Scheinwerfer

Beleuchtung einschalten bei schlechter Sicht

Ich rege mich im Straßenverkehr nicht mehr über sehr viele Dinge auf, mit dem Alter wird man eben ruhiger und auch buchstäblich erfahrener. Doch zu den Dingen die mich aufregen zählt sicherlich das, was ich gestern bei diesem Shaycwetter mit teilweise sintflutartigen Regenfällen wieder dutzendfach gesehen habe.

Denn einigen scheint es wirklich schnurzpiepegal zu sein, ob man zum Beispiel in Gischtfontänen auch erkannt bzw. gesehen wird. Da wird trotz sehr diffuser Sichtverhältnisse zum verrecken kein Scheinwerfer angeschaltet. Doch die sollten eigentlich laut Straßenverkehrsordnung nicht nur während Dämmerung oder bei Dunkelheit, sondern auch wenn es die Sicht aus anderen Gründen erfordert, eingeschaltet werden.

Bei solchen Witterungsverhältnissen und starken Regenfällen wie zum Beispiel gestern reicht das Tagfahrlicht nicht aus, denn da leuchtet es zwar vorne doch die Rückleuchten bleiben dunkel. Und das kann dann im ungünstigsten Fall dazu führen, das man eine neue Heckpartie am Auto benötigt. Wenns ganz ungünstig läuft, landet man auch noch im Krankenhaus, da dürfte selbst die Schuldfrage nur zweitrangig sein.

Und noch ein Wort an die Granaten, die meinen das Pfützen und ganze Bäche auf der Autobahn nun wirklich kein Grund sind, den Fuß am Gaspedal mal entscheidend anzulupfen: Gerade ihr Trottel gefährdet nicht nur euch, sondern auch andere. So, dann hätten wir das ja geklärt, ich hoffe ihr haltet euch bei der nächsten Sintflut daran.

Endgültig ausgeleuchtet

flamme

Gestern hat sie sich verabschiedet! Sie hat mir fast zweieinhalb Jahre treue Dienste geleistet und dafür danke ich ihr. Aber gestern war es dann zu Ende. Plötzlich, bei ungefähr 4000 Umdrehungen in der Minute und Tempo (äh, sag ich lieber nicht… ) hat sie die Grätsche gemacht.

Als diese gelbe Warnlampe anging war ich zuerst etwas erschrocken. Also bin ich rechts heran gefahren, hab mein Bordbuch herausgekramt und nachgesehen. Genau, das war sie… Der Hauptscheinwerfer auf der Fahrerseite hatte sich verabschiedet. Einfach so hat ihm praktisch jemand das Lebenslicht ausgepustet… Natürlich nur im übertragenen Sinne.

Naja, also auf den nächsten Rastplatz gefahren und ihre Nachfolgerin gepackt, die ich mir in weiser Voraussicht noch vor kurzem ins Handschuhfach gelegt hatte. Doch wer jemals versucht hat einen Scheinwerfer von hinten zu öffnen, kann meine nicht gerade jugendfreien Flüche sicher nachvollziehen. Ich bilde mir nicht gerade ein dass ich handwerklich und technisch ungeschickt bin, allerdings muss man um eine poplige Lampe zu wechseln Hände haben wie ein Geburtshelfer.

Doch nach knapp 15 Minuten war auch das erledigt und ich habe ihr dann zum Abschied noch einmal zärtlich über den schon leicht schwarzen Kopf gestreichelt, sie sanft in ein Tempo-Taschentuch eingewickelt, mit einem schwarzen Edding aus der Aktentasche ein Kreuz darauf gemalt und sie zu ihrer letzten Fahrt auf den Beifahrersitz gebettet.

Dann musste ich weiter, bevor ich sie dann abends auf dem Lampenfriedhof bestatten konnte. Du wirst mir fehlen… Und ihre Nachfolgerin arbeitet jetzt die 18 Euro fuffzich ab, die ich für sie bezahlt habe.