie sie sich gleich 6 Stücke Torte sicherte, hatte entweder eine verdammt gute Rente oder aber vorher einen Kleinkredit aufgenommen. Und da ich jetzt auch weiß was Sache ist, werde ich so schnell keinen Kuchen mehr kaufen. Da versaufe ich die Kohle lieber…

Das ewige Leben

nurmalso

Gestern Abend kam bei einem Gespräch im Hotel mehr zufällig der Begriff „Ewiges Leben“ zur Sprache. Aber was hat man von einem ewigen Leben?

Denn es gibt einige Sachen bezüglich des ewigen Lebens, die man erst noch genauer bedenken sollte. Zum einen wäre da mal die Rente, denn wer ewig lebt, der muss auch ewig arbeiten, der Staat würde das wahrscheinlich nicht akzeptieren, dass man nur so 50 kurze Jährchen was tut und dann bis in alle Ewigkeit Rentner bleibt…

Eine Ehe kann einem auch zum Verhängnis werden, denn „bis der Tod uns scheidet“ greift hier nicht und könnte für manchen in der Jugend noch schwer verliebten eine wirklich unliebsame Überraschung bringen. Oder könnte man im Fall des ewigen Lebens einen unliebsamen Ehepartner dann irgendwo eintauschen? Auch eine Lebensversicherung würde niemals ausbezahlt aber wer sorgt heutzutage schon vor?

Und es bleibt da noch eine andere wichtige Frage offen: Was ist mit dem Aussehen? Bleibt man jung und relativ knackig oder altert man weiter? Manche sehen ja bereits mit 40 aus als wären sie schon zweimal gestorben, aber wie sieht das erst nach 500 Jahren aus? Und wie ist es mit Krankheiten und Unfällen, kann man daran trotzdem sterben? Was ist, wenn man zum Beispiel mit 30 eine Hand verliert, lebt man dann ewig ohne sie weiter? Oder wächst die irgendwann wieder nach?

Und erst die Wirtschaft! Wenn niemals jemand stirbt, dann fällt eine ganze Berufsgruppe aus. Ich denke da an den Pathologen, den Gerichtsmediziner, den Profikiller, den Sargmacher, den Totengräber und bestimmt hab ich da noch einige vergessen. Außerdem würde es ziemlich eng werden auf unserem Planeten, wobei es wahrscheinlich sowieso nicht viele Kinder gäbe, denn die Eltern hätten ja ewig Zeit sich fortzupflanzen und trotzdem noch nebenbei Karriere zu machen.

Lebenslänglich als Gefängnisstrafe zu bekommen wäre dann um ein vielfaches schlimmer als die Todesstrafe – sofern man jemanden überhaupt töten könnte. Die Mafia hätte auch so gut wie nichts mehr zu tun, das müsste frustrierend sein… Auch die Kirche müsste sich was einfallen lassen, wer ginge denn noch hin wenn niemand mehr ein Leben nach dem Tod braucht und auch die Erlösung flach fällt?

Eine andere wichtige Frage wäre was passiert wenn das Ende der Welt kommt? Bliebe man dann übrig und der Planet wäre weg? Müsste man dann eventuell auf den Mond umziehen? Also, bevor man sich auf das ewige Leben einlässt, sollte man jemanden fragen, der sich mit so was auskennt! Ich plane jedenfalls nicht in nächster Zeit ewig zu leben, da sind mir einfach zu viele Variable die man berücksichtigen müsste!

Da gehöre ich lieber zu den altmodischen Menschen die einfach sterben und gut ists. Da weiß man wenigstens wo man dran ist und das man nichts mehr zu erwarten hat. Außerdem muss man keine Angst vor einer bösen Überraschung haben, denn wenn man einmal ewig lebt, dann gibt es kein zurück mehr!

Aber wer will schon ewig leben, ihr etwa?

Rentner und Krankenkassen

arztkofferMan könnte behaupten, unseren Rentnern ginge es gut.

Immerhin verspricht die Bundesregierung Rentenerhöhungen von fast fünf Prozent bis zum Jahr 2016. Im nächsten Jahr sollen die Renten erst einmal um 1,57% (West) und 1,71% (Ost) steigen. Und zum 1. Juli 2016 winkt dann ein richtig fettes Plus: Sage und schreibe 4,51% gibts im Westen, im Osten sogar 4,62% Rentenerhöhung. Liest sich gut und wenn es dazu käme, es wäre die größte Rentenerhöhung seit 1991. Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wäre…

Denn versprochen wurde unseren Ruheständlern schon viel, gehalten wurde aber das wenigste. Wobei viele eine Rentenerhöhung dringend benötigen würden. Es ist schon traurig genug, dass eine Generation die nach dem Krieg alles wieder in Gang gebracht und geschuftet hat, heute mit 1000 Euro Rente auskommen muss. Denn nicht jeder bekommt eine fette Rente und kann davon gut leben.

Viele haben eben nicht so gut verdient, einen Stall voller Kinder und da musste auch damals schon jeder Pfennig zweimal umgedreht werden. Und sparen war nur möglich, wenn man auf etwas anderes verzichtet hat. Der einzig wirkliche Vorteil der heutigen Rentner ist, dass sie noch Rente bekommen. schon in absehbarer Zeit wird wahrscheinlich so wenig in den Kassen sein, dass selbst das nicht gewährleistet werden kann.

„Absicherung fürs Alter“ heißt die Zauberformel, mit der sich die Generation der heute 20-30-jährigen befassen muss, Wohl oder Übel. Aber ich will hier nicht den Rentenexperten geben, eigentlich beschäftigt mich etwas anderes. In unserem näheren Umfeld gibt es auch einen solchen Fall, 48 Jahre durchgehend fast ohne Arbeitslosigkeit gearbeitet und bekommt eine Rente von 1065 Euro.

Sie ist alleinstehend, kein Kind, kein Rind. Noch dazu benötigt sie auf Grund einer schweren Erkrankung Medikamente, die nicht ganz billig sind. Bisher trug diese Kosten bis auf eine relativ moderate Zuzahlung ihre Krankenkasse, doch seit etwa 2 Monaten verweigert die Kasse die Zahlung. Sie beruft sich auf ein billigeres Präparat, dass die Bekannte aber – nach einer medizinisch überwachten Testphase – nicht verträgt und das auch nur geringfügig billiger ist.

Genau genommen ist das alternative Medikament 6 Euro und 65 Cent preiswerter. Aufgerundet 344 Euro soll das „Original-Medikament“ kosten und seit 2 Monaten muss die Bekannte diese Kosten selbst übernehmen. Bei 1065 Euro Rente sicherlich schon fast ein unmögliches Unterfangen, ohne den Gang zum Sozialamt antreten zu müssen. Da fragt sich der geneigte Beitragszahler natürlich, ob dies mit rechten Dingen zugeht.

Müssen Krankenkassen jetzt mit aller Gewalt Geld sparen oder geht es vielleicht nur darum den eigenen Profit zu mehren, in dem man quasi dem Staat einen Sozialfall mehr in die Statistik drückt. Oder war da wieder einmal nur ein übereifriger Sachbearbeiter am Werk, der einer eingeschüchterten Rentnerin mal zeigen wollte, wozu er fähig ist?

Traurig genug ist eigentlich schon, dass Ärzte selbst dringend benötigte Medikamente nicht mehr verschreiben dürfen, weil deren Kontingent für ein Quartal aufgebraucht ist. Da fragt man sich dann schon was wichtiger ist: Die Gesundheit oder der Profit der Krankenkassen? Es krankt in unserem Gesundheitssystem und das ziemlich heftig.

Vielleicht sollte man in Deutschland mehr Gefängnisse bauen. Und wer dann das Rentenalter erreicht braucht nur einen kleinen Einbruch zu begehen, um dann verknackt und eingelocht zu werden. Und da im Knast, da kann man dann in Ruhe seine Wehwehchen behandeln lassen…