Freundschaftsdienst…

nurmalso…oder lieber Kohle kassieren?

Leider scheint das Wort Freundschaftsdienst immer mehr in Vergessenheit zu geraten. Wenn ich mich da so an früher erinnere, da war es eigentlich gang und gäbe. Wenn jemand aus dem Freundeskreis Hilfe benötigte, egal in welcher Hinsicht, dann bekam er sie auch. Ich praktiziere das heute noch so, obwohl die bessere Hälfte in dieser Beziehung anderer Ansicht ist. Sie sieht eher die verlorene Zeit, die dann eben vergütet werden sollte.

Aber muss/kann man einem Freund, dem man zum Beispiel beim tapezieren der Wohnung behilflich ist, Kohle dafür abnehmen? Ich finde nicht, denn mein persönlicher Ehrenkodex ist so ausgelegt, dass eine Hand die andere wäscht. Wobei man da die geleisteten Arbeitsstunden nicht immer gegeneinander aufrechnen muss/kann. Man(n) hilft sich eben gegenseitig, wobei man da den finanziellen Aspekt mal links liegen lassen sollte.

Natürlich gibt es immer wieder Leute, die einen persönlich mehr beanspruchen als sie einem nutzen könnten. Aber Mann denkt da eben anders, denn Kumpels sind Kumpels und die helfen sich. Und das natürlich unentgeltlich… Und trotzdem scheint diese Devise in Vergessenheit zu geraten, denn mittlerweile habe ich es schon öfter erlebt, dass man für geleistete Hilfe auch harte Währung sehen möchte. Allerdings nicht im engeren Freudeskreis, da hilft man sich nach wie vor unentgeltlich.

Wenn jemand die Hand aufhält bin ich allerdings schon irritiert, aber nicht wegen der Kohle. Eher wegen der Einstellung, denn das Wort Freundschaftsdienst scheint heute immer weniger zu gelten. Mich würde mal interessieren, wie ihr das handhabt. Nehmen wir einmal an, jemand aus eurem Freundeskreis würde eure handwerkliche Hilfe benötigen, würdet ihr ihm dafür Geld abknöpfen?

Wohlgemerkt, wir reden hier über Hilfe im zeitlich erträglichen Bereich und nicht etwa über die Erstellung eines Neubaus…

Der Autotüren-Psychopath

autosGefühl ist Glückssache…

Und es gibt Leute, die haben wirklich kein bisschen Gefühl in den Knochen. Wenn ich zum Beispiel mal jemand im Auto mitnehme, dann klassifiziere ich immer in Gefühlsmenschen und gefühlskalt. Und diese Unterscheidung gilt nicht etwa ihrer Psyche, sondern nur der Art und Weise wie sie eine Autotür schließen. Die vorsichtigen zum Beispiel behandeln eine Autotür wie ein rohes Ei. Ganz langsam drücken sie die Tür ins Schloss und halten den Türgriff so lange fest, bis das Schloss eingerastet ist.

Die etwas forscheren geben der Tür einen Schubser, so dass sie schon deutlich hörbar schliesst. Gut, bei manchen Automodellen braucht man etwas mehr Kraft, bei anderen wieder etwas weniger. Und um den goldenen Mittelweg zu finden, kann es dann auch schon mal etwas lauter zugehen, wenn man eine fremde Autotür schließt. Aber es gibt auch noch die absolut gefühlskalten, die Autotüren-Psychopathen. Und zu dieser Art gehören eindeutig auch einige Familienmitglieder.

Wenn von ihnen jemand die Beifahrertür zuwirft, dann muss ich mich schon mit den Händen am Lenkrad festkrallen und die Füße hinter den Pedalen verankern, um nicht von der Druckwelle aus dem Auto gepustet zu werden. Wenn Autotüren sprechen könnten, dann würden sie ihnen garantiert nichts nettes sagen. Und wenn Autotüren treten könnten, dann wären die Hinterteile nach jeder Fahrt blitzeblau.

Schade dass es so etwas noch nicht gibt…

Der Kicheralarm

nurmalsoManchmal isses eben so…

Ist euch auch schon mal aufgefallen, dass manche Leute plötzlich grundlos an zu kichern fangen? Da genügt oft eine einfache Frage, manchmal schon ein Blick. Einige werden rot obwohl die Frage jugendfrei war und bei einigen wird der Kicheralarm ausgelöst.

Gerade bei Teenagern kommt das immer wieder vor, quasi ein Scherzinfarkt. Und scheinbar befällt er den Teenager ohne jede Vorwarnung, denn der geringste Anlass genügt und schon bleckt das Scherzinfarktopfer grinsend die Zähne wie ein Kühlergrill und fängt an zu gackern wie ein Huhn. In manchen Fällen folgt sogar ein krampfartiges kichern oder wiehern, das oft über lange Zeit anhält und jedem mühsam aufgebauten cool & lässig – Image den Garaus macht.

Und dabei ist es völlig egal, ob es sich nun um ein weibliches oder männliches Scherzinfarkt-Opfer handelt. Denn die Reaktion ist fast immer die gleiche, wobei sich die entsprechenden Gackerlaute nur in der Tonart unterscheiden. Und wenn man sich dann gerade am unterhalten ist und noch nicht einmal weiß, warum der Gesprächspartner plötzlich wiehert als würde die Windel klemmen, dann kommt man sich schon ein wenig doof vor.

Es gibt sogar Leute, die können sich scheinbar grundsätzlich nicht ernst halten und fangen schon beim ersten Satz eines Gespräches an zu gackern. Naja, solange sie nur lachen und nicht das Höschen vollnässen gehts ja noch…