Staubsauger

Das Im-Weg-stehen-Gen

nurmalsoJede Krone der Schöpfung kennt dieses Phänomen…

Denn offensichtlich sind unsere weiblichen Mitmenschen mit einem ganz eigenen Gen ausgestattet worden: Dem Im-Weg-stehen-Gen. Wenn Mann zum Beispiel handwerkliche Arbeiten im heimischen Haushalt durchführt kann er sicher sein, dass die Freundin oder Angetraute ihre Neugierde nicht lange zügeln kann. Schließlich müssen auch kleinste Reparatur- oder Verschönerungsarbeiten lückenlos beaufsichtigt werden – denkt Frau. Und dann kommt automatisch die Situation, wo das Im-Weg-stehen-Gen wieder zuschlägt.

Mann greift nach dem Werkzeug was eben noch neben ihm lag, allerdings bekommt Mann jetzt nur ein Fußgelenk zu fassen, denn Frau muss ja mit der Nase im Geschehen kleben. Nachher verpasst Frau noch etwas und kann nicht minutiös nachvollziehen, was Mann da fabriziert hat. Mann kennt das aus jahrelanger Erfahrung und hat auch nur deshalb vorher mit der linken Hand in den Kleistereimer gepackt, weil Frau sich vor Tapetenkleister am Fußgelenk ekelt. Aber solche Aktionen sichern den zukünftigen Respektabstand wenigstens eine Weile, warum steht Frau auch im Weg?

Frau hat abends noch Wäsche gewaschen und den Wäschekorb kunstvoll im Flur drapiert. Mann hat die Angewohnheit wenn er abends vom Wohnzimmer zum Spielzimmer Schlafzimmer geht, diesen Weg im dunkeln zurückzulegen. Schließlich ist Mann ortskundig und die knapp 7 Meter stellen kein allzu großes Risiko dar. Zudem weiß Mann, dass links ein Sideboard steht und hält sich deshalb rechts.

Was auch generell kein Problem darstellen würde, wenn bei Frau nicht schon wieder das Im-Weg-stehen-Gen zugeschlagen hätte. Denn erstens hat ein Wäschekorb garantiert nichts im Flur verloren und zweitens um halb 12 abends schon mal überhaupt nicht. Mal ganz davon abgesehen dass Mann in dieser Situation Großmut beweist, wenn er zwar fast einen eingesprungenen Rittberger hinlegt und deshalb den vermaledeiten Wäschekorb nur mit halber Kraft und gekonnt mit dem Innenrist ans Flurende kickt.

Großmut deshalb, weil die Wäsche entweder im entsprechend dafür vorgesehenen Zimmer zwischengelagert werden sollte oder noch besser, gleich gebügelt und im Kleiderschrank abgelegt wurde. Kriminell wird es dann, wenn Mann eiligst die Haustür aufschließt, weil er nur etwas holen möchte, um sich dann direkt wieder von dannen zu machen. Schlimm deshalb, weil das Im-Weg-stehen-Gen des Weibchens ihm wieder einen Streich spielt…

Oder kann jemand der weiblichen Leserinnen mir vielleicht verraten, ob es einen besonderen Sinn ergibt wenn das Weibchen einkaufen geht, den Staubsauger aber so intelligent direkt an der Haustür postiert, dass ein Sturz fast unausweichlich ist? Und Frage Nummer 2 wäre, wie das Weibchen überhaupt das Haus verlassen hat, ohne am Staubsauger vorbei durch die Tür zu kommen. Die Fenster waren jedenfalls geschlossen…

Wie unterstütze ich einen Putzteufel?

daumenEs ist Freitag.

Das dürfte nichts neues für euch sein, denn bei euch ist es sicher auch Freitag. Es sei denn ihr haltet euch außerhalb der Datumsgrenze auf, was allerdings eher unwahrscheinlich ist. Doch ich schweife ab… Denn eigentlich wollte ich ja etwas sinnvolles veröffentlichen.

Denn ab und zu veröffentliche ich ja hier im Blog auch mal etwas nützliches. Und an diesem Freitag möchte ich euch ein paar Tipps geben, Tipps zum Putzwahn. Der Putzwahn ist eine Erkrankung des Gehirns. Meist sind Weibchen davon betroffen, die den ganzen Tag nichts besseres zu tun haben als zu putzen.

Obwohl sie meistens noch einen Beruf neben dem Haushalt ausüben, wird nach Feierabend weiter gewerkelt. Da wird aber auch geschrubbt und geputzt, obwohl gar kein Dreck vorhanden ist. Denn wie sollte die Wohnung auch innerhalb von 24 Stunden wieder verschmutzen, zumal tagsüber niemand zu Hause ist/war?

Wenn diese Gruppe putzwütiger Weibchen ihrem Putzwahn nicht fröhnen kann, dann werden sie schnell nervös, die Hände fangen an zu zittern und sie wünschen sich nichts sehnlicher, als nach dem nächstbesten Staubsauger oder Putzlappen zu greifen. Bei Entzug dieser Utensilien wurde sogar schon beobachtet, dass die Betroffenen dann kurz vor einem Herzkasper stehen.

Um diesen mentalen Stress zu verhindern, sollte Mann sie in keinem Fall in der Ausübung ihrer Tätigkeit behindern. Ich zum Beispiel handhabe das relativ großzügig. Damit die bessere Hälfte auch wirklich einen Grund zum putzen hat, streue ich ihr gelegentlich etwas Dreck in die Wohnung.

Besonders geeignet hierfür ist zum Beispiel Blumenerde aus den verschiedenen heimischen Behältnissen, die man dann diskret unter der Fensterbank verstreuen kann. Allerdings nicht zu viel, da man sonst seinen Pflanzen mit der Zeit die Standfestigkeit und den Nährboden nimmt. Wenn man das Grünzeug allerdings nicht selbst liebt sondern nur duldet, darf es auch gerne ein Schäufelchen mehr sein.

Auch sollte Blumenerde wirklich nur da verstreut werden, wo in unmittelbarer Nähe auch Pflanzen stehen. Also scheiden die neuralgischen Punkte unter der Couch oder unter dem Wohnzimmertisch schon mal aus. Wenn ihr natürlich Freaks seid und eure Geranien und Begonien gerade an diesen Orten züchtet, dann darf der Dreck natürlich auch dort verteilt werden.

Ich liebe es ja auch, wenn es wie in den vergangenen Tagen mal kräftig regnet. Das reinigt nicht nur die Luft, sondern hat auch noch einen anderen angenehmen Nebeneffekt. Wenn man nämlich im Regen mit Schuhen die eine relativ grobe Sohle haben das Haus verlässt, dann kann man sicher sein dass man bei seiner Rückkehr ziemlich deutliche Spuren auf Parkett, Fliesen, Laminat oder Teppich hinterlässt. Zumindest im Eingangsbereich…

Deshalb ignoriere ich auch die Fußmatte, diese von Frauen erfundene Stolperfalle vor der Eingangstür, regelmäßig. Das geht auch für ungeübte ganz einfach, in dem Mann einfach einen großen Schritt darüber macht. Dann freut sich mein Putzteufelchen abends wieder, wenn es wieder neuen Dreck entdeckt. Dann kann sie wieder ihrem Hobby nachgehen, während ich mir unbemerkt eine neue Stelle aussuchen kann, wo ich demnächst kleine Spuren zurücklassen werde.

Allerdings sollte man als Krone der Schöpfung einen groben Kardinalsfehler in jedem Fall vermeiden. Denn samstags um 18 Uhr muss die Wohnung tiptop sein. Da darf auch nicht das kleinste Krümelchen herumliegen, dass ins Sichtfeld des Putzteufels gelangen könnte. Also auf keinen Fall unbedacht um diese Uhrzeit irgendetwas fallen lassen, Schuhe vor der Haustür ausziehen, je nach Verschmutzungsgrad auch die Socken und vorsichtig zur Couch gehen.

Denn samstags um 18 Uhr startet die Sportschau und nichts ist nerviger als ein Staubsauger im Hintergrund. Und außerdem: Wer soll das Bier aus dem Kühlschrank holen, wenn das Weibchen noch anderweitig beschäftigt ist? Ach, das wichtigste hätte ich jetzt fast vergessen. Mann kennt das ja, Mann kommt vom Frondienst nach Hause, setzt sich auf die Couch, legt die Flügel hoch und möchte erst einmal seine Ruhe haben. Und was folgt dann?

Das Weibchen berichtet nach einer mehr oder weniger ekstatischen Begrüßung von ihrem Tagesablauf. Natürlich kommt auch der Dorftratsch nicht zu kurz also alles dinge, die Mann eigentlich überhaupt nicht interessiert. Bevor die Ermüdungsphase dann umgehend eintritt genügt oft ein strenger Blick in den Flur, verbunden mit der Frage: „Ist das da Dreck oder nur ein Schatten?“ Und schon hat Mann wieder seine wohlverdiente Ruhe…

Mein liebstes Elektrogerät im Haushalt

daumenLieber Kühlschrank,

wenn man es mal genau betrachtet, dann bist du mir mit Abstand das liebste Elektrogerät im Haushalt. Du sorgst Sommer wie Winter dafür, dass stets gekühlte Getränke vorhanden sind. Natürlich bist du dabei auf die bessere Hälfte angewiesen, denn sie vergisst gerne einmal das Depot auch wieder aufzufüllen. Aber wenn sie daran gedacht hat, dann kommst du wieder ins Spiel und bis jetzt hast du noch nie versagt. Gut, du bist ja auch erst knapp 3 Jahre alt, da kann man diese Leistung noch erwarten.

Auch die in dir sortierten Lebensmittel hältst du lange genießbar. Gerade im Sommer, wo ohne dich die Wurst welk und der Käse verlaufen würde, da läufst du zur Hochform auf. Während draußen alles schwitzt, behältst du einen klaren Kopf und kühlst was das Zeug hält. Und du als noch relativ junger Spund erledigst das sogar energieeffizient und bei weitem stromsparender als dein Vorgänger.

Und bei deiner Figur passt sogar eine ganze Menge in dich. Bei deinem Inhalt könnte glatt der dritte Weltkrieg ausbrechen und trotzdem müssten 2 Personen ein halbes Jahr nicht verhungern. Jedenfalls denke ich das manchmal, wenn das Weibchen mal wieder von einem ihrer Einkaufsausflüge heimkehrt. Naja, packen und stapeln ist Männerarbeit, dass brauche ich dir ja nicht zu erzählen. Sonst müsste die bessere Hälfte ja immer die Hälfte zurück bringen weil sie es einfach nicht schafft, deinen Bauch mal mit Verstand zu füllen. Mit ihrem wohlgemerkt…

Lieber Kühlschrank, du bist und bleibst mein wichtigstes Elektrogerät im Haushalt. Dein Bruder, der Herd, der ist auch wichtig. Aber kochen kann man zur Not auch auf einem Gasbrenner, deshalb bist du mein Favorit. Deine Schwester, die Kaffeemaschine, die ist auch nicht ganz unwichtig. Allerdings bekomme ich meinen Kaffee zur Not auch an der Tanke oder am Kiosk, deshalb bleibst du lieber Kühlschrank meine Nummer 1!

Da können alle anderen im Haushalt abstinken! Auf Bügeleisen, Staubsauger, Glotze und Radio, selbst auf den Computer könnte ich im Zweifelsfall verzichten. Aber auf dich verzichten? Niemals! Finden übrigens außer mir sicher auch noch einige andere. Oder habt ihr etwa einen anderen elektrischen Liebling im Haushalt?