Turnschuhe

Nur die Harten kommen in den Garten

flipflops

Nun, ich bevorzuge ja eher relativ festes Schuhwerk.

Will heißen, irgendetwas zum schnüren oder von mir aus auch mit Klettverschluß muss an einem Schuh schon dran sein, der sich an meine Füße schmiegen darf. Ob nun Turnschuhe, „normale“ Schuhe, Boots oder was weiß ich noch, in meinem Schuhschrank tümmelt sich von allem zu Genüge. Es gibt eigentlich nur 2 Sorten die mir nicht an die Haxen kommen und das sind zum einen Sandalen und zum anderen Flip Flops.

Anstatt Sandalen ziehe ich dann lieber ein Paar Adiletten an die Hufe, die sind zwar auch ohne Reiß- oder Klettverschluß aber immerhin habe ich da nicht so einen Zwickel zwischen den Zehen wie bei diesem Alibi-Freizeittreter. Flip Flops sind ja beileibe keine moderne Erfindung, die gab es auch schon zu meiner Kindheit, die nun schon ein gutes halbes Jahrhundert zurück liegt.

Und schon damals habe ich diese Dinger, damals hießen sie noch einfach Gummisandalen, gehasst wie die thailändische Rüsselseuche. Dieses Gefühl, das da etwas zwischen den Zehen ist was da nicht hingehört, lässt mich heute noch erschaudern. Allerdings denkt ein Großteil der Erdbevölkerung da anders, denn die Flip Flops sind aus dem sommerlichen Straßenbild nicht mehr wegzudenken.

Von älteren Herrschaften werden sie auch gerne mal mit Socken getragen, gerne auch in relativem Blütenweiß. Und wenigstens diese Socken hätte ich dem Knaben gestern morgen gegönnt, der an einer Wiesbadener Fußgängerampel morgens um halb sieben neben mir stand. Obenrum gings ja noch, Jeans und einen Bundeswehrparka. Doch als ich zufällig nach unten blickte, da sah ich das der männlichen Mensch doch tatsächlich ohne Socken in Flip Flops unterwegs war. Und das bei 4 Grad minus…

Vielleicht leidet er ja nur unter extremen Fußschweiß, vielleicht hat er seine Schuhe auch eingetauscht oder sie wurden ihm gar geklaut. Ich hoffe nur, das seine Füße den gestrigen Weg ohne Erfrierungen überstanden haben. Und das die Flip Flops bei dem Frost nicht porös wurden. Sachen gibts…

Beitragsfoto: Wikipedia (Simon Laird)

Mein Gott was für Schweißfüße

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Auf diese Erfahrung hätte ich in diesem Jahr gerne noch verzichtet, doch die (hoffentlich) letzte Spritze in den verlängerten Rücken (ihr wisst schon, Ischias und so…) ließ mir leider keine andere Wahl. Und jetzt sitze ich hier noch und… Aber der Reihe nach. Der Schweißfuß ist ja ein – meistens paarweise – auftretendes, weltweit verbreitetes Übel.

Oft liebt er Gummistiefel und Turnschuhe, aber auch in alten Socken fühlt er sich wohl. Manchmal ist der Schweißfuß auch krankhaft bedingt, allerdings gibt es da heute schon Hilfe wie etwa diverse Sprays. Ich hatte in den 80er Jahren mal einen Fußballkumpel, der durfte nach dem Training oder nach dem Spiel seine Schuhe erst ausziehen, wenn alle anderen geduscht, umgezogen und zumindest schon auf dem Sprung waren, die Kabine zu verlassen. Ansonsten drohte Gasalarm…

Aber der Schweißfuß ist alleine hilflos, er benötigt nämlich zwingend einen menschlichen Wirt um sein Überleben zu sichern. Und ich wette, dass hier eben jemand im Raum gewesen ist, der entweder 4 Paar Socken übereinander und diese schon seit mindestens 2 Wochen getragen oder die selbigen hier gewechselt hat. Meine Fresse, da wird man ja blind von! Ich glaube dieser Gestank hat sich schon in meiner Jacke festgesetzt, ich muss hier raus. Dringend! Schnell!

Frauen – Für jede Gelegenheit die passenden Schuhe

schuheSchuhe… Auch so ein Thema.

Wir Kronen der Schöpfung sind ja – wie eigentlich bekannt sein dürfte – mit wenig zufrieden. Gerade in Punkto Schuhe begnügen wir uns mit dem nötigsten. Ein paar schwarze Schuhe, ein paar braune Schuhe, für Freaks noch ein paar Treter in einer anderen Farbe und 2-3 Paar Turnschuhe, damit ist Mann im Regelfall zufrieden. Anders allerdings die anderen Menschen, da wird die Schuh-Auswahl schon einmal zur Gewissensfrage. Denn nicht nur die Farbe der Hufschoner muss zum Outfit passen, auch die Form und die Höhe der Absätze spielen eine nicht unwichtige Rolle. Dafür werden sogar Schmerzen in Kauf genommen, wenn man sich nach 6 Stunden die Pumps von den Füßen schnitzen muss.

Kurioserweise scheinen die Röckchenträgerinnen sich gerne in Schuhwerk zu verlieben, dass schon beim Ansehen Blasen verursacht. Während wir überlegt handelnden Menschen niemals einen Gedanken daran verschwenden würden beklemmendes Schuhwerk an die Gehwerkzeuge zu drechseln, sind unsere weiblichen Mitmenschen in dieser Beziehung anders gepolt. Die einfache Formel Schön=Schmerzen scheint beim Schuhkauf zu überwiegen und wenn 2 von 3 Gehirnzellen diese Meinung vertreten, dann gewinnt eben die Mehrheit.

Die bessere Hälfte neigt zudem zu einem anderen Extrem. Denn hier in der heimischen Kemenate werden sogar diverse Paare gelagert, die – außer bei der Anprobe – noch nie getragen wurden. Ich persönlich bin sogar davon überzeugt, dass der Erwerb dieses Schuhwerks nur dazu diente, um eventuelle Leerstellen im ziemlich geräumigen Schuhschrank zu kaschieren und ein anderer Verwendungszweck von Beginn an ausgeschlossen wurde. Seit Online-Shops wie Zalando existieren, werden neue Stücke aus bunter Kuhhaut oder auch Stoff gleich in mehrfacher Ausführung bestellt und ich warte auf den Tag, wo mir ein quiekender Postbote entgegen stürmt.

Und das alles nur, weil Frau zu jeder Gelegenheit die passenden Schuhe haben muss.