Karneval ist vorbei und ich bin wieder unter den Lebenden. Natürlich gehören auch die Karnevalsumzüge fest zum Programm und außer dem Kölner Rosenmontagszug und dem Sonntagszug in Porz steht auch der Karnevalszug in Wahn, einem Nachbar-Stadtteil, fest auf dem Terminplan. 20-30 Personen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis gehören zu unserer Gruppe und natürlich ist auch die Verpflegung gesichert. Es macht eigentlich jedes Jahr großen Spaß, in diesem Jahr sind mir in Wahn allerdings einige Dinge sauer aufgestoßen.

Erst einmal ist da diese immer größer werdende Meute noch minderjähriger Jugendlicher, denen der Karnevalszug scheinbar nur als Mittel zum Zweck dient, sich mal so richtig die Kante zu geben. Schon lange vor Beginn des Umzugs wird da vorrangig hochprozentiges gebechert und viele der Schluckspechte bekommen den Karnevalszug überhaupt nicht mit, weil sie schon vorher hochgradig besoffen sind und teilweise noch nicht einmal mehr stehen können.

Ich bin jetzt nicht gerade der Moralapostel, allerdings frage ich mich manchmal schon, ob manche Eltern schon einmal das Wort Aufsichtspflicht gehört haben. Am Samstag kam es noch dazu zu mehreren Einsätzen der Polizei, die in Hundertschaften dort vertreten war. Ganze Gruppen von Jugendlichen wollten scheinbar mal ihren Mut gegen die Ordnungskräfte ausprobieren, was allerdings einigen gesundheitlich nicht bekommen sein dürfte.

Es war teilweise wirklich erschreckend was da ablief und angesichts der in großen Gruppen vertretenen Polizisten kam man sich eher vor als wäre man bei einer Groß-Demo als bei einem Karnevalszug. Scheinbar gehen die Ansichten wie man Karneval feiert zwischen den Generationen etwas auseinander, allerdings ist mir die Art wie wir feiern doch deutlich lieber. Ich bin sicher kein Mensch der ins Bierglas spuckt, allerdings muss ich auch nicht wahllos alles in mich hinein laufen lassen, nur um eventuell in Feierlaune zu kommen. Das gilt im übrigen für jeden aus unserer Gruppe.

Was mir ebenfalls auffiel war die Musikauswahl sehr vieler, überwiegend jugendlicher Zugteilnehmer. Hörte man früher fast ausschließlich kölsches Liedgut, welches ja eigentlich in ausreichender Anzahl zur Auswahl steht, so gibt es bei der jüngeren Generation scheinbar nur ein Kriterium: Laut, sehr laut. Allerdings kam man sich in diesem Jahr eher vor, als sei man bei der Loveparade. Mit Karneval hatte das allerdings überhaupt nichts zu tun, auch nicht im entferntesten Sinne.

Da bekam man fast einen Gehörschaden, wenn die Wagen an einem vorbeizogen und die Protagonisten auf dem Wagen dürften wohl nach dem 3-stündigen Umzug heute noch stocktaub sein oder zumindest noch ein Pfeifen in den Horchlöffeln haben. Wenn diese Entwicklung dort so weiter gehen sollte, dann werde ich mich zukünftig am Karnevalssamstag anderweitig beschäftigen. Auf diese Art Karneval habe ich jedenfalls keinen Bock mehr.

Mein Name ist Hans

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