Bundestagswahl 2017

Nun ist es also passiert, sie Rechtspopulisten von der AfD ziehen in den Deutschen Bundestag ein. Angesichts der doch eklatanten Stimmenverluste der etablierten Volksparteien kann man feststellen, das eine nicht zu unterschätzende Anzahl der Menschen in Deutschland das Vertrauen zu ihren Volksvertretern verloren hat. Das kam nun nicht unbedingt überraschend, die Umfragen der letzten Wochen und Monate ließen das erahnen.

Bleibt nun abzuwarten wie es weitergeht. Die „Bereitschaft“ der SPD in die Opposition zu gehen hängt wohl auch eher damit zusammen, der AfD als drittstärkste Kraft im Land nicht die Oppositionsführung zu überlassen. Ob es nun wirklich zu der einzig möglichen Regierungsbildung zwischen CDU/CSU, FDP und Grünen kommen wird, dürfte wahrscheinlich vielen der Beteiligten noch Kopfschmerzen verursachen. Und ich wäre wirklich nicht überrascht, wenn wir in absehbarer Zeit nochmal zur Urne gebeten würden.

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Denn ich kann mir nicht vorstellen, das Frau Merkel mit einer Minderheitsregierung antreten wird. Zudem heißt es nun gerade für CDU und SPD, die Zukunft einzuläuten. Für die CDU wird wichtig sein, eine(n) Nachfolger(in) für Merkel zu finden und zu etablieren. Die SPD muss sich ihren Stammwählern wieder glaubwürdiger und näher am Volk präsentieren.

Und Ziel aller demokratischen Parteien muss es unbedingt sein, die AfD nicht noch größer werden zu lassen, damit die Stimmung im Land nicht noch weiter nach rechts rückt. Dazu gehört aber auch unbedingt, das man sich der Probleme und Meinungen der Bürger auch annimmt und nicht einfach über die Köpfe weg entscheidet.

Wahl-O-Mat-Desaster

Geht es nach dem Wahl-O-Mat, dann sollte ich wohl zur Bundestagswahl in zweieinhalb Wochen am ehesten Satire wählen. Die relativ dichten Abstände dahinter deuten wohl an, das unsere alteingesessenen Parteien mit ihren Wahlprogrammen gar nicht so weit auseinander liegen.

Wahl-O-Mat

Wobei das Rennen um das Kanzleramt wohl schon gelaufen sein dürfte. Das wird sich das Angela nicht mehr nehmen lassen, oder?

Bayern-Referendum: Seehofer will König werden

bayern

Kaum ist Europa Stück für Stück zusammen gewachsen, zerbröckelt es auch wieder.

Nachdem Russland der Ukraine die Krim (wieder) abgejagt hat, lebt nun auch die muslimische Minderheit der Krimtataren zwischen den Fronten und harrt der Dinge die da kommen werden. Nicht zu vergessen die europäische Einigkeit, die gerade in Flüchtlingsfragen an den Tag gelegt wird. Wobei wir da schon beim Stichwort sind, denn Bayern hat auch etwas dagegen, von fremden und sogar andersgläubigen Kulturen überschwemmt zu werden.

Und bevor Bayern jetzt endgültig muslimisch wird, hat der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer gestern Abend völlig überraschend die Mitglieder seiner regierenden CSU in die bayrische Staatskanzlei einbestellt. Dort wurde beschlossen und am sehr späten Abend bekannt gegeben, dass Bayern nicht länger nur Freistaat sein möchte, sondern wieder ein Königreich.

Mit einer überwältigenden Mehrheit von 99,7% stimmten die Mitglieder der CSU gleichzeitig auch dafür, ihren Noch-Ministerpräsidenten Seehofer am Montag, den 4. Juli 2016 zum „Kinni“ (König) zu bestimmen. In einem Referendum wird am 15. Mai 2014 während der Meisterfeier des FC Bayern München auf dem Münchner Marienplatz ebenfalls darüber abgestimmt, ob auch die 4 bayrischen Nicht-CSU-Mitglieder weiterhin im dann neuen Königreich Bayern siedeln dürfen oder nach Deutschland abgeschoben werden. Der Einfachheit halber werden die Stimmen dann gezählt, wenn Bayern-Kapitän Lahm die Meisterschale präsentiert und alle mit erhobenen Armen jubeln.

Der 4. Juli wurde aus Verbundenheit zu Amerika als Tag der Krönung ausgewählt, allerdings wird man die amerikanische Bezeichnung „Independence Day“ nicht übernehmen, da die Aussprache für viele bajuwarische Untertanen eine fast unmenschliche Anstrengung bedeuten würde. Man einigte sich deshalb auf die Bezeichnung „Kinni-Tog“ und ordnete gleichzeitig an, dass an diesem Tag dem neuen bayrischen Herrscher mindestens dreimal gehuldigt werden müsse.

Entgegen anders lautenden Gerüchten wird der russische Präsident Wladimir Wladimirowitsch Putin nicht an den Feierlichkeiten teilnehmen, weil zur gleichen Zeit die Annektierung von Kasachstan und der Mongolei geplant ist. Putin versprach aber, dass Kinni Horst jederzeit auf militärische Hilfe Russlands vertrauen dürfe, um die bayrischen Landesgrenzen zu verteidigen. Erwartet werden dürfen mit Sicherheit andere gekrönte Häupter, so etwa König Tupou VI. von Tonga oder auch der Sultan von Brunei, Haji Hassan al-Bolkiah.

Abgesagt hat hingegen die deutsche Regierungschefin Angela Merkel, da sie am 4. Juli im Sommer-Urlaub weilt. Wohin die Reise geht teilte sie nicht mit, nur „weit, weit weg von Bayern“ ließ sie über ihren Sprecher verlauten.