Sportdirektor

Ein neuer Sportchef und ein neuer Trainer

1.FC Köln

Ganz ehrlich: Ich hatte vorübergehend die Befürchtung, das die Besetzung dieser Posten beim Lieblingsclub wieder einmal zu einer unendlichen, wenn nicht sogar blamablen Geschichte werden würde. Denn der #effzeh und vor allem die Verantwortlichen in der Chefetage scheinen ja seit je her ein Faible dafür zu haben, das nicht immer alles ganz glatt läuft.

Gut, Horst Heldt als neuer Sportdirektor als Nachfolger von Armin Veh war schon früh in der Verlosung. Und wie ich finde, ist er nicht die schlechteste Lösung. Er kennt den Verein, hat selbst hier gespielt, ist im Kölner Umland geboren und hat vor allem in Stuttgart und bei Schalke 04 nicht den schlechtesten Job gemacht. So jedenfalls meine Einschätzung… Er verfügt über gute Kontakte und zudem wachsen kompetente Leute auch nicht gerade auf jedem Baum.

Markus Gisdol als neuen Trainer der Herren Berufsfußballspieler hatte ich jetzt ehrlicherweise nicht so auf dem Schirm. Den lange hoch gehandelten Pal Dardai hätte ich ja lieber als neuen Trainer gesehen, allerdings wollte er sich das Abenteuer 1. FC Köln wohl nicht antun. Kann man in gewisser Weise sogar verstehen, zumindest im Moment. So wurde es also Gisdol, der zumindest im Abstiegskampf – und um nichts anderes geht es in dieser Saison – schon hinreichend Erfahrung gesammelt hat. Denn sowohl Hoffenheim als auch dem HSV hat er als Trainer den Klassenerhalt gesichert.

Noch ist die Karre 1. FC Köln ja nicht komplett festgefahren, allerdings darf man schon gewisse Zweifel äußern, ob die Klasse wirklich gehalten werden kann. Ich zumindest habe da Zweifel, große Zweifel sogar. Man kann sowohl Horst Heldt als auch Markus Gisdol nur ein wirklich glückliches Händchen wünschen. Die nächsten Spieltage werden zeigen, ob der Weg wirklich noch nach weiter oben in der Tabelle führt. Ich drücke – auch im eigenen Interesse – mal ganz fest die Däumchen.

Im übrigen hat auch Ex-Trainer Achim Beierlorzer seit gestern einen neuen Job. Er darf sich nun neuer Übungsleiter des FSV Mainz 05 nennen. So ist die Arbeitslosenstatistik wieder um drei Personen erleichtert worden und Beierlorzer, Gisdol und Heldt dürften sich jetzt wieder eine warme Mahlzeit am Tag leisten können.

Trennung von Stöger – Der richtige Weg?

effzeh

Einige haben es erwartet, andere haben gehofft das es nicht so weit kommt.

Doch seit gestern ist es nun amtlich, Trainer Peter Stöger und der 1. FC Köln gehen zukünftig getrennte Wege. Ich gehöre auch zur Fraktion, die mit dem Trainer auch in Liga 2 gegangen wären und erstaunlicherweise sind trotz der beispiellosen sportlichen Talfahrt noch viele andere meiner Meinung. Bei Facebook konnte man gestern zumindest sehr viele dementsprechende Postings lesen und auch die Kommentare auf der Youtube-Seite mit der Pressekonferenz zum Stöger-Aus sind eher Pro-Stöger.

Ob die Trennung nun der richtige Weg ist und ob angesichts der eklanten Verletztenmisere der (Übergangs)-Nachwuchstrainer Stefan Ruthenbeck die sportliche Situation wirklich verbessern kann bleibt abzuwarten. Ein neuer Trainer zur Rückrunde dürfte sich dann auch im Klaren darüber sein, das die Aufgabe nicht leicht und eigentlich schon fast unmöglich sein wird, den #effzeh noch vor dem Abstieg zu retten.

Bei den Fans des 1. FC Köln gibt es für diese Entscheidung kein Verständnis. Bis Sonntag 13.45 Uhr stimmten über 50.000 User bei der Umfrage ab.
74 Prozent hätten Peter Stöger nicht entlassen.
Quelle: https://www.express.de/28992232 ©2017

Überhaupt scheinen beim Lieblingsclub wieder altbekannte Untugenden aufzutreten. Zuerst das Hin und Her um eine eventuelle Verpflichtung von Horst Heldt als Sportdirektor und nun steht für den Posten angeblich Dietmar Beiersdorfer ganz oben auf der Liste, der allerdings schon den HSV ziemlich wuchtig gegen die Wand gefahren hat.

Das sowohl ein neuer Trainer als auch ein neuer Sportdirektor in relativ große Fußstapfen treten (müssen) und nicht nur zum Verein passen müssen und leider auch nicht auf Bäumen wachsen, dürfte die Aufgabe für die Verantwortlichen beim #effzeh nicht einfach machen. Bleibt zu wünschen, das das momentane Chaos nicht wieder zum Alltagsbetrieb gehört.

Peter Stöger und seinem Team wünsche ich für die Zukunft jedenfalls alles erdenklich Gute. Sie werden schwer zu ersetzen sein…