Schnee

Schon wieder Schnee

Zugegeben, Schnee ist jetzt nicht gerade etwas, was ich haben muss. Wir Flachlandtiroler hier in Köln bekommen dem Herrn Gott sei Dank auch nicht immer etwas von der weißen Pampe ab. Vergangenes Wochenende mal etwas, das war allerdings nachmittags schon wieder verdunstet. Deshalb war ich heute morgen nach dem aufstehen auch sehr erstaunt, dass es schon wieder geschneit hatte. Und aktuell immer noch schneit…

Denn eigentlich hatte mir meine Wetter-App nur Regen angekündigt. Aber der Schneefall war wohl so intensiv, dass sogar unser Flughafen hier um die Ecke den Betrieb zeitweise einstellen musste. Aktuell sind bis zum Mittag knappe 10 cm angesagt, für uns Flachländer quasi wie 2 Meter in Bayern. Naja, hoffen wir mal dass die Pampe heute nachmittag genauso schnell wieder weg ist wie sie gekommen ist. Schnee braucht nämlich hier kein Mensch…

Freie Sicht für freie Fahrt

nurmalso

Alle Jahre wieder und gerade bei dieser momentanen Wetterlage gibt es ein paar Mitmenschen, da die könnte ich eskalieren.

Gestern zum Beispiel… Früh um sechs Uhr, bei uns im Rheinland hatte es über Nacht leicht geschneit. Wir reden hier über Mengen, über die jeder bajuwarische Mitbürger nur müde mit den Arschbacken schnackselt. Doch hier bei uns in NRW führt diese Wetterlage bei einigen schon zu Panik und nicht zu letzt auch zu Überlegungen, wie man sein Fahrzeug denn bei diesem Wetter relativ sicher durch den Verkehr bewegt.

Die allermeisten haben damit überhaupt kein Problem, denn im Regelfall sind allerhöchstens die Zufahrtsstraßen zu den Autobahnen noch etwas angezuckert, die Autobahnen allerdings komplett geräumt bzw. gestreut. Und doch kann man dann immer wieder beobachten, das gewisse Verkehrsteilnehmer sich offensichtlich immer noch nicht sicher sind, wie sie denn nun ihr KFZ bewegen sollen. Gut, mit geschätzten 50 km/h über eine viel befahrende Autobahn zu tuckern, während alle anderen mit mindestens 100 km/h fahren, erzeugt gerade beim Schwerlastverkehr nicht gerade Euphorie.

Wenn man dann noch dazu die Scheiben und Spiegel seines Fahrzeugs nur ungenügend vom Eis oder Schnee befreit hat und die Sicht dadurch nicht gerade die optimalste ist, dann kann es schon mal passieren das bei einem schreckhaften Spurwechsel, den man nur vornehmen musste weil der LKW-Fahrer hinter einem mal sämtliche 10 Fernscheinwerfer angeworfen hat um jemanden zum schneller fahren zu animieren, auch mal einem eher unbeteiligten PKW-Fahrer ganz schnell der Schweiß im Schuh steht. (Was für ein geiler Satz…)

Und ich verspreche hier und heute hoch und heilig, das wenn mir beim nächsten Mal so ein weibliches Lauch vor die Firmenkarre trudelt, ich einfach weiter fahre und keine Vollbremsung mache. Egal was es kostet oder wer Schuld hat. Solche Leute gehören nicht in den Straßenverkehr und erst recht auf keine Autobahn!

Ich habe fertig.

Nur noch Schnee und Eis

Eigentlich habe ich es ja lieber etwas kühler als zu warm.

Schließlich kann man Ende Februar oder Anfang März durchaus davon ausgehen, das man nicht unbedingt im T-Shirt durch die Botanik streifen kann. Aber dafür gibt es ja dem Herrn Gott sei Dank warme Klamotten, mit denen ich mich hier auf meiner beruflichen Exkursion auch reichlich eingedeckt habe. Wobei… Wenn ich so manches Jungweibchen sehe, das in Turnschuhen, ohne Strümpfe und mit breiten Rissen in der Jeans hier herum läuft, da wirds manchmal schon beim hinsehen frostig.

Als ich am Montag in Baden-Baden ankam, war temperaturtechnisch gesehen noch alles im grünen Bereich. Anders allerdings am Dienstag, als ich in den hohen Schwarzwald musste. Villingen-Schwenningen verzeichnete da -16° Celsius, einen Tag später in Freudenstadt wurden sogar -22° Celsius gemessen. Dazu ein durchaus strammer Wind, so das man sich teilweise vorkam wie auf einer Forschungsstation in der Antarktis. Wobei die angesichts dieser Temperaturen wohl nur müde lächeln…

Schnee gabs natürlich auch, teilweise mehr, teilweise weniger. Selbst als ich am Donnerstagmorgen nach Lörrach fuhr, schneite es erneut und das nicht zu knapp. Und so mancher Brummifahrer dort unten an der Schweizer Grenze musste seinen LKW an der Seite parken, weil es stellenweise wirklich mächtig glatt war. Und so brauchte ich für die Strecke von knapp 100 Kilometern fast 3 Stunden, was meinen Zeitplan natürlich mächtig durcheinander warf.

Denn auch danach zu den Zielen Bad Säckingen und Waldshut ging es nicht entscheidend schneller voran, so das ich vor meinem Ziel Bodensee noch eine unplanmäßige Übernachtung einlegen musste. Naja, mittlerweile bin ich angekommen doch von Wetterbesserung ist weit und breit nichts zu sehen. Die Wetterfrösche sagten zwar gestern Abend etwas von Wetterberuhigung hier unten und teilweise zweistelligen Plusgraden.

Doch wahrscheinlich hatten sie während sie diese Prognose erstellten gerade eine Betriebsfeier mit dem Genuss von alkoholischen Getränken. Gut, die Temperaturen bewegen sich heute morgen nur noch knapp im Minusbereich. Doch von 5 Zentimeter Neuschnee der heute Nacht gefallen ist, hat NIEMAND etwas gesagt. Keine Silbe!

Und so langsam aber sicher geht mir diese weiße Pampe doch mächtig auf den Zwirn. Und damit nicht genug, denn gerade im Moment fängt es erneut an zu schneien…