reisszweckenWir unterscheiden uns schon…

Es ist wirklich nicht von der Hand zu weisen, dass Frauen und Männer unterschiedlich sind. Nicht in jeder Hinsicht, aber dennoch gibt es gravierende Unterschiede. Ein Mann zum Beispiel steht an normalen Werktagen pünktlich auf, wässert den Astralkörper, putzt sich die Zähne, rasiert sich jeden dritten Tag, kämmt sich, manche föhnen sich sogar, dreht die Unterhose und die Socken jeden zweiten Tag auf links, zieht sich an, trinkt einen Kaffee oder genießt ein ausgiebiges Frühstück und schafft es trotz dieser vielen täglichen Aufgaben immer noch, pünktlich am Arbeitsplatz zu erscheinen.

Frauen sind da anders. Zwar duschen sie im Regelfall keinesfalls länger wie eine durchschnittliche Krone der Schöpfung und auch die anderen täglichen Rituale fallen nur unwesentlich zeitintensiver aus. Trotzdem habe ich manchmal den Eindruck, dass manche Weibchen morgens einfach nicht in die Puschen kommen. An dem bisschen Kriegsbemalung, mit dem sie morgens die Spuren der Nacht übertünchen, kann es ja eigentlich nicht liegen.

Zumal dies eine Tätigkeit ist, die die meisten anderen Menschen nicht daheim ausführen, sondern unterwegs auf dem Weg zur Arbeitsstelle. Ob nun in Bahn oder Bus, im Auto, auf dem Fahrrad oder zu Fuß, Frauen schminken sich zu jeder Gelegenheit. Doch gerade das Schminken im Auto birgt Gefahren, vom fließenden Verkehr jetzt mal ganz abgesehen.

Ich stehe zwar nicht so auf Farbe im Gesicht, trotzdem möchte ich hier im Blog mal wieder etwas sinnvolles veröffentlichen, nämlich Schminktipps für die Dame. Nicht ganz uneigennützig, denn der fließende Verkehr liegt mir als Vielfahrer am Herzen. Als erstes möchte ich das wichtigste loswerden: Generell ist Schminken im Auto bah, ziemlich bah sogar. Denn bei unsachgemäßem Umgang mit der Puderdose leiden oftmals auch die Sitzbezüge.

Denn Weibchen streuen ihren Puder nicht etwa gezielt, sondern mitunter munter drauflos. Und da wird nicht nach Gramm portioniert, sondern nach Doppelzentnern. Dem Weibchen egal, dem Fahrzeughalter eher weniger. Denn der ist zumeist für die Reinigung des fahrbaren Untersatzes zuständig. Wobei sich der überschüssige Puder allerdings mit einem feinen Pinsel zusammen fegen und mit etwas Glück im Ostblock wieder verscherbeln lässt.

Ganz gefährlich ist im Fahrzeug der Umgang mit Kajal- oder Lippenstiften. Das Weibchen das ich vergangene Woche beobachtete hätte sich fast das linke Auge ausgestochen, nachdem ich es mit etwas Nachdruck auf die grüne Ampel hinweisen wollte und deshalb mal kurz – etwa 2 Sekunden – auf das Nebelhorn gedrückt habe. Gott sei Dank hat sie wohl – schreckhaft wie Dämlichkeiten nun mal sind – den Kajalstift in hohem Bogen weggeworfen. Immerhin besser, als ein Auge zu verlieren…

Also merken wir uns: Kajalstifte im Auto nutzen = Nein! Nicht viel anders sieht es mit Lippenstiften aus. Im günstigsten Fall wird der farbige Fettstift vor Schreck abgebissen. Im ungünstigsten Fall wird er allerdings verschluckt, was angesichts des hohen Fettgehaltes noch schlechter für die ehemalige Taille wäre. Lustig anzusehen wäre in jedem Fall die Variante Nebelhorn und das Weibchen malt sich vor Schreck eine Kriegsbemalung ins Antlitz.

Also merken wir uns: Lippenstifte im Auto nutzen = Nein! Naja, wir Männer haben den Griff in den Farbtopf ja dem Herrn Gott sei Dank nicht nötig, wir sind auch ungeschminkt schön.

Mein Name ist Hans

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