einkaufswagenDiese Woche kam es aber dicke…

Diverse Erlebnisse haben dafür gesorgt, dass diese Woche bei mir unter “naja” abgelegt wurde. Die Krone setzte dieser Woche dann heute morgen ein Erlebnis mit der älteren Zielgruppe auf. Und mal ganz ehrlich, Rentner sind doch manchmal ein sonderbares Völkchen.

Ich bin ja nun auch schon in einem Alter, wo man sich langsam aber sicher Gedanken über die Rente machen kann. Vieles schwirrt einem über dieses Ruhestandsleben im Kopf herum aber eines weiß ich mit Gewißheit: Niemals, aber auch wirklich niemals werde ich der noch arbeitenden Bevölkerung im Weg herum stehen!! Obwohl sich in dieser Hinsicht viele Ruheständler abgesprochen haben…

Eben zum Beispiel in einem relativ großen Einkaufszentrum. Mann, also ich, angesichts des erfolgreichen Einkaufs in einer – rein menschlich gesehen – positiven Hochphase, stürmt mit dem erfolgreich ergatterten Richtung Ausgang. Doch dieser Ausgang – geschätzte 8 Meter breit – wurde ihm – also mir – unversehenst blockiert.

Denn einige Generationen an Ruheständlern hatten sich auf der kompletten Breite des Eingagsbereichs verteilt, um ihr täglichen Neuigkeiten auszutauschen. Ein Vorbeikommen war fast unmöglich, also musste härteres Geschütz aufgefahren werden. Den ersten – weißhaarig, Schnäuzer – hab ich quasi im vorbeigehen locker angerempelt, um Entschuldigung gebeten, bevor er mir fast entgegen fiel.

Gerade so konnte ich ihn noch auffangen und es hätte wirklich nicht viel gefehlt und er hätte mit seiner Unterlippe den Boden berührt. Er faselte dann etwas von “Eine Unverschämtheit…”, weiter hörte ich nicht mehr zu. Denn er konnte von Glück sagen, nicht von mir erschlagen worden zu sein. Die beiden, die dort als nächstes meinen Weg versperrten, stützten sich noch auf ihren Rollator.

Gott sei Dank reichte ein freundliches “Dürfte ich bitte einmal vorbei” meinerseits, um die beiden von einem weiteren Verbleib im Eingangsbereich des Einkaufszentrums abzuhalten. Nur die Dicke wohlbeleibte da, die würde mit Sicherheit ein Problem darstelllen. Also tastete ich mich erst einmal vorsichtig heran. “Entschuldigung, dürfte ich einmal kurz vorbei?” fragte ich höflich an.

Doch das Walroß Weibchen reagierte überhaupt nicht. Kurzum Durchbruchversuch Nummer 2 versucht. “Junge Frau, dürfte ich mal bitte durch?” Wieder keine Reaktion… Nun, ich bilde mir nicht ein, leise zu sprechen. Aber besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen und was bleibt einem Mann in einer solchen Situation schon anderes übrig? Richtig, die Offensive!

Mein trotz des fortgeschrittenen Alters noch relativ muskulöser linker Arm winkelte sich an, ich trat einen Schritt zurück um etwas Schwung zu bekommen und noch ehe sie sich versehen konnte, taumelte die Angesprochene. Und hätte ich sie nicht im letzten Moment am Schlafittchen gepackt, dann hätte sie höchstwahrscheinlich einen dreifachen Rittberger über ihren Rollator gedreht. So gesehen habe ich ihr sogar das Leben gerettet aber das nur nebenbei…

Aber mal ganz ehrlich: Isses denn so schwer Gespräche zu führen, die nicht die ganze restliche Menschheit behindern?

Mein Name ist Hans

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Dieser Beitrag wurde 4 mal kommentiert

  1. Halliway

    Die Friedhofsblonden sind fast so gut wie die Mutti’s, die mit ihrem (doppelten) Kinderwagen nebeneinander im Eingangsbereich stehen und sich über die drei W’s unterhalten: Wunde Brustwarzen, Windeln und das Wetter! Wehe man fragt als Person mit Einkaufs- und nicht Kinderwagen, ob man mal vorbei darf. Wenn dann dummes gemurmel kommt rufe ich meinen Mann immer zu: Vorsichtig, die Mutti da vorne zahnt. Geh lieber rechts vorbei. Der Blick ist fast noch besser.

    Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass die Rentner an der Kasse so richtig zur Hochform auflaufen. Am liebsten die Ersten an der Kasse sein. mit dem Kleingeld aus dem Daddelautomaten der Stammkneipe bezahlen und meckern, wenn 2 vor ihnen sind und etwas mehr aufs Band packen, weil sie ihre Familie in 30 Minuten bekochen müssen.

    Einfach mal umdrehen, die Person angucken, lächeln und laut rufen: Hier riecht es aber kräftig. Danach ist Ruhe im Karton.

    • Hans

      Vor kurzem kam mir auch so ein “älterer Herr” im Laden etwas blöd. Nach kurzer Diskussion habe ich ihm viel Spaß beim Sterben gewünscht. Der war auch schlagartig entschleunigt…

  2. Halliway

    hihi. Nee, soweit gehe ich noch nicht. Aber mal im Ernst. Wer, wenn nicht die Rentner, haben die meiste Zeit beim Einkaufen? Okay. Im Nachhinein betrachtet beißt sich der Satz etwas, chrchr, aber du weisst schon, wie ich das meine http://quetschkommo.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wink.gif

    • Hans

      Eine sehr gute Freundin von mir ist Marktleiterin bei Real. Die haben Anfang des Jahres eine Studie erstellen lassen, wer die verlängerten Ladenöffnungszeiten am meisten nutzt. Und die Rentner haben mit großem Vorsprung “gewonnen”…

      Naja, tagsüber sitzen sie wahrscheinlich im Wartezimmer eines Doktors… http://quetschkommo.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wink.gif