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Es war die erste Amtseinführung eines amerikanischen Präsidenten, die ich mir – zumindest bis zu seiner „Rede“ – live im Fernsehen angesehen habe.

Nach dem nicht gerade friedlichen Wahlkampf mit seiner Konkurrentin Hillary Clinton war ich eigentlich nur gespannt, ob Mr. Trump angesichts seines hohen Amtes nun versöhnlichere Töne anschlagen würde. Doch Pustekuchen, ich hatte den Eindruck als wäre er immer noch im Wahlkampf. Die Politiker in der amerikanischen Hauptstadt bekamen ihr Fett weg, denen er quasi vor einem Weltpublikum jegliche Qualifikation absprach.

Und auch in der restlichen Welt dürften manchen die Ohren geklingelt haben bezüglich einer weiteren oder zukünftigen Zusammenarbeit mit den USA. Denn sein „America first“ dürfte jedem zeigen, das mit den Vereinigten Staaten, die im Moment überhaupt nicht vereinigt erscheinen, in Zukunft nicht gut Kirschen essen ist. Sicherlich kann ein Präsident Trump nicht alleine entscheiden und gerade innerpolitisch dürfte er sich mit seiner Kritik – auch gegen Parteikollegen – nicht gerade Freunde gemacht haben.

Trotzdem wirkt dieser Mann auf mich unberechenbar und er polarisiert nach wie vor. Er polarisiert sogar so, dass ich im Freudeskreis orakelt habe: „Es gibt nur 2 Möglichkeiten, entweder er gibt auch normale Weise den irdischen Löffel ab oder er endet wie Präsident Kennedy 1963.“ Ich bin gespannt, war wir von diesem Populisten und Nationalisten in der Zukunft noch erwarten werden. Das die USA mit ihrem 2-Parteien-System meinungstechnisch quasi immer ein geteiltes Volk sind, wird auch Trump nicht ausmerzen können.

Allerdings waren die Amerikaner seit dem amerikanischen Bürgerkrieg noch nie so geteilt wie heute, wie man angesichts der Ausschreitungen und Proteste zu seiner Inauguration sehen konnte. Und schon heute werden wieder weit über 200.000 Menschen beim „Women’s March“ erwartet, wo gegen Frauenfeindlichkeit, Gewalt, Rassismus, Homophobie und religiöse Intoleranz protestiert wird. In ganz Amerika sind über 600 weitere Protestmärsche von Menschen angekündigt, die sich durch Trumps „Rhetorik“ im Wahlkampf beleidigt fühlten.

Doch das was wahrscheinlich nicht nur mir am meisten Sorge bereitet ist die Tatsache, dass – wie in den USA üblich – die Freigabe von Atomwaffen in der Hand einer einzigen Person liegt. Nur heißt diese Person jetzt Donald Trump und der hat im Wahlkampf schon geäußert, das ein Einsatz solcher Waffen manchmal wünschenswert wäre. Nun, vielleicht male ich das Szenario zu schwarz und Mr.Trump wird angesichts seines Amtes und der Verantwortung noch weise.

Allerdings befürchte ich eher, das er an seinem Altersstarrsinn fest hält…

Mein Name ist Hans

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