Das tapfere Schneiderlein

daumenHabe ich nur das Gefühl…

…oder flattern in diesem Sommer mindestens hundertmal mehr Wespen durch die Lüfte als im vergangenen Jahr? Lieber Himmel, man kann ja fast nirgendwo mehr in Ruhe sitzen, ohne dass man gleich von diesen Plagegeistern eingekesselt wird. Letztens bei einer Gartenparty bei freunden, da wummerten die Wespen nicht nur in Bataillionsstärke herum, da wurden auch gleich vier Personen gestochen.

Am Sonntag lecker mit dem Weibchen draußen gefrühstückt, während um uns herum auch gleich ein paar der Plagegeister schwirrten. Das Weibchen reagierte gleich panisch, ich konzentrierte mich zuerst einmal auf mein Frühstück, während ich die Viecher nicht aus den Augen ließ. Zwei mussten leider dran glauben, eine ertränkte sich vorsichtshalber gleich in meinem Orangensaft.

Bis jetzt dachte ich eigentlich immer, dass Wespen ähnlich wie Bienen eher an süße Sachen wie Marmelade oder Saft gehen. Aber weit gefehlt, sie labten sich an Wurst und Käse genauso wie am Fleischsalat. Scheinbar eine Mutanten-Art, die es eher auf leckeres abgesehen hatte. Nun ja, wer bei mir ungefragt mitfuttern möchte, der muss zwangsweise damit klar kommen auch beim Essen erschlagen zu werden.

Denn wenn einer an meinem Fütterchen nascht, der hat schlechte Karten. Der hat sozusagen das “V” wie verloren schon auf der Wespen-Stirn eingetackert. Da kenne ich keine Gnade! Und gestern habe ich mir dann noch ein elektrisches Hilfsmittel zugelegt, einen Tennisschläger. Natürlich kein normales Racket, eher eine Miniatur-Ausgabe. Die hat es allerdings in sich.

tennisschläger

Denn zwei AA-Batterien mit je 1,5 Volt erzeugen einen netten Stromschlag auf dem Metallgitter, übrigens nicht nur bei Geflügel, auch bei Menschen. Wie das Weibchen gestern gleich erfahren durfte… Und meine Freihand-Vorhand erlegte alleine gestern Abend gleich 7 Flatterviecher. 5 Wespen, eine Fliege und später noch eine Mücke. Gut, die Fangquote macht mich jetzt nicht gleich zum tapferen Schneiderlein. Verschafft uns aber Ruhe wenn wir abends noch draußen sitzen…

The same Procedure…

silvester…as every Year…

Halten wir zuerst einmal fest: Wir schreiben den 4.August! Bis zum Jahresende sind es also noch gute 5 Monate! Aber eigentlich ist es jedes Jahr das gleiche. Die bessere Hälfte versucht mir schon seit einigen Tagen Informationen zu entlocken, wo ich denn am liebsten den Jahreswechsel feiern würde. Dabei habe ich mir darüber überhaupt noch keine Gedanken gemacht. Weshalb auch?

Silvester ist so ein Tag, bei dem auf einmal alle feiern wollen. Aber ich verspüre jetzt schon – wie in jedem Jahr – nicht das geringste Bedürfnis mich deshalb wieder ins Partygetümmel schmeißen zu müssen. Gut, ich könnte dem Weibchen jetzt sagen, dass ich am liebsten mit dem Hintern zu Hause bleibe würde, weil mir dieses unbedingt feiern müssen und diese Ballerei um Mitternacht sowieso auf den faltigen Hautfortsatz zwischen den Oberschenkeln geht. Was sie aber erstens schon weiß, was aber zweitens höchstwahrscheinlich nicht ihre Zustimmung finden wird.

Wobei die Option essen, couchen, schlafen für mich die an diesem Tag reizvollste wäre. Eine private Party bei uns kommt schon mal gar nicht in die Tüte, da ich wenigstens ins Bett gehen kann wann ich möchte und nicht umgekehrt. Wobei ich in den vergangenen 3 Jahren noch Glück hatte, denn zweimal wurde das Weibchen ganz kurzfristig krank und da konnte ich es natürlich nicht alleine lassen. Und nein, mit den Krankheiten habe ich nichts zu tun gehabt… Ich schwöre!

Ich glaube, in diesem Jahr werde ich an Silvester kurzfristig krank. Hat jemand von euch Erfahrungen, wie man auf die schnelle ein Furunkel am Arsch bekommt oder – noch besser – einen kleinen Durchfall erzeugt? Tipps werden natürlich vertraulich behandelt… Was macht ihr eigentlich Silvester? Schon Pläne?

Hilfe, ich bin ein Holländer!

Ich esse ja gerne Käse aber das ist noch lange kein Grund, mit unseren westlichen Nachbarn auch verwandtschaftlich verbandelt zu sein. Aber wenn ich der Suchmaschine publicprofiler glauben darf, dann liegen meine Wurzeln eindeutig in den Untiefen der Niederlande. Ich bin jetzt also gebrandmarkt und kann mich in Köln nicht mehr auf der Straße blicken lassen, ohne dass man mich mit Johannes Heesters oder Rudi Carrell vergleicht.

Womöglich bin ich sogar der legitime Nachfolger von Joopie, werde 120 Jahre alt und nuschele demnächst im Rollstuhl sitzend alte Liedchen in ein Mikrofon, das mir ein Pfleger unter den holländischen Rüssel hält. Vielleicht nehme ich auch 30 Kilo ab, bekomme eine eigene Fernsehshow a la “Am laufenden Band” und versuche, den deutschen Ureinwohnern endlich mal ihre Muttersprache richtig beizubringen. Und werde dafür von König Willem-Alexander zum Ritter des rollenden Käseordens geschlagen.

Unfassbar, aber der Name Linnartz ist nicht nur in Limburg zu finden, auch in Noord-Brabant, Gelderland, Utrecht und Overijssel gibt es Namensvettern und Namensnichten. Wobei ich nicht hoffen will, dass die auch alle mit mir verwandt sind. Wo liegen denn eure Wurzeln?

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