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Als Callcenter werden Niederlassungen von Unternehmen bezeichnet, in denen legale Beratung in Form einer Hotline und illegale Abzocke harmonisch nebeneinander unter einem Dach existieren. Oft sind die Hotlines größerer Firmen in Billiglohnländern angesiedelt, weil es da – wie der Name schon andeutet – billiger ist, Lohnsklaven rund um die Uhr telefonieren zu lassen. Eine alte Lagerhalle erfüllt oft genug den Zweck, denn schließlich sollen sich die Lohnsklaven dort nicht wohlfühlen, sondern malochen.

Da Produkte mittlerweile global gehandelt werden bleibt es nicht aus, dass man mal ein Autoradio aus Indien oder ein Notebook aus einem asiatischen Land käuflich erwirbt. Schlimm wird es dann nur, wenn der Händler keine Niederlassung in Deutschland hat und nur ein Callcenter in der Nähe von Tokio betreibt, von wo aus die gängigsten Probleme gelöst werden sollen.

Aus Mangel an deutschen Arbeitskräften werden dort zwangsläufig vorwiegend einheimische Lohnsklaven eingesetzt. Dabei spielt es für das Unternehmen in der Regel keine Rolle, ob der Lohnsklave auch fremdsprachlich bewandert ist oder nur seinen einheimischen japanischen Dialekt spricht, der 50 Kilometer weiter schon nicht mehr verstanden wird.

Auch asiatisches Englisch ist mitunter etwas schwer zu verstehen. Wer jemals mit einem nuschelnden Japaner aus der Provinz Shimousa (Teil der alten Provinz Fusa), die den heutigen nördlichen Teil der Präfektur Chiba und den südlichen Streifen der Präfektur Ibaraki auf der Insel Honshū einschließt, englisch sprechen musste, der wird das nachvollziehen können.

Und dieser nuschelnde Lohnsklave, den ich da gestern bei der Hotline meines Stromdealers am Rohr hatte, der kam sicher auch aus Japan. Ich hab nach 2 Minuten aufgelegt…

Mein Name ist Hans

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