Vornamen und Kopfkino

nurmalso

Es gibt Vornamen, die man seinen Kindern lieber nicht gibt.

Die meisten dürften ja mit ihren Vornamen zufrieden sein, andere hadern ein ganzes Leben damit. Und ich denke bei gewissen Namen immer, wie sich diese Leute wohl im höheren Alter fühlen werden, nur weil ihnen ihre Eltern einen sogenannten Modenamen oder gar einen etwas außergewöhnlichen Namen gegeben haben. Beispiele dafür gibt es reichlich, auch schlimmeres als Kevin und Chantal…

Es gibt aber auch Namen, die historisch vorbelastet sind. Der damalige Modename Adolf dürfte wohl heute nicht mehr oder nur äußerst selten vergeben werde. Für mich gibt es auch Vornamen, die auf keinen Fall für den eigenen Nachwuchs in Frage gekommen wären. Die Namen Alexander/Alexandra, Simon/Simone und Nikolai/Nikola gehören für mich zu den Namen, mit denen ich nichts Gutes verbinde. Ich kenne zwar einige Leute die so heißen und die mir auch nicht unsympathisch sind, aber trotzdem habe ich bei diesen Namen immer ein komisches Gefühl.

Bei Alexander oder kurz Alex denke ich zum Beispiel immer an eine Leseschwäche. Warum? Als Alexie bezeichnet man nämlich die Unfähigkeit, geschriebenes zu lesen, geschweige denn zu verstehen. Bei Simon oder Simone denke ich immer an Bestechung. Denn als Simonie bezeichnet man den Ämterkauf, vor allem von kirchlichen Ämtern. Der Name kommt vom Magier Simon, der versucht haben soll, sich mit Geld in die Gemeinschaft der Apostel einzukaufen. Und bei Nikolai oder Nikola denke ich immer an katholische Priester, die sich nicht ans Zölibat halten. Als Nikolaitismus bezeichnete man nämlich die Missachtung des Zölibats, zumindest im Mittelalter.

Ich weiß, klingt albern, aber bei mir ist eben bei gewissen Namen immer Kopfkino. Aber Gott sein Dank gibt es ja noch genügend andere Namen…

2 Antworten auf „Vornamen und Kopfkino“

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