Toilette

Zeitmanagement auf der Firmentoilette

daumen

In vielen Betrieben ist man ja immer auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten.

Solange keine Arbeitsplätze einspart werden, ist dagegen auch nichts einzuwenden. Nun hat der Drang zum Strom sparen auch bei uns eingesetzt. Seit einiger Zeit ist Chefe auf dem Stromspar-Trip. Auch dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden. Zu dem Zweck hatte er vor kurzem in den wegen eines Nebenhauses fensterlosen Toilettenanlagen Bewegungsmelder installiert. Der Bewegungsmelder überwacht im Raum mit den Kabinen jedoch nur den Gang und die schräg unter ihm befindliche erste Kabine. Die weiteren Kabinen haben keinen direkten Sichtkontakt mit dem Melder.

Jetzt kann man bei diesen Bewegungsmeldern ja einstellen, wie lange nach einer gemeldeten Bewegung die Lampen leuchten sollen. Und diese Vorgaben wurden vom Monteur recht „originell“ eingestellt. Denn nach etwa einer Minute ohne Bewegung geht im Raum mit den Toilettenkabinen das Licht wieder aus. Sitzt man nun in der überwachten Kabine ist das kein Problem, eine kurze Regung – etwa mal kurz winken – und schon ist das Licht wieder an.

Aber in den weiteren Kabinen kann man sich bewegen wie man will, da hat man buchstäblich die Arschkarte gezogen. Denn der Sensor bleibt mangels Sichtkontakt unbeeindruckt, schaltet nach einer Minute auf dunkel und lässt dann natürlich auch das Licht aus. Und da kann man winken bis der Arzt kommt und auf der Klobrille Handstand machen, das Licht bleibt aus.

Nun möchte man natürlich nur ungern ins Guinness Buch der Rekorde, weil man innerhalb einer Minute schafft alles zu vollziehen, was zu einem gesunden Toilettengang dazu gehört. Andererseits ist es schon grundsätzlich nicht so toll, wenn man an so einem Ort in der Dunkelheit sitzen muss. Als langjähriger Stuhlgänger hat man sicherlich alle Abläufe des Körpers auch ohne entsprechenden Sichtkontakt im Griff.

Jedoch ist es schon etwas peinlich, wenn erst ein später die Toilette betretender Kollege das Licht wieder leuchten lässt und deshalb den Eindruck gewinnen muss, dass der sich bisher dort im dunklen aufhaltende Kollege wohl auf dem Töpfchen eingeschlafen ist. Und es ist erst recht nicht toll, wenn der verdunkelte Kollege zwecks Bewegungserzeugung mit runter gelassener Hose die Kabinentür just in dem Moment geöffnet hat, wenn der nächste Kollege den Raum betritt. Das Licht geht an und…

Auch im Vorraum mit den Pissoirs ist es nicht besser. Die ganz schnellen haben noch keine Probleme. Aber wehe die Blase ist voll bis oben hin oder die Prostata verhindert den gleichmäßigen Auslauf. Dann wird es aber eng im Schritt… Üblicherweise vollzieht Mann an einem Pissoir stehend ja nicht gerade allzu überschwängliche Bewegungen. Dort ist Zielgenauigkeit gefragt und keine Hektik. Geht also das Licht gerade dann aus wenn es gut läuft, ist guter Rat teuer und zu viel Bewegung gefährlich. Für die Sauberkeit…

Vor meinem Urlaub habe ich dann Rudi meinem Chef mal geflüstert, dass diese Einstellung buchstäblich Shayce ist. Und dass ich beim nächsten mal in den Flur pullern würde, wenn das jetzt nicht schnellstens geändert wird. Ich denke er wird jetzt verstanden haben, dass den Mitarbeitern wieder mehr bewegungsfreie Zeit eingeräumt wird. Wenn nicht, naja… Dann muss wohl der Teppich im Büro öfter gereinigt werden…

Bedienungsanleitung

toilette

Nur mal so btw…

Lieber unbekannter Besucher der Herrentoilette des Stammlokals,

die Toilette besteht aus einem trichterförmigen Porzellanbecken mit birnenförmiger, schräg nach unten geneigter Auffangplattform der körpereigenen Exkremente. Auf dem Sitzrand ist ein Kunststoffsitzstück, auch Brille genannt, angebracht und mit zwei Halteschrauben an dem schon erwähnten Porzellanbecken befestigt.

Die mechanische Spülung ist in Form eines Kastens gut sichtbar an der Wand angebracht und durch Rohrleitungen mit dem eigentlichen Sitzbecken verbunden. Als Zubehör wird in der durch gemauerte Wände umschlossenen Kammer eine kostenlose Deckenlampe zum besseren erkennen der Zeitungsberichte während der Verrichtung des Geschäftes angeboten.

Weiterhin befindet sich eine ebenfalls zum kostenlosen Gebrauch bereitstehende Reinigungsbürste an diesem Ort. Der becherförmige Glasbehälter, welcher diese Bürste aufnimmt/aufnehmen soll, ist allerdings nur für diesen Zweck an der Wand montiert worden.

Und nicht dazu, dass man die Bürste auf den Boden legt und seine leeren Zigarettenpackungen im Behälter entsorgt. Oder drückst du, lieber unbekannter Besucher, zu Hause auch die Kippen auf dem Telefon aus? Und wie schon gesagt, nur mal so btw…

Beschissene Gedanken

nurmalso

Ich glaube, ich habe meine poetische Ader entdeckt…

Und die besten Gedanken kommen einem Mann meistens im Thronsaal. Naja, mir zumindest… Bei mehr oder weniger langen Meetings im Porzellanzimmer muss Mann sich schließlich beschäftigen, denn auch eines Sitzung muss keine vertane Zeit sein. Und da ich euch ja fast nie etwas vorenthalte, kommt ihr auch jetzt in den Genuss meines analen geistigen Ergusses.

Ich glaube ich werde mich ab jetzt Schiller nennen, Hans Schiller…

Beschissene Gedanken

Ach, wie war es früher schön,
da konnte man aufs Plumpsklo gehn.
Man hielt viel von Gemütlichkeit
und hatte noch zum kacken Zeit.
Und als Lokus-Requisit,
nahm man eine Zeitung mit.
Nicht nur um sich geistig zu erfrischen,
auch um den Hintern abzuwischen.
Hand und Hintern voll Druckerschwärze,
doch man nahm sichs nicht zu Herzen.
Meist sah man die Zeitung etwas abseits liegen,
im Sommer stark umschwärmt von Fliegen.
Und in besonders kalten Wintern,
hatte man oft Eis am Hintern.
Man saß dann da mit krummen Knien,
ließ zwischendurch mal einen ziehn
und nach schönem alten Brauche,
plumpste alles in die Jauche.
Dort schwammen dann als Fäkalien,
was ehemals waren mal Fressalien.
Auf das man dann die braune Brühe,
später auf den Acker sprühe,
als kraftvolle Düngung fürs Gemüse,
das später durch des Hinterns Düse,
wieder in der Jauche schwimmt
und die gleichen Wege nimmt.
Wenn das Klo schon etwas voll,
war das Gefühl besonders toll.
Dann war die Sache nämlich so,
dann spritzte es bis an den Po.
Dann war dann Klo mit Wasserspülung,
quasi mit äußerst intensiver Fühlung.
Das war noch Klo-Gemütlichkeit,
dort in der guten alten Zeit!