Verpackung

Beobachtungen beim Discounter

einkaufswagenVerpacken will gelernt sein.

Wir Kronen der Schöpfung wissen ja schon länger, dass der weibliche Teil der Menschheit nicht für alles ein ausgeprägtes Talent hat. Neben kochen, waschen, bügeln und putzen gehört aber eindeutig einkaufen zu ihren Begabungen, wenn nicht gar zu ihren Lieblingsbeschäftigungen. Natürlich nur, wenn es um unnützes Zeug wie Klamotten oder irgendeinen Nippes, mit dem man eine Wohnung zustellen kann, geht.

Und wir wissen alle, dass Mann in solchen Fällen lieber die Kreditkarte nicht aus der Hand gibt. Wenn es allerdings um das bunkern von Lebensmitteln geht, dann wandelt das Weibchen seinen angeborenen Zwang zum Geld ausgeben. Dann werden die Beilagen der Tageszeitungen gewälzt in der Hoffnung, das Schnitzel irgendwo 5 Cent billiger zu bekommen.

Da werden Sonderangebote studiert und man fährt samstags alle Discounter im näheren Umkreis ab, damit man auch etwas sparen kann. Gut, dass was Frau vermeintlich spart, gibt sie an zusätzlichen Treibstoffkosten wieder aus. Aber lassen wir den Weibchen ihren Glauben, Mann freut sich ja schon wenn er nicht mit zu dieser Einkaufstortour muss.

Was allerdings die wenigsten Dämlichkeiten wirklich können ist packen, vom Kofferpacken vielleicht mal abgesehen. Denn was ich da eben in einem Supermarkt wieder beobachten konnte, dass ließ mir wieder die lockigen Haare zu Berge stehen. Die Eier ganz unten in der Tüte, darauf vier Beutel Milch, eine Flasche Orangensaft und was weiß ich nicht noch alles, dass hält doch das stärkste Ei nicht aus.

Und schwappte deshalb auch schon nach kurzer Zeit gut sichtbar in der Einkaufstüte. Was das betreffende Weibchen dann auch bemerkte und mit einem deutlich hörbaren Fluch belegte. Wobei wir mal zum Grundprinzip kommen müssen, denn wenn Mann schon einmal einkauft, dann packt er auch wie ein Profi. Behutsam stellt er erst die schweren Sachen in die Tüte und stapelt so geschickt, dass das was Frauen in drei Tüten packen, bei ihm alles in eine passt. Und komischerweise geht bei uns Kronen der Schöpfung auch wenig bis überhaupt nichts beim Transport kaputt.

Was aber wiederum an der intelligenten Art und Weise des verpackens liegt. Da wird nicht alles möglichst schnell und lieblos durcheinander in die Tüte gekloppt, sondern professionell, fachmännisch und mit Verstand sortiert und eingeräumt. Da wird selbst der letzte Kubikzentimeter freier Fläche ausgenutzt und notfalls wird auch ein Teil wieder aussortiert, weil ein anderes Teil besser in die entsprechende Lücke passt. Naja gut,jeder weiß ja dass Männer einfach technisch beschlagener sind und über ein unübertroffenes räumliches Vorstellungsvermögen verfügen.

Und wir sollten unseren Weibchen auch nicht böse sein, wenn mal wieder die Eier zerdeppert sind oder das Mehl in der Einkaufstüte verteilt wurde. Schliesslich können sie ja kochen, waschen, bügeln und putzen, jedenfalls die meisten…

Schweres Werkzeug für die Verpackung

nurmalsoIch glaube, ich habe den Beruf verfehlt.

Ich wäre besser Entfesselungskünstler, oder noch besser Entpackungskünstler, geworden. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob dies ein anerkannter Lehrberuf ist. Wenn nicht, dann werde ich das mal dem Einzelhandelsverband vorschlagen. Denn es ist doch nicht normal dass Mann, wenn man beim Elektronikriesen ein paar stinknormale Batterien erstanden hat schon schweres Werkzeug benötigt, um diese aus ihrer Verpackung zu befreien.

Gegen den Preis ist ja eigentlich nichts einzuwenden, allerdings bin ich davon überzeugt, dass ich die Hälfte des Preises für die äußerst stabile Verpackung gelöhnt habe. Da wäre es doch schön gewesen, wenn man mir wenigstens eine elektrische Tigersäge oder ein einfaches Geflügelmesser mitgegeben hätte.

Denn die Batterien mit einem Taschenmesser aus der Verpackung zu lösen, grenzte ja schon fast an einen Selbstmordversuch.