Westerwald

370 Kilometer mit der Diva

Nachdem ich in der vergangenen Wochen bis auf eine Ausnahme nur mit der Schrankwand getourt bin, habe ich am Samstag mal wieder die Diva gesattelt. Eigentlich wollte ich nur eine kurze Tour durch den Westerwald machen, weil der Himmel zumindest am Vormittag nicht allzu vertrauenerweckend aussah. Aber wie so oft kommt es erstens anders und zweitens als man denkt.

Die ersten Kilometer kam ich mir allerdings vor wie ein Fahranfänger. Eine komplett andere Sitzposition und grob gerechnet 200 Kilogramm Masse weniger unter den Arschbacken, da denkst du du würdest ein Kindermotorrad fahren. Aber nach ein paar Kilometern und den ersten flotteren Kurven gibt sich das wieder und Spaß macht es ja so oder so.

Also bin ich dann wie geplant erstmal durch den Rhein-Sieg-Kreis in den Westerwald gefahren und kurz vor Hachenburg wurde es dann ziemlich schwarz am Himmel. Ich hab mich dann vorsichtshalber mal unter eine stillgelegte Tankstelle verdrückt und kurz danach ging dann für 10 Minuten der Himmel auf. Man könnte auch sagen es hat geschüttet wie aus Kübeln aber Gott sei Dank nur kurz.

Ich hab mir dann noch ein Zigarettchen gegönnt, als ich dann feuchten „Besuch“ bekam und wie der Zufall es wollte kannte ich den Besucher. Klaus und ich wohnen knappe 100 Meter auseinander und man trifft sich mit dem Moped im Westerwald. Naja, nach kurzer Trockenlegungsphase seinerseits und Mutmaßungen zur Wetterentwicklung meinerseits beschlossen wir, den Tag noch gemeinsam zu nutzen.

Wir sind dann durchs Sayntal in Richtung Koblenz gefahren, von dort aus an der Mosel entlang nach Cochem, wo wir mit Sonnenschein und 25° empfangen wurden. Nach einer kurzen Eis-Pause gings dann weiter über kleine Nebenstrecken durch den Hunsrück und die Eifel zum Nürburgring und abschließend durch das Ahrtal wieder in Richtung Heimat.

Am späten Nachmittag hatte die Diva weitere 370 Kilometer auf der Uhr und der Tank war ziemlich leer. Es hat wieder richtig Laune gemacht und die Diva lief wie gewohnt ohne Probleme. Am kommenden Wochenende werde ich dann die Goldwing so langsam aber sicher mal urlaubsfertig machen, alles mal durchsehen und ihr noch einen Ölwechsel spendieren. Aber wenn der Wettergott Mitspielt, ist sicher auch noch ein kleiner Ausflug drin…

Noch eine Tour durch Westerwald und Eifel

yamaha

Gestern habe ich das schöne Wetter ausgenutzt um der Diva nochmal die Gegend zu zeigen.

Vorsichtshalber hatte ich mir in Hose und Jacke das Winterfutter mal eingeknüpft, denn erfahrungsgemäß ist es in der Eifel immer etwas frischer um diese Jahreszeit. Erfreulicherweise gabs wenig Laub auf den Straßen und noch erfreulicherweise waren die Bubis mit ihren Radaumöhren wohl alle noch im Bett oder haben ihre Böcke schon abgemeldet. Also waren Westerwald und Eifel mit Ausnahme rund um den Nürburgring (Formel 1-Rennen) quasi frei. Beste Voraussetzungen also, um das Restprofil des Hinterreifens auf den Straßen zu verteilen.

Wobei meine Bridgestone-Gummis im Gegensatz zu den früher gefahrenen Dunlop-Pneus wirklich viel länger halten. Der Vorderreifen hat jetzt seit April knapp 15000 Kilometer gefressen, hat aber noch 3 Millimeter. Den Hinterreifen hatte ich im Mai neu aufgezogen, der ist jetzt nach 12000 Kilometer aber fertig. Die früheren Dunlops waren vorne nach 11000 und hinten schon nach 8000 km durch. Wobei sich die Gummis im Preis nicht sehr unterschieden. Naja, die neuen Reifen stehen schon fertig aufgezogen auf den Reservefelgen in der Garage und kommen dann demnächst zum Einsatz.

Die Diva hat jetzt knapp 335000 Kilometer auf der Uhr und sich die nächste Inspektion redlich verdient. Sie läuft nach wie vor wie eine 1 und ist in Punkto Zuverlässigkeit wirklich nicht zu übertreffen. Im Winter wird sie mit Sicherheit auch noch das ein oder andere Mal bewegt, zumindest wenn kein Schnee liegt. In den wärmeren Monaten darf sie dann auch mal ausruhen, denn die neue Schrankwand Goldwing will ja auch mal ausgeführt werden. Wobei der Fahrstil mit dem Dickschiff dann allerdings etwas gemächlicher ist, denn 400 Kilo Eisen müssen auch erstmal um die Ecken gewuchtet werden.

Die gestrige Tour von knapp über 300 Kilometern wird wohl für dieses Jahr die letzte oder eine der letzten längeren Touren gewesen sein. Außer die Klimaerwärmung schreitet schneller als gedacht voran…

Oh du schöner Westerwald…

sonne

Samstag, ein kurzer Abstecher in den Westerwald stand auf dem Programm. Zwar war das Wetter jetzt nicht direkt einladend, doch die Diva war seit Dienstag nicht bewegt worden und wer rastet, der rostet.

Los gefahren bin ich bei fast blauem Himmel, garniert mit ein paar helleren und ein paar dunkleren Wolken. Temperaturen zwischen 14 und 15°, da kann Mann schon einmal auf den Gedanken kommen das Mittagessen unter freiem Himmel zu genießen. Vor allen Dingen, wenn die kleine Fläche mit Außengastronomie noch recht einladend aussieht und man sich so noch um diese leidige Maske drücken kann.

Also hinein spaziert und die Speisekarte studiert. Nach 2 Minuten steht der maskierte Kellner am Tisch, ich bestelle eine Cola und Schweinegeschnetzeltes mit Pfifferlingen und Rösti. Dann das Smartphone gezückt und die Zeit überbrückt, bis das Essen serviert wird. Überraschenderweise steht das Futter aber keine 10 Minuten später vor mir und ich lasse es mir schmecken. Ich hatte vielleicht drei- oder viermal die Gabel im Mund, als es innerhalb von Sekunden plötzlich dunkel wie im Bärenarsch über mir wird. Und noch während ich mir Gedanken mache ob es besser wäre drinnen weiter zu essen, fängt es an zu schütten wie die Seuche.

Wenn Mann sich dann allerdings nicht entscheiden kann, ob er zuerst das Smartphone oder das Mittagessen sichert, dann kann es unter sehr ungünstigen Umständen vorkommen, dass einem die Regentropfen so ins Geschnetzelte prasseln, dass Mann innerhalb von knappen 30 Sekunden eine getarnte Gulaschsuppe vor sich hat, während Mann zumindest das Smartphone in der Hosentasche in Sicherheit bringt.

Allerdings ist es dann schon äußerst kulant, wenn man drinnen im trockenen eine neue Portion serviert bekommt. Umsonst… Und einen feuchten Lappen, um die gröbsten Spritzwasser-Geschnetzeltes-Flecken zu entfernen. Ich habe mich natürlich mit einem entsprechenden Trinkgeld revanchiert. Der Regenschauer dauerte übrigens nur knappe 5 Minuten, offensichtlich hatte sich nur eine Wolke über mir verflogen. Danach war wieder Sonnenschein und dem Herrn Gott sei Dank konnte ich die Flecken aufm T-Shirt unter der Jacke verstecken.