uhrWas für ein Hype wegen einer Armbanduhr.

Die Rede ist natürlich von der Apple Watch, einem nach meiner Meinung überteuertem und nur sekundär auch nützlichem Spielzeug. Eine Armbanduhr ist normalerweise ein relativ sinnvolless Zubehör, durch welches ein mit einer durchschnittlichen Schulbildung ausgestatteter Zeitgenosse in der Lage ist, die ungefähre Uhrzeit abzuschätzen.

Noch zu meiner Jugendzeit gab es eigentlich nur einen Typ Uhr, die normale Analoguhr mit Lederband. Für Angeber und Fetischisten wurden aber auch Modelle mit goldenen oder silbernen Uhrbändern gefertigt, die auch in besonders protziger Ausführung gerne vom bewachenden männlichen Personal der Damen des horizontalen Gewerbes getragen wurden. Hatte man bei seiner Verwandtschaft einen Stein im Brett, dann gabs auch schon mal eine goldene Uhr zur Kommunion.

Eines hatten diese Modelle aber alle gemeinsam, denn in ihnen arbeiteten unter einem Glasdeckel und einem unsichtbaren Uhrwerk zwei Stäbchen, die je nach dem Stand der Sonne die aktuelle Uhrzeit anzeigten. Dies allerdings auch nur, wenn man diese Uhr regelmässig an der seitlich angebrachten Krone aufzog. Wenn man dies einmal vergaß, konnte man sich im Sommer nach der Sonne richten und im Winter hoffen, dass eine Kirchturmuhr in der Nähe war.

Später dann kamen neue Uhrenmodelle auf, die sogenannte Digitaluhr. Diese Dinger waren am Anfang meistens ziemlich klobig, aus Plastik und sehr oft ein Modell von Casio. Sie hatten eine Batterie eingebaut, weshalb man sie nicht mehr ständig aufziehen musste. Die angezeigten Ziffern waren allerdings bei Sonnenschein kaum lesbar und veränderten sich auch andauernd. Extremmodelle hatten noch unzählige Knöpfe, vergleichbar mit dem Lenkrad eines aktuellen Formel-1-Autos, mit denen man allerlei andere Sachen anstellen konnte.

So konnte man zum Beispiel Informationen wie zum Beispiel das aktuelle Datum, den Wochentag, die Anzahl der aktuellen Bettgefährtinnen oder auch seinen Cholesterinspiegel abfragen. Es gab sogar Modelle, die einen integrierten Taschenrechner hatten. Allerdings war dieser nicht zu benutzen, da die Tasten relativ winzig und dadurch kaum erkennbar waren.

Und dann kamen sogar Uhren heraus, in denen ein eigener Atommeiler integriert war. Diese wurden dann als Funkuhren getarnt, hatten aber den Vorteil dass sie immer genau gingen. Mit ihnen war man zwar immer pünktlich, oft aber auch ziemlich verstrahlt. Doch danach stockte die Entwicklung, denn dann kamen die ersten Handys auf den Markt.

Und seither sah man kaum noch jemanden der eine Armbanduhr trug. Nur noch Fetischisten, Sammler, die weiter oben schon erwähnte Berufsgruppe oder eben jetzt auch diese Obst-Fetischisten, die gerne ein paar Euro mehr als nötig für unnötiges ausgeben, Hauptsache es ist von Apple. Bei mir fliegen auch noch so geschätzte 5-7 Uhrenmodelle fast aller Preisklassen, teilweise gekauft, teilweise geschenkt und sogar gewonnen in diversen Schubladen herum, getragen habe ich diese aber schon ewig nicht mehr.

Und ihr?

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Dieser Beitrag wurde 1 mal kommentiert

  1. Norman Plattek

    Ich bin zwar Apple Fan, aber den Hype wegen der Apple-Watch verstehe ich auch nicht. Ich finde diese einfach unnötig und momentan auch zu teuer. Außerdem ist die Akkuladelaufzeit nicht ausreichend. Aber die Hardcore Fans kaufen ja sowieso alles was mit dem Obst zu tun hat.