Urlaub

Urlaub 2021 in Kötschach/Kärnten

landkarte

Eigentlich hätten wir ja im August den Jahresurlaub zu viert in Österreich verbracht.

Sogar die einzelnen Touren die wir mit dem Moped fahren wollten, waren schon am PC geplant und ins Navi übertragen worden. Ein Paar Seentouren zwischen Ossiacher, Millstätter, Affritzer und Faaker See und auch dem Wörthersee waren geplant, eine Tour zum und um den Großglockner, Touren durch Gail-, Lesach- und Pustertal und Tagestouren nach Italien und Slowenien standen ebenfalls auf dem Programm. Für all das hatten wir uns als Standort ein Hotel im Bergsteigerdorf Kötschach in Kärnten ausgesucht, verkehrsgünstig gelegen, denn bis zur italienischen Grenze sind es gerade mal 10 Kilometer und Slowenien ist nach knapp 70 Kilometern erreichbar.

Naja, wegen der besonderen Umstände stand uns allen aber nicht gerade der Kopf nach so einem Urlaub und so haben wir bereits im Mai mit dem Hotelbetreiber telefoniert, 3 Wochen Urlaub storniert aber die Anzahlung bestehen lassen und den Urlaub für 2021 geplant. Am Montag habe ich nochmal mit Kötschach telefoniert und unsere genauen Urlaubsdaten durchgegeben. So etwas erledige ich gerne direkt am Telefon, dann weiß ich auch wo ich dran bin.

Ich hoffe das uns Fräulein Corona im August 2021 nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht, denn auf die Touren in Österreich hab ich mich richtig gefreut. Die Vorarbeit sprich Tourenplanung ist ja erledigt und auch der Hotelwirt, ebenfalls Mopedfahrer, sagte mir am Telefon, das er uns bestimmt noch ein paar schöne Touren empfehlen könnte. Jetzt haben wir also noch ein knappes Jahr Zeit, um uns auf den Urlaub 2021 zu freuen.

Ich denke mal da sich sicher auch Gelegenheiten ergeben werden, die Bergwelt der Umgebung auch mal per im Hotel bereit stehenden E-Bike oder auch zu Fuß zu erkunden. Zumindest wenn das Wetter nicht so passen sollte… 😎 Allerdings benötigen die anderen drei da bei mir schon eine gewisse Überredungskunst, denn wenn nicht gerade Glatteis oder Schneefall herrschen, kann man ja eigentlich immer mit dem Moped fahren. Oder etwa nicht?

Wir diskutieren das sicher noch vorher…

Urlaubsplanungen und COVID-19

nurmalso

Eigentlich… Eigentlich soll der Jahresurlaub im August nach Österreich, nach Kärnten führen. Schön mit dem Motorrad ein paar Touren durch die Alpen, auf den Großglockner, um die Kärntner Seen, nach Slowenien und Norditalien. Drei Wochen mit ein paar Leuten ein wenig die Landkarte erkunden und die Seele bei hoffentlich gutem Mopedwetter baumeln lassen.

Die ersten Touren sind schon aufs Navi geladen und jetzt macht sich dieser mistige Coronavirus überall breit. Und so langsam werden auch im Freundeskreis schon Zweifel laut, ob unser Urlaub überhaupt so stattfinden kann wie geplant. Gut, Norditalien könnte man auslassen, aber von da bis zu unserem Urlaubshotel sind es nur 70 Kilometer und Viren hält auch keine Grenze auf. Auch wenn die Italiener gerade alles abriegeln…

Und wenn es Österreich dann auch richtig mit COVID-19 erwischen sollte, dann wahrscheinlich erstmal die Grenzregion zu Italien. Und dann wars Essig mit Urlaub… Das im Moment jeder etwas Vorsicht walten lassen sollte ohne gleich in Panik zu verfallen dürfte eigentlich jedem klar sein. Ich verzichte im Moment bei meiner beruflichen Tour durch Hessen auch auf Begrüßungen per Handschlag, komme allerdings täglich mit so vielen Leuten in Kontakt, das da jederzeit auch ein unwissentlich „Verseuchter“ bei sein kann.

Naja, ich bin kein ängstlicher Mensch und ich kann mich jetzt nicht einbuddeln oder meinen Job aufgeben. Mein Motto: Wenn es passiert, dann passierts. Doch unsere Urlaubsplanungen könnten auch schon bald Geschichte sein, zumindest in unserem Urlaubshotel werden wohl gerade auch solche Gedanken gesponnen. Von dort bekam ich nämlich gestern eine Email, die uns dahingehend vorwarnte.

Gut, eine Alternative auf dem Festland fällt mir jetzt so direkt nicht ein. Frollein Corona verbreitet sich ja mal mehr mal weniger überall. Und vielleicht erübrigen sich ja auch unsere Gedanken und Deutschland ist bis August so verseucht, daß der Herr Spahn niemanden mehr heraus lässt. Dann wäre die letzte Alternative wohl Balkonien, mit Atemschutzmaske. Ich muss mir dann nur noch überlegen, wie ich mein Bierchen trinke ohne die Maske abzusetzen.

Aber bis dahin fällt mir sicherlich noch eine Lösung ein…

Urlaub in Porec (5) – Wieder daheim

Am Freitagvormittag habe ich mich dann zwecks Verabschiedung nochmal durch die halbe Nachbarschaft kämpfen müssen. Und es wurde im Lauf des vormittags ganz nett warm unter der schwarzen Kuhhaut, denn der Planet knallte schon fleißig. Die Tour durch Kroatien ging auch recht flott, einzig an der slowenischen Grenze gab es gut 15 Minuten Wartezeit, weil ich einen Schweizer Wohnmobilkonvoi vor mir hatte. Nur ein Grenzübergang offen und die Herren Zöllner hatten scheinbar Spaß dabei, jedes einzelne Wohnmobil anzuhalten und die Pässe zu kontrollieren.

Dafür gings an der slowenisch-österreichischen Grenze flott, da stand nämlich niemand. Durch die Ösi-Alpen habe ich mir dann Zeit genommen, nochn paar Fotos unterwegs gemacht, ein Käffchen getrunken und nachdem ich dann hinter Salzburg wieder deutschen Boden unter den Rädern hatte, bin ich gleich in Bad Reichenhall abgefahren, um die verbleibenden Kilometer nach Ruhpolding noch ein wenig Landstraßen erkunden zu können. Gut, die Strecke kannte ich ja schon von meinen beruflichen Ausflügen mit dem Auto.

So gegen 15 Uhr 15 bin ich dann im Hotel zum Hirschhaus in Ruhpolding angekommen, welches mir mein Kumpel Beppi besorgt hatte. Übrigens sehr zu empfehlen, unter Leitung eines sehr netten bulgarischen Ehepaares, geräumige Zimmer, zivile Preise und ein reichhaltiges Frühstück gabs am nächsten Tag auch. Wenn Beppi nicht schon unseren gemeinsamen Abend vorgeplant hätte, dann hätte ich sicher auch dort zu Abend gegessen. Doch wie schon gesagt, Beppi hatte geplant…

Und nachdem ich in den 14 Tagen in Kroatien viel Fisch und überwiegend einheimische Gerichte probiert habe, gabs in Ruhpolding nicht etwa die Schweinshaxe die ich erwartet hatte, sondern passender Weise einen Riesen-Grillteller. Laut Beppi kroatische Kost zum langsamen entwöhnen, die zwar wirklich sehr lecker war, doch die Menge hat mich an dem Abend etwas überfordert. Im Laufe des Abends wurden dann zwischen uns und seiner Frau Sarah noch eine Menge olle Kamellen aufgewärmt, wir haben viel gelacht. Später am Abend folgte dann eine Frage: „Wann fährst du morgen eigentlich wieder?“

„Ich hatte vor, spätestens so gegen Mittag wieder nach Hause zu fahren“ antwortete ich. „Schön, dann können wir ja morgen früh noch eine kurze Tour zusammen fahren“ kam zur Antwort, wurde von mir kurz abgenickt, während Sarah nur verständnislos mit dem Kopf schüttelte. Also haben wir den restlichen Abend nicht so ausschweifend gestaltet, denn am nächsten Morgen sollte es schon um 8 Uhr losgehen. Beppi stand auch pünktlich mit seiner Ducati Desmosedici RR vorm Hirschhaus, ich habe ihn vorher schon gehört obwohl er noch mindestens einen Kilometer entfernt war. Mann hat der Bock einen Sound…

Wir sind dann am Tegernsee vorbei bis runter nach Garmisch-Partenkirchen gebrettert, teils wunderschöne kurvenreiche Straßen die ich auch noch nicht kannte. In Garmisch nochn gemütliches Käffchen getrunken und dann quer durchs bayrische Voralpengebiet zurück nach Ruhpolding. Waren alles in allem auch wieder knappe 150 Kilometer, die aber tierisch Laune gemacht haben. In Ruhpolding gleich nochmal vollgetankt, die Diva wieder mit Koffern und Gepäck aufgerüstet, in die Kuhhaut gezwängt, bei Beppi und Sarah vorbei gefahren und verabschiedet und dann wieder auf die etwa 10 Kilometer entfernte A8 gefahren und Gummi… B-)

Eigentlich war auf der kompletten etwa 680 Kilometer langen Rückfahrt ein super Wetterchen. Nur kurz vor meinem ersten Tankstop bei Nürnberg, da hatte es eine große einzige schwarze Wolke wohl auf mich abgesehen. Ich sah die schwarze Wand schon von weitem, doch dahinter wars wieder hell, also kein Regenkombi. Den hätte ich allerdings bei der Menge Wasser die da von oben kam mal besser angezogen, denn dieser Schauer dauerte nur etwa 10 Minuten, dafür lief mir das Wasser aber danach vom Hals am Rücken herunter…

Während meines Tank-Kippe-Kaffee-Stops musste ich mich dann mal ein Viertelstündchen in die Sonne setzen, um alles wieder trocken zu legen. Anschließend ging es aber ausschließlich trocken und zügig weiter. 50 Kilometer vor Köln noch einen zweiten Tank-Kippe-Kaffee-Stop eingelegt, daheim angerufen, ungefähre Ankunftszeit mitgeteilt und schon mal ein Kölsch geordert. Dieser Plan wurde allerdings 20 Kilometer weiter, am Autobahndreieck Bonn/Siegburg, leider durchkreuzt. Vollsperrung auf der A3, also runter und die letzten Kilometer „über die Dörfer“ und wirklich fast jede rote Ampel persönlich begrüßt. :whistle:

Naja, angekommen bin ich dann doch noch so gegen halb acht gestern Abend. Alles in allem musste die Diva in den vergangenen 14 Tagen gut 4200 Kilometer – überwiegend Autobahn – zurücklegen. Durchschnittliche Reisegeschwindigkeit auf Hin- und Rücktour, Baustellen mal ausgenommen, immer so zwischen 150 und 160 km/h. Schneller wie 180 km/h ging sowieso nicht, da die alte Dame wegen Packtaschen und Gepäckrolle dann etwas bockig reagierte. Deshalb habe ich der Diva dann auch nicht zuviel zugemutet, schließlich musste ich kein Rennen fahren…

Zum Schluß noch einmal ein Dankeschön an alle, die meine Urlaubsbildchen und kurzen Berichte bei Facebook und Instagram immer mit sehr wohlwollenden Kommentaren bedacht haben. Wie schon mal erwähnt habe ich zwar nicht alles immer beantwortet, aber ich habe alles gelesen. Und jetzt ist noch eine Woche „Heimaturlaub“, der aber garantiert auch mit Arbeit ausgefüllt sein wird. Denn erstmal muss die Diva wieder auf Vordermann gebracht werden und zweitens startet in knapp 2 Wochen unser Schützenfest. Die ersten Aufträge/Erledigungen habe ich schon erhalten. Man(n) gönnt sich ja sonst nichts…